Adobe gibt auf: Kein Flash für iPhone und iPad


  1. #1
    anonymus

    Adobe gibt auf: Kein Flash für iPhone und iPad

    Adobe hat aufgrund der Konflikte mit Apple bekannt gegeben, dass die Flash-Unterstützung für iPhone, iPod Touch und iPad in der Creative Suite 5 ab sofort nicht mehr weiterentwickelt werde.

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    Diese Meldung kommt anscheinend als Antwort auf die schon seit längerem bestehenden Spannungen zwischen Adobe und Apple:
    Nachdem in der aktuellen Software Developer Kit Lizenz von Apple keine Flash-basierten “Baukästen-Apps” mehr erlaubt sind, bemängelte Adobe an Apple’s Softwarepolitik, dass geschlossene, proprietäre Systeme nachteilig für die Entwickler wären, und zog sogar rechtliche Schritte in Erwägung.

    Apple-Sprecherin Trudy Miller entgegnete daraufhin, dass gerade Adobe’s Flash geschlossen und proprietär sei.

    Someone has it backwards–it is HTML5, CSS, JavaScript, and H.264 (all supported by the iPhone and iPad) that are open and standard, while Adobe’s Flash is closed and proprietary
    Laut dem Adobe-Produktmanager werden die Tools für Baukasten-Apps weiterhin in CS5 enthalten sein, allerdings werde man sie nicht mehr weiterentwickeln.

    Adobe möchte sich jetzt vor allem auf Android konzentrieren – wie lange es allerdings dauert, bis auch diese Plattform auf HTML5, CSS, JavaScript und H.264 baut, bleibt abzuwarten.

  2. #2
    anonymus

    Offizielle Erklärung zu Flash auf dem iPhone von Steve Jobs

    Steve Jobs hat auf Apple eine Stellungsnahme bezüglich Flash auf dem iPhone, iPod und iPad geschrieben.

    Darin erklärt er warum Apple gegen Flash auf dem iPhone ist.

    Hier eine kurze übersetzte Wiedergabe der Stellungsnahme. Anmerkung: Dieser Text ist nicht immer 1:1 übersetzt. Aber der Sinn dürfte treffend übermittelt worden sein.

    Nach einer kurzen Einleitung, in der Steve an die Gründerjahre von Adobe zurück denkt und auch Apple einige Jahre einen 20% Anteil an Adobe besaß kommt er zum Punkt und geht auf die Vorwürfe von Adobe ein.

    Adobe wirft Apple vor, dass ihre Absage an Flash auf dem iPhone Geschäfts orientiert ist. Adobe behauptet, dass Apple nur ihren AppStore schützen will. Steve Jobs wiederum sagt, dass die Absage auf technischen Fehlern seitens Adobe gründet. Adobe behauptet, dass das iPhone ein geschlossenes System ist und Adobe eine Offenes. Steve Jobs meint, dass das Gegenteil der Fall ist und erklärt es an Hand einiger Fakten.

    1. Adobe Produkte werden zu 100% von Adobe kontrolliert. Nach gängiger Definition ist Flash ein geschlossenes System. Apple entwickelte offene Standards für das Web. z.B. Webkit, das Herz des Safari Browsers. HTML5 wird in allen Apple-Produkten benutzt. Google nutzt es auf Android-Phones, Palm nutzt es und Nokia auch. Und RIM (Blackberry) hat angekündigt es auch nutzen zu wollen.

    2. Adobe behauptet Flash wäre das ganze Web. Also das Internet währe praktisch nichts ohne Flash. Apple Geräte könnten 75% der Videos nicht abspielen, weil sie kein Flash integriert haben. Was Adobe allerdings nicht sagt ist, dass fast alle dieser Videos in einem moderneren Format verfügbar sind. In H.264. Mit diesem Format können auch die Apple-Produkte umgehen.
    Zudem gibt Adobe als Grund vor, dass das iPhone keine flashbasierten Spiele darstellen kann. Das ist richtig meint Steve Jobs. Allerdings gibt es im AppStore über 50.000 Spiele. Viele davon sind kostenlos. Es gibt viel mehr Spiele fürs das iPhone und Co., als für jede andere Plattform dieser Welt.

    3. Zuverlässigkeit, Sicherheit und Performance
    Symantec gibt an, dass Flash eines der größten Sicherheitsrisikos ist. Wir wissen aus erster Hand, dass Flash Grund Nummer 1 ist warum Macs abstürzen. Apple und Adobe haben zusammen versucht das Problem zu beheben, aber das Problem besteht weiterhin. Apple möchte nicht die Zuverlässigkeit und die Sicherheit des iPhones aufs Spiel setzen, indem sie Flash integrieren. Apple behauptet, dass Flash auf keinem mobilen Gerät vernünftig läuft. Sie haben Adobe angesprochen ihnen ein Gerät zu zeigen, auf dem Flash problemlos läuft. Bis heute konnte man ihnen keines nennen.

    4. Die Akkulaufzeit: Um eine lange Akkulaufzeit zu gewährleisten muss ein abgespieltes Video hardwareseitig encodiert werden. Per Software frisst das Encodieren zu viel Power.

