Heute wird das Sony Ericsson Xperia Play mit Android 2.3.3 Gingerbread einem Test unterzogen. Wir hoffen, dass dieser Handy-Testbericht einigen bei der Kaufentscheidung weiterhilft.
Endlich liegt uns das Sony Ericsson Xperia Play zum Test vor. An dieser Stelle schon einmal vielen Dank an die Deutsche Telekom, die uns freundlicherweise ein Xperia Play zur Verfügung gestellt hat. Mit diesem Gerät ist Sony Ericsson tatsächlich etwas Besonderes gelungen: ein Smartphone, das gleichzeitig eine ausziehbare PlayStation-Steuerung bietet und serienmäßig sogar einen PSX-Emulator mitbringt. So kann man unterwegs direkt Klassiker wie Crash Bandicoot spielen, das bereits vorinstalliert ist. Doch nicht nur für Spieler ist das Xperia Play interessant, auch im Multimedia-Bereich hat das Gerät einiges zu bieten.

Bild: PlayStation Handy Sony Ericsson Xperia Play im Test
Lieferumfang des Sony Ericsson Xperia Play
Das Sony Ericsson Xperia Play wird in einem mittelgroßen Karton in Grün und Weiß geliefert. Zum Lieferumfang gehören ein Universal-Ladekabel mit integriertem USB-Datenkabel und Adapter, zusätzlich noch ein separates USB-Kabel, eine 8-GB-Speicherkarte, qualitativ gute Kopfhörer, die sich natürlich auch als Headset nutzen lassen, sowie verschiedene Kurzanleitungen und Hinweise.

Bild: Xperia Play Lieferumfang

Bild: Sony Ericsson Xperia Play und Verpackung
Ein besonderes Lob verdienen die mitgelieferten Kopfhörer. Sie sind sehr ordentlich verarbeitet, ergonomisch geformt und sitzen angenehm im Ohr. Zusätzlich legt Sony Ericsson noch zwei kleinere Aufsätze bei. So sollte das bei einem Multimedia-Handy auch sein.
Design und Verarbeitung
Beim Design des Xperia Play gibt es durchaus einiges zu erzählen. Das Konsolen-Handy fällt überraschend kompakt aus. Ich hatte es mir im Vorfeld deutlich größer vorgestellt. In der Hand liegt es sehr angenehm, auch wenn die Verarbeitung auf den ersten Blick etwas einfacher wirkt, weil fast überall Kunststoff verwendet wird. Trotzdem macht das Gerät insgesamt einen soliden Eindruck.

Bild: Xperia Play in Weiß Vorderseite
Interessant wird es vor allem an den Seiten und auf der Rückseite. Auf der rechten Seite befinden sich zusätzliche Tasten für die ausziehbare Spielesteuerung, die an den bekannten DualShock-Controller der ersten PlayStation erinnern. Dazwischen sitzt die Lautstärkewippe. Alle diese Tasten sind mit einem Chromrahmen eingefasst, was optisch wirklich gelungen aussieht.

Bild: Playstation Tasten des Xperia Play an der Seite
Auf der linken Seite findet man den 3,5-mm-Klinkenanschluss für Kopfhörer oder anderes Zubehör. Direkt darunter sitzt der Micro-USB-Anschluss für Ladekabel und Datenverbindung. Ein kleiner Kritikpunkt ist allerdings der Akkudeckel. Den muss man schon mit etwas Nachdruck entfernen, weil eine richtige Aussparung oder Hebelhilfe fehlt. Da der Deckel nicht übermäßig robust wirkt, sollte man damit vorsichtig umgehen.
Mit 119 x 62 x 16 mm ist das Xperia Play für ein Handy mit ausziehbarem Gamepad sehr kompakt. Das Gewicht von 175 Gramm ist zwar nicht gerade niedrig, aber angesichts der besonderen Bauform und Ausstattung noch völlig in Ordnung.
Display und virtuelle Tastatur
Das Sony Ericsson Xperia Play besitzt ein 4 Zoll großes kapazitives LCD-Display mit einer Auflösung von 480 x 854 Pixeln und 16,7 Millionen Farben. Multimediainhalte wie Videos oder Spiele kommen darauf sehr gut zur Geltung. Auch die Berührungsempfindlichkeit des Touchscreens ist erfreulich präzise. Touch-Gesten werden sauber erkannt, und insgesamt reagiert das Display angenehm direkt.

