Samsung GT-S5230 Star Testbericht: Günstiges Touchscreen-Handy unter 100 Euro

Heute wird das Samsung GT-S5230 Star einem Test unterzogen. Wir hoffen, dass dieser Handy-Testbericht einigen bei der Kaufentscheidung weiterhilft.

Aktuell ist das Samsung GT-S5230 bereits für rund 80 bis 90 Euro erhältlich. Das ist ein echter Kampfpreis für ein Touchscreen-Handy. Zwar setzt Samsung bei der Verarbeitung überwiegend auf Kunststoff, dennoch lässt die Qualität kaum Wünsche offen, wie man es vom Hersteller gewohnt ist. Dazu kommen eine integrierte 3,2-Megapixel-Kamera und die benutzerfreundliche TouchWiz-Oberfläche mit zahlreichen nützlichen Widgets, die wir bereits vom SGH-F480i kennen.

Wer ein günstiges Touchscreen-Handy unter 100 Euro sucht, kommt am Samsung GT-S5230 nur schwer vorbei. Was das Gerät sonst noch bietet, schauen wir uns nun genauer an.

Lieferumfang des Samsung GT-S5230

Das Samsung S5230 wird in einer schmalen, kleinen, dunkelblauen Verpackung geliefert, die oben mit einem Siegel verschlossen ist. Der Lieferumfang fällt insgesamt eher schlicht aus, was bei diesem Preis aber absolut in Ordnung geht.

Enthalten sind ein Ladekabel, eine CD, die Gebrauchsanweisung, ein USB-Datenkabel und Kopfhörer beziehungsweise ein Headset. Letztere sind allerdings nur mäßig verarbeitet und saßen im Test nicht besonders gut. Da auch keine weiteren Aufsätze beiliegen, empfiehlt es sich, bei Bedarf gleich bessere Kopfhörer aus dem Zubehörhandel zu kaufen. Wer nur gelegentlich telefoniert oder ab und zu ein paar MP3-Dateien hört, wird mit den beiliegenden Hörern aber noch zurechtkommen.

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Bild: Samsung S5230 Lieferumfang

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Bild: Samsung GT-S5230 und Verpackung

Design und Verarbeitung

Wie bereits erwähnt, kommen beim Samsung GT-S5230 fast ausschließlich Kunststoffmaterialien zum Einsatz. Trotzdem ist das Handy sehr ordentlich verarbeitet und wirkt nicht billig. Dreht man das Gerät in der Hand, fallen weder offene Spaltmaße noch andere grobe Verarbeitungsmängel auf.

Unter dem 3 Zoll großen Touchscreen-Display sitzen nur drei Tasten. Der äußere Rahmen des Handys ist in Chromoptik gehalten, und auch der Lautsprecher sowie die Zurücktaste greifen dieses Design auf. Das sorgt insgesamt für einen etwas hochwertigeren Eindruck.

Mit seinen Maßen von 104 x 53 x 11,9 mm ist das Samsung GT-S5230 angenehm kompakt. Durch die Kunststoffbauweise bringt es nur 92 Gramm auf die Waage. Das Tragen in der Hosentasche ist damit absolut unproblematisch.

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Bild: Samsung GT-S5230 Star

Display und virtuelle Tastatur

Das Samsung GT-S5230 besitzt ein 3 Zoll großes TFT-Farbdisplay mit einer Auflösung von 240 x 400 Pixeln. Das Touchscreen-Display bietet zwar nur 262.144 Farben, dennoch sehen Bilder, Videos und Menüs darauf überraschend ordentlich aus.

Zur individuellen Anpassung des Displays gibt es verschiedene Möglichkeiten. So kann man zwischen drei Schriftarten wählen und mehrere vorinstallierte Themes nutzen. Auch eine Display-Timeout-Funktion ist vorhanden, um Strom zu sparen. Es bietet sich an, diese auf einen niedrigen Wert wie etwa 8 Sekunden zu stellen.

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Bild: S5230 virtuelle Tastatur im Hochformat

Beim Schreiben von SMS lässt sich das S5230 auch quer halten. Dann erscheint automatisch durch den integrierten Lagesensor ein größeres Tastenfeld, auf dem sich deutlich angenehmer tippen lässt. Für ein reines Touchscreen-Handy ohne physische Tastatur geht das Schreiben insgesamt überraschend leicht von der Hand. Durch das integrierte T9-Wörterbuch werden passende Wörter außerdem automatisch vorgeschlagen.