    5. Adobe Flash ist nicht für Touch-Phones ausgelegt. Es wurde für PCs entwickelt und läuft auf Touchs nicht 100%.

    6. Der letzte Grund. Adobe will sich nicht an Apples Vorgaben halten. Man hat mit Adobe über eine Integration von Flash gesprochen um Flash-Videos abspielen zu können. Adobe gibt sich damit aber nicht zufrieden und möchte, dass Entwickler Flash in ihre Apps einbauen. Dann kann Apple aber nicht mehr für die Zuverlässigkeit und Sicherheit garantieren. Und deshalb gibt es kein Flash auf dem iPhone und Co.

    Steve Jobs sagt, dass der Flashplayer zur PC Ära gehört. Die mobile Ära setzt aber auf Akkusparende Lösungen, Touchinterfaces und Open Web Standards. Alles Kriterien, die Adobe nicht erfüllen kann.

    Hier noch der originale Link zum Beitrag: Thoughts on Flash

  3. #3
    anonymus

    Adobe Technikchef reagiert auf Jobs offene Kritik an Flash

    Nachdem Apple-Chef Steve Jobs in einem offen Brief erklärt hatte, warum Apple kein Flash auf seinen mobilen Geräten zulasse, sagt Adobe Technikchef Kevin Lynch in einem Blogbeitrag „Good bye, Apple“. Und richtet sein Augenmerk auf andere Plattformen.

    Verschnupft reagierte Adobe Technikchef Kevin Lynch in seinem Blogbeitrag über die Äußerung von Steve Jobs, Flash sei Vergangenheit und werde von niemandem mehr benötigt. Eine völlig grundlose Aussage, so auch Adobe CEO Shantanu Narayen im Wall Street Journal. Der Flash Player würde auf iPad, iPhone und iPod touch ebenso gut laufen wie auf anderen mobilen Geräten, wenn Apple mit Adobe besser zusammenarbeiten würde.

    Da dies nicht geschehe, wird Adobe seine Pläne, Flash und Air auf iPad und iPhone zu bringen aufgeben und sich auf die Zusammenarbeit mit anderen Plattformen konzentrieren. Dementsprechend verstärke Adobe derzeit die Kooperation mit Google, RIM, Palm, Microsoft, Nokia und anderen. Im Mai 2010 wolle Adobe eine Vorabversion des Flash Players 10.1 für Android veröffentlichen.

  4. #4
    anonymus

    US-Behörden prüfen kartellrechtliche Ermittlungen gegen Apple

    Apples Entscheidung, die iPhone-App-Entwicklung mit Hilfe von Adobe Flash zu unterbinden, könnte rechtliche Konsequenzen haben. Das US-Justizministerium und die US-Bundeshandelskommission wollen aufgrund eines möglichen Kartellrechtverstoßes ermitteln.

    Nach Angaben der New York Post bespreche das Ministerium mit der Federal Trade Commission (FTC) in diesen Tagen noch, welche der Behörden Ermittlungen aufnehmen werde. Zu beachten sei jedoch, dass die Ermittlungen ergebnisoffen verlaufen würden, auch konnte die Zeitung ihre Informationen bei Apple oder den Behörden nicht bestätigen.

    Adobe wollte ursprünglich in der aktuellen CS5-Version von Flash die Möglichkeit implementieren, iPhone-Apps zu erstellen. Apple will so entstandene Anwendungen aber nicht im App Store zulassen (wir berichteten). Adobe wollte es Entwicklern erleichtern, Apps für verschiedene Mobil-Plattformen gleichzeitig zu entwickeln, Apple befürchtet nach Angaben des CEO Steve Jobs (wir berichteten) mögliche Qualitätsprobleme durch ein Dazwischentreten von Flash.

  5. #5
    anonymus

    Opera über Flash: Für Videos ungeeignet

    In die Debatte um Flash mischt sich nun Opera Software ein. Laut Opera Software kommt das Web, in der heutigen Form, ohne Flash nicht aus.

    Operas Produktanalyst Phillip Groenvold erklärte dass das Internet immer noch von Flash abhängig wäre. Würde man Flash entfernen wäre das Web nicht mehr das gleiche, so Groenvold weiter. Opera werde Flash daher vorerst weiter unterstützen, um seinen Nutzern das bestmögliche Internet-Erlebnis zu bieten.

    Langfristig müsse allerdings eine Umstellung auf offene Web-Standards erfolgen, was Technologien wie Flash und Microsofts Alternative Silverlight ausschließt. Diese hätten zwar ihre Berechtigung. Jedoch seien gerade Technologen für dynamische Inhalte proprietäre Technologien.

    Mit Blick auf die Belastung von CPU und die Leistungsaufnahme von WLAN-Modulen sowie einiger anderer Komponenten habe die Verwendung von Flash als Video-Container ohne schon jetzt wenig Sinn. Es gebe einen Grund dafür, das man auf manchen Geräten Eier braten könne, wenn auf ihnen Flash ausgeführt wird, so Groenvold.

    Nach der Meinung von Opera muss Adobe seine Strategie wechseln und in die Offenheit des Internets und somit auch in offene Standards investieren. Ansonsten drohe Adobe ein Bedeutungsverlust. Sonst werde Flash ständig unter Angriffen von Web-Unternehmen zu leiden haben und immer seltener Verwendung finden.


    (Quelle: winfuture)

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