Bild: Xperia Play Tastatur (virtuell)
Unter dem Bildschirm sitzen die bekannten vier Android-Menütasten, die für meinen Geschmack allerdings etwas klein geraten sind.
Wie bei anderen Touchscreen-Handys kommt beim Schreiben eine virtuelle Tastatur zum Einsatz. Im Querformat steht eine deutlich angenehmere QWERTZ-Tastatur zur Verfügung, auf der sich Nachrichten und andere Texte gut tippen lassen.
Multimedia und PlayStation-Funktionen
Im Multimedia-Bereich bietet das Sony Ericsson Xperia Play wirklich eine Menge. Das spannendste Merkmal ist natürlich die integrierte PlayStation-Steuerung. Schiebt man das Gerät auf, erscheint direkt ein Auswahlmenü für speziell angepasste Xperia-Play-Spiele. Auf meinem Testgerät waren bereits Bruce Lee, FIFA 10, Star Battalion und Die Sims 3 vorinstalliert.
Bild: Spielemenü des Xperia Play
Das Spielen auf dem Xperia Play macht tatsächlich Spaß und ist mit Emulatoren oder normalen Tastatur-Handys nicht zu vergleichen. Das Gamepad ist sehr gut umgesetzt, die Tasten reagieren ordentlich, und in der Mitte befinden sich zwei berührungsempfindliche Touch-Flächen, mit denen sich Figuren ähnlich wie mit einem analogen Stick steuern lassen. Die klassischen Tasten wie Dreieck, Quadrat, Kreis und X sorgen zusätzlich für echtes PlayStation-Gefühl.

Bild: FIFA 10 auf dem Xperia Play
Wer eher auf Retro steht, kann den vorinstallierten PlayStation-Pocket-Emulator starten und Klassiker wie Crash Bandicoot spielen. Genau das macht den Reiz des Xperia Play aus und hebt es deutlich von anderen Smartphones ab.

Bild: Playstation Pocket Emulator auf dem Sony Ericsson Xperia Play

Bild: Crash Bandicoot Jump and Run auf dem Xperia Play Emulator
Musik, Kamera und YouTube
Natürlich kann das Xperia Play nicht nur spielen. Der integrierte Musikplayer ist sehr gelungen und erinnert an die starken Multimedia-Zeiten der alten Sony-Ericsson-Walkman-Geräte. Der Klang ist sowohl über Kopfhörer als auch über den Lautsprecher sauber und kräftig. Außerdem kann man verschiedene Klangprofile wie Rock, Klassik oder andere Presets auswählen.

Bild: MP3 Player des Xperia Play
Praktisch ist auch, dass TrackID bereits vorinstalliert ist. Damit lassen sich Songs ähnlich wie bei Shazam oder SoundHound erkennen.
Zur integrierten 5,1-Megapixel-Kamera gibt es nicht ganz so viel Spektakuläres zu sagen. Sie erfüllt ihren Zweck, bietet Bildstabilisator, Geotagging und LED-Blitzlicht. Die Videoauflösung liegt bei 720 x 480 Pixeln. Auf der Vorderseite befindet sich zusätzlich eine zweite Kamera für Videotelefonie und Selbstporträts.
Ein vorinstallierter YouTube-Client gehört bei Android ohnehin dazu und ergänzt das Multimedia-Angebot passend.

Bild: Xperia Play Rückseite mit 5,1 MP Kamera
Android, Timescape, Social Networks und Navigation
Im Sony Ericsson Xperia Play läuft Android 2.3.3 Gingerbread, also zur damaligen Zeit die aktuelle Android-Version. Android muss man kaum noch groß erklären, denn das System war bereits damals stark verbreitet, benutzerfreundlich und durch sehr viele Apps erweiterbar.
Etwas Besonderes beim Xperia Play ist Timescape. Dabei handelt es sich um eine Sony-Ericsson-Oberfläche, die Inhalte aus Facebook, Twitter, SMS und anderen Quellen an einem Ort bündelt. Wer sich zum ersten Mal ein moderneres Sony-Ericsson-Smartphone zulegt, wird das durchaus praktisch finden. Timescape lässt sich auch als Widget auf einen der fünf Homescreens legen.

