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Sweet Devil
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Nachdem ich das LG P760 Optimus L9, das mit Android 4.0.4 Ice Cream Sandwich ausgestattet ist, ausführlich getestet habe, möchte ich euch hier meine persönlichen Eindrücke schildern.
Vorweg noch ein kurzer Hinweis: Beim LG Optimus L9 handelt es sich um das vierte und damals aktuellste Modell der beliebten L-Style-Serie von LG Electronics. Den Anfang machte Anfang 2012 das LG Optimus L3. Das L9 sollte innerhalb dieser Reihe vor allem mit größerem Display, besserer Ausstattung und solider Mittelklasse-Technik überzeugen.

Bild: © by All4Phones.de
Lieferumfang des LG Optimus L9
Das LG Optimus L9 wird je nach Gerätefarbe in einem optisch ansprechenden hellen oder dunklen Karton geliefert.
Im Lieferumfang befinden sich neben dem Smartphone selbst ein Ladekabel mit abnehmbarem Travel-Adapter, das sich gleichzeitig auch als USB-Datenkabel für die Verbindung mit PC oder Laptop nutzen lässt. Außerdem liegen ein farblich passender Kopfhörer, der natürlich auch als Headset verwendet werden kann, ein 2150-mAh-Akku sowie eine ausführliche Bedienungsanleitung bei.
Etwas schade ist allerdings, dass beim LG Optimus L9 kein LG Tag+ mitgeliefert wird. Gerade weil dieses Zubehör bei früheren L-Style-Modellen noch dabei war, ist das ein kleiner Rückschritt. Wer die NFC-Funktion mit passenden Profilen nutzen möchte, muss sich die benötigten NFC-Tags also nachträglich selbst besorgen.

Bild: LG Optimus L9 Lieferumfang
Design und Verarbeitung
Besonders gut gefallen hat mir beim LG Optimus L9 das Design. Der metallverzierte Kunststoffrahmen an der Vorderseite verleiht dem Gerät einen durchaus edlen Look. Auch die allgemeine Verarbeitung ist für diese Preisklasse wirklich ordentlich gelungen. Spaltmaße oder unsaubere Übergänge, in denen sich Staub und Schmutz sammeln könnten, sind mir im Test nicht negativ aufgefallen.

Bild: LG Optimus L9 & Samsung Galaxy S3
Mit seinen Maßen von 131,9 x 68,2 x 9,1 mm ist das LG Optimus L9 allerdings kein kleines Smartphone mehr. Von der Größe her bewegt es sich schon recht nah an Geräten wie dem Samsung Galaxy S3. Wer also lieber ein kompakteres Modell sucht, sollte sich eventuell eher die kleineren Vorgänger aus der L-Style-Serie ansehen.

Bild: LG Optimus L9 Rückseite
Die Akkuabdeckung besteht wie bei den anderen L-Style-Modellen aus geriffeltem Kunststoff. Das sorgt dafür, dass das Gerät sicher und rutschfest in der Hand liegt. Trotz Kunststoffgehäuse gehört das LG Optimus L9 für mich damit ganz klar nicht zu den billig wirkenden Mittelklasse-Smartphones.
Display und Bedienung
Das 4,7 Zoll große TFT-Display löst mit 960 x 540 Pixeln auf und nutzt die IPS-Technik, was sich positiv auf Blickwinkel und Darstellung auswirkt. Das Display macht insgesamt einen guten Eindruck. Inhalte werden scharf dargestellt, und auch bei stärkerem Tageslicht bleibt vieles noch gut lesbar.
Der Touchscreen lässt sich angenehm bedienen und reagiert sauber auf Eingaben. Größere Verzögerungen, Hänger oder nervige Ruckler sind mir im Alltag nicht besonders negativ aufgefallen. Vor allem muss man keinen Druck auf das Display ausüben, um durch Menüs oder Homescreens zu wechseln.