Zusätzlich gibt es noch eine Handschrift-Eingabe. Wer also mit dem Finger einen Buchstaben auf dem Display nachzeichnet, kann diesen direkt in die Nachricht übernehmen. Das erinnert ein wenig an ältere Palm-Geräte und ist zumindest eine nette Zusatzfunktion.

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Bild: Virtuelle Tastatur des S5230 im Querformat

Ein kleiner Kritikpunkt bleibt allerdings die Reaktionsgeschwindigkeit des Touchscreens. Es kommt durchaus häufiger vor, dass man ein Symbol oder Menüfeld zwei- oder dreimal antippen muss, bis es sich öffnet. Das war beim SGH-F480i meiner Meinung nach etwas besser gelöst.

Multimedia-Funktionen des Samsung S5230

Auch im Multimedia-Bereich lässt das Samsung GT-S5230 für diese Preisklasse erstaunlich wenig vermissen. Der MP3-Player liefert einen guten Klang, und Musik kann auch ohne Kopfhörer über den eingebauten Lautsprecher gehört werden.

Praktisch ist, dass nach dem Start eines Songs automatisch ein Widget auf dem Homescreen erscheint. Verlässt man also den MP3-Player, kann man dort bequem pausieren oder zwischen Titeln wechseln, ohne sich erneut durch Menüs klicken zu müssen.

Gut gefallen hat mir auch, dass Samsung auf dem GT-S5230 bereits eine Musikerkennungs-Software vorinstalliert hat. Hört man unterwegs einen Titel, kann man das Programm starten und sich Liedname und Interpret anzeigen lassen. Das funktioniert ähnlich wie bei Shazam, benötigt aber eine aktive Internetverbindung.

Zusätzlich ist ein UKW-Radio integriert.

Für zwischendurch bietet das Samsung GT-S5230 auch mehrere vorinstallierte Spiele. Dabei handelt es sich allerdings oft nur um Testversionen, bei denen meist nur ein Level spielbar ist. Zu den Spielen gehören unter anderem Asphalt 4, Bubble Popper, BrickBreaker, BrainChallenge 2, Monopoly World, Pac-Man CE oder Tetris. Weitere Spiele lassen sich über das Internet herunterladen oder kaufen.

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Bild: S5230 Rückseite mit Kamera

Kamera des Samsung GT-S5230

Die integrierte Kamera des GT-S5230 bietet 3,2 Megapixel mit einer Auflösung von 2048 x 1536 Pixeln. Dass Samsung an dieser Stelle etwas gespart hat, merkt man unter anderem daran, dass weder Autofokus noch optischer Zoom vorhanden sind.

Die Bildqualität bewegt sich insgesamt im Mittelfeld, reicht für einfache Schnappschüsse aber aus. Eine Videokamera ist ebenfalls an Bord und genügt für gelegentliche kurze Clips.

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Bild: Homescreen des S5230 mit eingeklappter Widget-Leiste

TouchWiz, Social Networks und Speicher

Im Samsung GT-S5230 kommt Samsungs eigene TouchWiz-Oberfläche zum Einsatz, die bereits beim SGH-F480i beliebt war. Die Bedienung ist einfach gehalten und arbeitet mit Widgets, die sich von einer Leiste am linken Rand auf den Homescreen ziehen und bei Bedarf wieder zurückschieben lassen.

Es stehen drei verschiedene Homescreens zur Verfügung, zwischen denen man einfach hin- und herwechseln kann. So lässt sich zum Beispiel ein Startbildschirm für private Dinge und ein anderer für Arbeit oder Unterhaltung einrichten. Unten im Display zeigen drei kleine Punkte an, auf welchem Homescreen man sich gerade befindet.

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Bild: Hauptmenü des S5230 und integrierter Multimedia Sektion oben Rechts

Auch die Menüstruktur ist sauber und benutzerfreundlich aufgebaut. Über den Menü-Button unten rechts gelangt man in das Hauptmenü des Geräts. Darüber hinaus gibt es im oberen Bereich einen direkten Zugriff auf Multimedia- und Kommunikationsfunktionen wie MP3-Player, Spiele, Radio, Kalender, YouTube, Facebook oder Google.