Bild: Android Menü des Sony Ericsson Xperia Play
Für soziale Netzwerke bringt das Xperia Play bereits einige passende Apps mit, darunter Facebook, Foursquare und Google Talk. Natürlich kann man zusätzlich weitere Apps aus dem Android Market laden.
Auch GPS-Navigation ist integriert. Navigieren kann man zum Beispiel mit Google Maps oder, bei Telekom-Geräten, mit der vorinstallierten Version von Navigon Select. Der GPS-Empfänger muss dazu natürlich in den Einstellungen aktiviert werden, was sich dann entsprechend auch auf den Akkuverbrauch auswirkt.

Bild: Xperia Play Homescreen und TimeScape Widget
Speicher, Internet und E-Mail
Der interne Speicher des Sony Ericsson Xperia Play fällt mit rund 400 MB eher knapp aus. Zum Glück liegt bereits eine 8-GB-Speicherkarte bei, und das Gerät unterstützt Karten bis 32 GB. Damit ist das Speicherproblem im Alltag deutlich entschärft.
Auch beim Surfen im Internet schlägt sich das Xperia Play ordentlich. Dank Android-Browser und HSDPA mit bis zu 7,2 MBit/s werden Webseiten recht zügig geladen. Auf dem 4-Zoll-Display lassen sich Seiten gut darstellen, und per Pinch-to-Zoom kann man Inhalte schnell vergrößern oder verkleinern. Gute Seiten lassen sich natürlich als Lesezeichen abspeichern.
Die E-Mail-Einrichtung funktioniert wie bei Android gewohnt sehr einfach. Konten von Web.de, GMX und anderen Anbietern lassen sich schnell einrichten und synchronisieren. Auch andere Postfächer können über POP3 oder IMAP eingebunden werden.
Gesprächsqualität, Akku und SAR-Wert
Die Gesprächsqualität des Sony Ericsson Xperia Play ist überzeugend. Gesprächspartner sind klar und verständlich zu hören, störende Nebengeräusche gab es im Test nicht. Auch die Empfangsleistung hat einen guten Eindruck hinterlassen.
Der integrierte 1500-mAh-Akku ist ordentlich dimensioniert und hält im normalen Alltag angenehm lange durch. Unter Spielelast merkt man natürlich schnell, dass der Akku deutlich stärker beansprucht wird. Die offizielle Standby-Zeit liegt bei rund 420 Stunden, die Gesprächszeit bei etwa 500 Minuten.
Der SAR-Wert fällt mit 0,36 W/kg erfreulich niedrig aus und ist für ein Smartphone dieser Klasse sehr ordentlich.

Bild: Telefonoberfläche des Xperia Play
Positiv
Negativ
Fazit zum Sony Ericsson Xperia Play
Na endlich: Die Handy-Hersteller kommen mit Geräten wie dem Xperia Play der oft zitierten eierlegenden Wollmilchsau schon ziemlich nahe. Das Sony Ericsson Xperia Play bietet eine ausziehbare PlayStation-Steuerung, einen guten Musikplayer, Android als flexibles Betriebssystem und dazu noch eine insgesamt starke Multimedia-Ausstattung. So etwas findet man in dieser Kombination nur sehr selten.
Der größte Schwachpunkt bleibt im Grunde nur das noch recht überschaubare Angebot an speziell angepassten Xperia-Play-Spielen. Dieses dürfte mit der Zeit zwar wachsen, zum Testzeitpunkt war es aber noch ausbaufähig. Davon abgesehen ist das Xperia Play eines der interessantesten Multimedia-Smartphones seiner Zeit und nicht nur für Gamer eine echte Empfehlung.
Bewertung: 9,2 von 10 Punkten (92 %)
Endlich liegt uns das Sony Ericsson Xperia Play zum Test vor. An dieser Stelle schon einmal vielen Dank an die Deutsche Telekom, die uns freundlicherweise ein Xperia Play zur Verfügung gestellt hat. Mit diesem Gerät ist Sony Ericsson tatsächlich etwas Besonderes gelungen: ein Smartphone, das gleichzeitig eine ausziehbare PlayStation-Steuerung bietet und serienmäßig sogar einen PSX-Emulator mitbringt. So kann man unterwegs direkt Klassiker wie Crash Bandicoot spielen, das bereits vorinstalliert ist. Doch nicht nur für Spieler ist das Xperia Play interessant, auch im Multimedia-Bereich hat das Gerät einiges zu bieten.