Bild: Tastenbelegung (Zur verbesserten Ansicht diente das Optimus L7)
Etwas gewöhnungsbedürftig ist allerdings die Tastenbelegung unterhalb des Displays. Wie schon bei den kleineren L-Style-Modellen sind die Tasten im Vergleich zu vielen anderen Android-Geräten etwas anders angeordnet. Die Menü-Taste sitzt links, die Zurück-Taste rechts. Wer andere Android-Smartphones gewohnt ist, greift anfangs schnell mal daneben.
Hardware und Internetnutzung
Für ein Mittelklasse-Smartphone ist das LG Optimus L9 technisch durchaus ordentlich aufgestellt. Im Inneren arbeitet ein 1-GHz-Dual-Core-Prozessor von Texas Instruments, dazu kommt 1 GB RAM. Damit lässt sich im Alltag angenehm arbeiten. Auch Apps laufen insgesamt ordentlich, und selbst Anwendungen mit etwas höherem Anspruch werden sauber ausgeführt.
Positiv ist außerdem, dass sich das Gerät beim Surfen im Internet recht ordentlich schlägt. Webseiten werden ordentlich geladen, und auch die allgemeine Bedienung beim Browsing wirkt für diese Geräteklasse stimmig.
Ein klarer Schwachpunkt ist dagegen der interne Speicher. Von den insgesamt 4 GB stehen dem Nutzer nur rund 2,3 GB für Apps, Dateien und andere Inhalte zur Verfügung. Das ist schlicht zu wenig. Eine microSD-Karte ist hier im Alltag eigentlich Pflicht.
Bei der drahtlosen Kommunikation bietet das LG Optimus L9 WLAN, HSDPA, Bluetooth 3.0 und NFC. Damit ist es in dieser Hinsicht ordentlich ausgestattet.
NFC und Tag+
Eines der interessanteren Extras des LG Optimus L9 ist die integrierte NFC-Funktion. Die hauchdünne Antenne sitzt in der Akkuabdeckung, weshalb man beim Abnehmen des Deckels etwas vorsichtig sein sollte.
Zusammen mit der vorinstallierten Tag+ App und einem passenden NFC-Tag lassen sich verschiedene Profile anlegen, etwa für Auto, Büro oder andere Nutzungssituationen. So können automatisch bestimmte Einstellungen aktiviert werden, ohne dass man sie jedes Mal von Hand anpassen muss.
Grundsätzlich ist das eine wirklich praktische Funktion. Umso ärgerlicher ist es, dass LG diesmal keinen NFC-Tag direkt mitliefert. Ob das generell so war oder nur in meinem Fall fehlte, kann ich allerdings nicht mit letzter Sicherheit sagen.

Bild: LG Optimus L9 NFC - Antenne
Kamera des LG Optimus L9
Die Kamera des LG Optimus L9 bietet 5 Megapixel, Autofokus und LED-Blitz. Trotzdem merkt man auch hier, dass wir uns im Bereich der Mittelklasse bewegen.
Für schnelle Schnappschüsse reicht die Kamera grundsätzlich aus. Wirklich überzeugende Bilder gelingen aber eher selten. Häufig wirken die Aufnahmen zu dunkel oder leicht unscharf. Nur bei wirklich guten Lichtverhältnissen lassen sich brauchbare Ergebnisse erzielen.
Die Kamera gehört damit ganz klar nicht zu den großen Stärken des Geräts.
Akkulaufzeit
Ein klarer Pluspunkt des LG Optimus L9 ist der Akku. Mit 2150 mAh ist er für diese Klasse ordentlich dimensioniert. Bei durchschnittlicher Nutzung kommt man gut auf bis zu zwei Tage Laufzeit. Selbst bei intensiver Nutzung waren im Test noch rund 6,5 Stunden möglich.
Gerade im Vergleich zu vielen anderen Android-Smartphones ist das ein wirklich ordentliches Ergebnis. Hier kann das Optimus L9 klar punkten.
Fazit zum LG Optimus L9
Alles in allem ist das LG P760 Optimus L9 ein gelungenes und empfehlenswertes Mittelklasse-Smartphone. Es bietet ein großes Display, eine ordentliche Verarbeitung, gute Bedienbarkeit und einen starken Akku. Gerade für Nutzer, die ein größeres Android-Smartphone suchen, ohne direkt in die Oberklasse greifen zu wollen, ist das Gerät durchaus interessant.
Abstriche muss man allerdings bei der Kamera und beim knappen internen Speicher machen. Wer damit leben kann oder ohnehin eine microSD-Karte einsetzt, bekommt hier ein insgesamt stimmiges Paket.
Für einen damaligen Preis von rund 260 Euro war das LG Optimus L9 aus meiner Sicht durchaus fair bepreist.
Positiv
Negativ
Bewertung: 9 von 10 Punkten (90%)
Vorweg noch ein kurzer Hinweis: Beim LG Optimus L9 handelt es sich um das vierte und damals aktuellste Modell der beliebten L-Style-Serie von LG Electronics. Den Anfang machte Anfang 2012 das LG Optimus L3. Das L9 sollte innerhalb dieser Reihe vor allem mit größerem Display, besserer Ausstattung und solider Mittelklasse-Technik überzeugen.