Bei den Social-Network-Diensten handelt es sich allerdings nur um Verlinkungen zu den mobilen Webseiten von Diensten wie Facebook, MySpace, YouTube, Flickr oder Friendster. Spezielle Apps oder eigenständige Clients gibt es also nicht. Da das Samsung GT-S5230 kein WLAN besitzt, erfolgt der Zugriff immer über die mobile Datenverbindung des Providers. Gerade bei jüngeren Nutzern sollte man das im Blick behalten, weil dadurch schnell zusätzliche Kosten entstehen können. Im Zweifel empfiehlt es sich, den mobilen Internetzugang zu sperren, wenn kein Datentarif vorhanden ist.

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Bild: Social Network Dienste des S5230

GPS ist im Samsung GT-S5230 nicht verbaut. Immerhin ist unter „Spiele und mehr“ Google Maps zu finden, mit dem sich Routen über die mobile Internetverbindung anzeigen lassen.

Der interne Speicher des GT-S5230 beträgt nur 50 MB. Das ist sehr knapp. Immerhin kann man das Handy mit microSD-Karten bis 8 GB erweitern. Eine Speicherkarte liegt allerdings leider nicht bei. Wir würden deshalb empfehlen, gleich eine passende Karte mitzubestellen, denn mit 50 MB kommt man im Alltag nicht weit.

Internet, E-Mail und Online-Nutzung

Vielsurfer werden mit dem GT-S5230 nicht besonders glücklich werden. Da kein WLAN vorhanden ist, bleibt nur die mobile Datenverbindung über den jeweiligen Provider. Zusätzlich gestaltet sich das Surfen auf dem kleinen 3-Zoll-Display mit resistivem Touchscreen teilweise etwas mühsam. Ein kleiner Pluspunkt ist immerhin, dass sich Webseiten auf Knopfdruck auch im Querformat anzeigen lassen.

Auch E-Mails lassen sich mit dem Samsung GT-S5230 abrufen. Unterstützt werden POP3, IMAP4 und SMTP. Voraussetzung ist aber natürlich auch hier eine aktive Internetverbindung über den Mobilfunkanbieter.

Gesprächsqualität, Akku und SAR-Wert

Die Gesprächsqualität des Samsung GT-S5230 kann durchaus überzeugen. Den Gesprächspartner hört man klar und verständlich, störende Rauschgeräusche treten nicht auf. Die Empfangsleistung liegt insgesamt im Mittelfeld.

Der Li-Ionen-Akku mit 1000 mAh ist für die Ausstattung des Geräts ausreichend. Samsung gibt die maximale Bereitschaftszeit mit 700 Stunden und die Gesprächszeit mit 600 Minuten an. In der Praxis hält das Samsung GT-S5230 bei mittlerer Nutzung ungefähr eine Woche durch, bevor es wieder geladen werden muss.

Der SAR-Wert liegt bei 0,53 W/kg und ist damit erfreulich niedrig.

Positiv

  • schönes Design
  • sehr gute Verarbeitung für diesen Preis
  • anpassungsfähige TouchWiz-Oberfläche mit vielen Widgets
  • absoluter Schnäppchenpreis
  • sehr guter Akku mit langer Laufzeit
  • gute Sprachqualität

Negativ

  • eher schwache Berührungsempfindlichkeit des Touchscreens
  • mäßige Kamera
  • keine Speicherkarte im Lieferumfang bei nur 50 MB internem Speicher
  • Rückseite verkratzt relativ schnell

Fazit zum Samsung GT-S5230

Das Samsung GT-S5230 ist vor allem für Nutzer interessant, die den Schwerpunkt auf Telefonieren und SMS schreiben legen. Für häufiges Surfen im Internet ist das Gerät dagegen eher weniger geeignet. Trotzdem kann man das Samsung GT-S5230 insgesamt klar zum Kauf empfehlen, allein schon wegen des aktuell sehr niedrigen Preises von rund 80 bis 90 Euro. Für dieses Geld bekommt man ein ordentlich verarbeitetes Touchscreen-Handy mit einfacher Bedienung, solidem Akku und brauchbarer Grundausstattung.

Unterm Strich gilt deshalb: Eines der besten Touchscreen-Handys unter 100 Euro.

Bewertung: 7,3 von 10 Punkten
 

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