Bild: PlayStation Handy Sony Ericsson Xperia Play im Test
Lieferumfang des Sony Ericsson Xperia Play
Das Sony Ericsson Xperia Play wird in einem mittelgroßen Karton in Grün und Weiß geliefert. Zum Lieferumfang gehören ein Universal-Ladekabel mit integriertem USB-Datenkabel und Adapter, zusätzlich noch ein separates USB-Kabel, eine 8-GB-Speicherkarte, qualitativ gute Kopfhörer, die sich natürlich auch als Headset nutzen lassen, sowie verschiedene Kurzanleitungen und Hinweise.

Bild: Xperia Play Lieferumfang

Bild: Sony Ericsson Xperia Play und Verpackung
Ein besonderes Lob verdienen die mitgelieferten Kopfhörer. Sie sind sehr ordentlich verarbeitet, ergonomisch geformt und sitzen angenehm im Ohr. Zusätzlich legt Sony Ericsson noch zwei kleinere Aufsätze bei. So sollte das bei einem Multimedia-Handy auch sein.
Design und Verarbeitung
Beim Design des Xperia Play gibt es durchaus einiges zu erzählen. Das Konsolen-Handy fällt überraschend kompakt aus. Ich hatte es mir im Vorfeld deutlich größer vorgestellt. In der Hand liegt es sehr angenehm, auch wenn die Verarbeitung auf den ersten Blick etwas einfacher wirkt, weil fast überall Kunststoff verwendet wird. Trotzdem macht das Gerät insgesamt einen soliden Eindruck.

Bild: Xperia Play in Weiß Vorderseite
Interessant wird es vor allem an den Seiten und auf der Rückseite. Auf der rechten Seite befinden sich zusätzliche Tasten für die ausziehbare Spielesteuerung, die an den bekannten DualShock-Controller der ersten PlayStation erinnern. Dazwischen sitzt die Lautstärkewippe. Alle diese Tasten sind mit einem Chromrahmen eingefasst, was optisch wirklich gelungen aussieht.

Bild: Playstation Tasten des Xperia Play an der Seite
Auf der linken Seite findet man den 3,5-mm-Klinkenanschluss für Kopfhörer oder anderes Zubehör. Direkt darunter sitzt der Micro-USB-Anschluss für Ladekabel und Datenverbindung. Ein kleiner Kritikpunkt ist allerdings der Akkudeckel. Den muss man schon mit etwas Nachdruck entfernen, weil eine richtige Aussparung oder Hebelhilfe fehlt. Da der Deckel nicht übermäßig robust wirkt, sollte man damit vorsichtig umgehen.
Mit 119 x 62 x 16 mm ist das Xperia Play für ein Handy mit ausziehbarem Gamepad sehr kompakt. Das Gewicht von 175 Gramm ist zwar nicht gerade niedrig, aber angesichts der besonderen Bauform und Ausstattung noch völlig in Ordnung.
Display und virtuelle Tastatur
Das Sony Ericsson Xperia Play besitzt ein 4 Zoll großes kapazitives LCD-Display mit einer Auflösung von 480 x 854 Pixeln und 16,7 Millionen Farben. Multimediainhalte wie Videos oder Spiele kommen darauf sehr gut zur Geltung. Auch die Berührungsempfindlichkeit des Touchscreens ist erfreulich präzise. Touch-Gesten werden sauber erkannt, und insgesamt reagiert das Display angenehm direkt.