Bild: © by All4Phones.de
Lieferumfang des LG Optimus L9
Das LG Optimus L9 wird je nach Gerätefarbe in einem optisch ansprechenden hellen oder dunklen Karton geliefert.
Im Lieferumfang befinden sich neben dem Smartphone selbst ein Ladekabel mit abnehmbarem Travel-Adapter, das sich gleichzeitig auch als USB-Datenkabel für die Verbindung mit PC oder Laptop nutzen lässt. Außerdem liegen ein farblich passender Kopfhörer, der natürlich auch als Headset verwendet werden kann, ein 2150-mAh-Akku sowie eine ausführliche Bedienungsanleitung bei.
Etwas schade ist allerdings, dass beim LG Optimus L9 kein LG Tag+ mitgeliefert wird. Gerade weil dieses Zubehör bei früheren L-Style-Modellen noch dabei war, ist das ein kleiner Rückschritt. Wer die NFC-Funktion mit passenden Profilen nutzen möchte, muss sich die benötigten NFC-Tags also nachträglich selbst besorgen.

Bild: LG Optimus L9 Lieferumfang
Design und Verarbeitung
Besonders gut gefallen hat mir beim LG Optimus L9 das Design. Der metallverzierte Kunststoffrahmen an der Vorderseite verleiht dem Gerät einen durchaus edlen Look. Auch die allgemeine Verarbeitung ist für diese Preisklasse wirklich ordentlich gelungen. Spaltmaße oder unsaubere Übergänge, in denen sich Staub und Schmutz sammeln könnten, sind mir im Test nicht negativ aufgefallen.

Bild: LG Optimus L9 & Samsung Galaxy S3
Mit seinen Maßen von 131,9 x 68,2 x 9,1 mm ist das LG Optimus L9 allerdings kein kleines Smartphone mehr. Von der Größe her bewegt es sich schon recht nah an Geräten wie dem Samsung Galaxy S3. Wer also lieber ein kompakteres Modell sucht, sollte sich eventuell eher die kleineren Vorgänger aus der L-Style-Serie ansehen.

Bild: LG Optimus L9 Rückseite
Die Akkuabdeckung besteht wie bei den anderen L-Style-Modellen aus geriffeltem Kunststoff. Das sorgt dafür, dass das Gerät sicher und rutschfest in der Hand liegt. Trotz Kunststoffgehäuse gehört das LG Optimus L9 für mich damit ganz klar nicht zu den billig wirkenden Mittelklasse-Smartphones.
Display und Bedienung
Das 4,7 Zoll große TFT-Display löst mit 960 x 540 Pixeln auf und nutzt die IPS-Technik, was sich positiv auf Blickwinkel und Darstellung auswirkt. Das Display macht insgesamt einen guten Eindruck. Inhalte werden scharf dargestellt, und auch bei stärkerem Tageslicht bleibt vieles noch gut lesbar.
Der Touchscreen lässt sich angenehm bedienen und reagiert sauber auf Eingaben. Größere Verzögerungen, Hänger oder nervige Ruckler sind mir im Alltag nicht besonders negativ aufgefallen. Vor allem muss man keinen Druck auf das Display ausüben, um durch Menüs oder Homescreens zu wechseln.