Bild: Xperia Play Tastatur (virtuell)
Unter dem Bildschirm sitzen die bekannten vier Android-Menütasten, die für meinen Geschmack allerdings etwas klein geraten sind.
Wie bei anderen Touchscreen-Handys kommt beim Schreiben eine virtuelle Tastatur zum Einsatz. Im Querformat steht eine deutlich angenehmere QWERTZ-Tastatur zur Verfügung, auf der sich Nachrichten und andere Texte gut tippen lassen.
Multimedia und PlayStation-Funktionen
Im Multimedia-Bereich bietet das Sony Ericsson Xperia Play wirklich eine Menge. Das spannendste Merkmal ist natürlich die integrierte PlayStation-Steuerung. Schiebt man das Gerät auf, erscheint direkt ein Auswahlmenü für speziell angepasste Xperia-Play-Spiele. Auf meinem Testgerät waren bereits Bruce Lee, FIFA 10, Star Battalion und Die Sims 3 vorinstalliert.
Bild: Spielemenü des Xperia Play
Das Spielen auf dem Xperia Play macht tatsächlich Spaß und ist mit Emulatoren oder normalen Tastatur-Handys nicht zu vergleichen. Das Gamepad ist sehr gut umgesetzt, die Tasten reagieren ordentlich, und in der Mitte befinden sich zwei berührungsempfindliche Touch-Flächen, mit denen sich Figuren ähnlich wie mit einem analogen Stick steuern lassen. Die klassischen Tasten wie Dreieck, Quadrat, Kreis und X sorgen zusätzlich für echtes PlayStation-Gefühl.

Bild: FIFA 10 auf dem Xperia Play
Wer eher auf Retro steht, kann den vorinstallierten PlayStation-Pocket-Emulator starten und Klassiker wie Crash Bandicoot spielen. Genau das macht den Reiz des Xperia Play aus und hebt es deutlich von anderen Smartphones ab.

Bild: Playstation Pocket Emulator auf dem Sony Ericsson Xperia Play

Bild: Crash Bandicoot Jump and Run auf dem Xperia Play Emulator
Musik, Kamera und YouTube
Natürlich kann das Xperia Play nicht nur spielen. Der integrierte Musikplayer ist sehr gelungen und erinnert an die starken Multimedia-Zeiten der alten Sony-Ericsson-Walkman-Geräte. Der Klang ist sowohl über Kopfhörer als auch über den Lautsprecher sauber und kräftig. Außerdem kann man verschiedene Klangprofile wie Rock, Klassik oder andere Presets auswählen.

Bild: MP3 Player des Xperia Play
Praktisch ist auch, dass TrackID bereits vorinstalliert ist. Damit lassen sich Songs ähnlich wie bei Shazam oder SoundHound erkennen.
Zur integrierten 5,1-Megapixel-Kamera gibt es nicht ganz so viel Spektakuläres zu sagen. Sie erfüllt ihren Zweck, bietet Bildstabilisator, Geotagging und LED-Blitzlicht. Die Videoauflösung liegt bei 720 x 480 Pixeln. Auf der Vorderseite befindet sich zusätzlich eine zweite Kamera für Videotelefonie und Selbstporträts.
Ein vorinstallierter YouTube-Client gehört bei Android ohnehin dazu und ergänzt das Multimedia-Angebot passend.

Bild: Xperia Play Rückseite mit 5,1 MP Kamera
Android, Timescape, Social Networks und Navigation
Im Sony Ericsson Xperia Play läuft Android 2.3.3 Gingerbread, also zur damaligen Zeit die aktuelle Android-Version. Android muss man kaum noch groß erklären, denn das System war bereits damals stark verbreitet, benutzerfreundlich und durch sehr viele Apps erweiterbar.
Etwas Besonderes beim Xperia Play ist Timescape. Dabei handelt es sich um eine Sony-Ericsson-Oberfläche, die Inhalte aus Facebook, Twitter, SMS und anderen Quellen an einem Ort bündelt. Wer sich zum ersten Mal ein moderneres Sony-Ericsson-Smartphone zulegt, wird das durchaus praktisch finden. Timescape lässt sich auch als Widget auf einen der fünf Homescreens legen.

Bild: Android Menü des Sony Ericsson Xperia Play
Für soziale Netzwerke bringt das Xperia Play bereits einige passende Apps mit, darunter Facebook, Foursquare und Google Talk. Natürlich kann man zusätzlich weitere Apps aus dem Android Market laden.
Auch GPS-Navigation ist integriert. Navigieren kann man zum Beispiel mit Google Maps oder, bei Telekom-Geräten, mit der vorinstallierten Version von Navigon Select. Der GPS-Empfänger muss dazu natürlich in den Einstellungen aktiviert werden, was sich dann entsprechend auch auf den Akkuverbrauch auswirkt.

Bild: Xperia Play Homescreen und TimeScape Widget
Speicher, Internet und E-Mail
Der interne Speicher des Sony Ericsson Xperia Play fällt mit rund 400 MB eher knapp aus. Zum Glück liegt bereits eine 8-GB-Speicherkarte bei, und das Gerät unterstützt Karten bis 32 GB. Damit ist das Speicherproblem im Alltag deutlich entschärft.
Auch beim Surfen im Internet schlägt sich das Xperia Play ordentlich. Dank Android-Browser und HSDPA mit bis zu 7,2 MBit/s werden Webseiten recht zügig geladen. Auf dem 4-Zoll-Display lassen sich Seiten gut darstellen, und per Pinch-to-Zoom kann man Inhalte schnell vergrößern oder verkleinern. Gute Seiten lassen sich natürlich als Lesezeichen abspeichern.
Die E-Mail-Einrichtung funktioniert wie bei Android gewohnt sehr einfach. Konten von Web.de, GMX und anderen Anbietern lassen sich schnell einrichten und synchronisieren. Auch andere Postfächer können über POP3 oder IMAP eingebunden werden.
Gesprächsqualität, Akku und SAR-Wert
Die Gesprächsqualität des Sony Ericsson Xperia Play ist überzeugend. Gesprächspartner sind klar und verständlich zu hören, störende Nebengeräusche gab es im Test nicht. Auch die Empfangsleistung hat einen guten Eindruck hinterlassen.
Der integrierte 1500-mAh-Akku ist ordentlich dimensioniert und hält im normalen Alltag angenehm lange durch. Unter Spielelast merkt man natürlich schnell, dass der Akku deutlich stärker beansprucht wird. Die offizielle Standby-Zeit liegt bei rund 420 Stunden, die Gesprächszeit bei etwa 500 Minuten.
Der SAR-Wert fällt mit 0,36 W/kg erfreulich niedrig aus und ist für ein Smartphone dieser Klasse sehr ordentlich.

Bild: Telefonoberfläche des Xperia Play
Positiv
- starke Multimedia-Eigenschaften
- Android 2.3 mit großer App-Auswahl
- ausdauernder Akku
- gute Sprachqualität und ordentliche Empfangsleistung
- schneller 1-GHz-Prozessor
- hervorragendes Gamepad mit PlayStation-Funktionen
Negativ
- noch relativ wenig speziell angepasste Xperia-Play-Spiele
- kleinere Schwächen bei der Verarbeitung
Fazit zum Sony Ericsson Xperia Play
Na endlich: Die Handy-Hersteller kommen mit Geräten wie dem Xperia Play der oft zitierten eierlegenden Wollmilchsau schon ziemlich nahe. Das Sony Ericsson Xperia Play bietet eine ausziehbare PlayStation-Steuerung, einen guten Musikplayer, Android als flexibles Betriebssystem und dazu noch eine insgesamt starke Multimedia-Ausstattung. So etwas findet man in dieser Kombination nur sehr selten.
Der größte Schwachpunkt bleibt im Grunde nur das noch recht überschaubare Angebot an speziell angepassten Xperia-Play-Spielen. Dieses dürfte mit der Zeit zwar wachsen, zum Testzeitpunkt war es aber noch ausbaufähig. Davon abgesehen ist das Xperia Play eines der interessantesten Multimedia-Smartphones seiner Zeit und nicht nur für Gamer eine echte Empfehlung.
Bewertung: 9,2 von 10 Punkten (92 %)