Bild: Tastenbelegung (Zur verbesserten Ansicht diente das Optimus L7)
Etwas gewöhnungsbedürftig ist allerdings die Tastenbelegung unterhalb des Displays. Wie schon bei den kleineren L-Style-Modellen sind die Tasten im Vergleich zu vielen anderen Android-Geräten etwas anders angeordnet. Die Menü-Taste sitzt links, die Zurück-Taste rechts. Wer andere Android-Smartphones gewohnt ist, greift anfangs schnell mal daneben.
Hardware und Internetnutzung
Für ein Mittelklasse-Smartphone ist das LG Optimus L9 technisch durchaus ordentlich aufgestellt. Im Inneren arbeitet ein 1-GHz-Dual-Core-Prozessor von Texas Instruments, dazu kommt 1 GB RAM. Damit lässt sich im Alltag angenehm arbeiten. Auch Apps laufen insgesamt ordentlich, und selbst Anwendungen mit etwas höherem Anspruch werden sauber ausgeführt.
Positiv ist außerdem, dass sich das Gerät beim Surfen im Internet recht ordentlich schlägt. Webseiten werden ordentlich geladen, und auch die allgemeine Bedienung beim Browsing wirkt für diese Geräteklasse stimmig.
Ein klarer Schwachpunkt ist dagegen der interne Speicher. Von den insgesamt 4 GB stehen dem Nutzer nur rund 2,3 GB für Apps, Dateien und andere Inhalte zur Verfügung. Das ist schlicht zu wenig. Eine microSD-Karte ist hier im Alltag eigentlich Pflicht.
Bei der drahtlosen Kommunikation bietet das LG Optimus L9 WLAN, HSDPA, Bluetooth 3.0 und NFC. Damit ist es in dieser Hinsicht ordentlich ausgestattet.
NFC und Tag+
Eines der interessanteren Extras des LG Optimus L9 ist die integrierte NFC-Funktion. Die hauchdünne Antenne sitzt in der Akkuabdeckung, weshalb man beim Abnehmen des Deckels etwas vorsichtig sein sollte.
Zusammen mit der vorinstallierten Tag+ App und einem passenden NFC-Tag lassen sich verschiedene Profile anlegen, etwa für Auto, Büro oder andere Nutzungssituationen. So können automatisch bestimmte Einstellungen aktiviert werden, ohne dass man sie jedes Mal von Hand anpassen muss.
Grundsätzlich ist das eine wirklich praktische Funktion. Umso ärgerlicher ist es, dass LG diesmal keinen NFC-Tag direkt mitliefert. Ob das generell so war oder nur in meinem Fall fehlte, kann ich allerdings nicht mit letzter Sicherheit sagen.

Bild: LG Optimus L9 NFC - Antenne
Kamera des LG Optimus L9
Die Kamera des LG Optimus L9 bietet 5 Megapixel, Autofokus und LED-Blitz. Trotzdem merkt man auch hier, dass wir uns im Bereich der Mittelklasse bewegen.
Für schnelle Schnappschüsse reicht die Kamera grundsätzlich aus. Wirklich überzeugende Bilder gelingen aber eher selten. Häufig wirken die Aufnahmen zu dunkel oder leicht unscharf. Nur bei wirklich guten Lichtverhältnissen lassen sich brauchbare Ergebnisse erzielen.
Die Kamera gehört damit ganz klar nicht zu den großen Stärken des Geräts.
Akkulaufzeit
Ein klarer Pluspunkt des LG Optimus L9 ist der Akku. Mit 2150 mAh ist er für diese Klasse ordentlich dimensioniert. Bei durchschnittlicher Nutzung kommt man gut auf bis zu zwei Tage Laufzeit. Selbst bei intensiver Nutzung waren im Test noch rund 6,5 Stunden möglich.
Gerade im Vergleich zu vielen anderen Android-Smartphones ist das ein wirklich ordentliches Ergebnis. Hier kann das Optimus L9 klar punkten.
Fazit zum LG Optimus L9
Alles in allem ist das LG P760 Optimus L9 ein gelungenes und empfehlenswertes Mittelklasse-Smartphone. Es bietet ein großes Display, eine ordentliche Verarbeitung, gute Bedienbarkeit und einen starken Akku. Gerade für Nutzer, die ein größeres Android-Smartphone suchen, ohne direkt in die Oberklasse greifen zu wollen, ist das Gerät durchaus interessant.
Abstriche muss man allerdings bei der Kamera und beim knappen internen Speicher machen. Wer damit leben kann oder ohnehin eine microSD-Karte einsetzt, bekommt hier ein insgesamt stimmiges Paket.
Für einen damaligen Preis von rund 260 Euro war das LG Optimus L9 aus meiner Sicht durchaus fair bepreist.
Positiv
- sehr gute Verarbeitung
- benutzerfreundliche Bedienung
- gutes 4,7-Zoll-Display mit IPS-Technik
- ordentliche Leistung für die Mittelklasse
- starker Akku
- attraktiver Preis
Negativ
- Kamera mit nur mäßiger Bildqualität
- interner Speicher zu knapp bemessen
Bewertung: 9 von 10 Punkten (90%)