LG Optimus L7 Testbericht: Schickes Mittelklasse-Smartphone mit Android 4.0

Heute möchte ich das LG P700 Optimus L7 testen, das mit dem Betriebssystem Android 4.0.4 Ice Cream Sandwich ausgestattet wurde.

Vorweg noch ein kurzer Überblick: Beim LG Optimus L7 handelt es sich um das dritte Modell der damals sehr beliebten L-Style-Serie von LG Electronics. Den Anfang machte Anfang 2012 das LG Optimus L3, später folgten weitere Modelle wie das LG Optimus L9. Das L7 sollte dabei vor allem mit seinem schicken Design, einem großen Display und solider Ausstattung in der Mittelklasse punkten.

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Bild: © by All4Phones.de

Lieferumfang des LG Optimus L7

Das LG Optimus L7 wird in einem optisch ansprechenden, dunklen Karton geliefert. Im Lieferumfang befinden sich neben dem Smartphone selbst ein Ladekabel mit abnehmbarem Travel-Adapter, das sich gleichzeitig auch als USB-Datenkabel für den Anschluss an PC oder Laptop nutzen lässt.

Außerdem liegen ein Kopfhörer bei, der auch als Headset verwendet werden kann, der 1700-mAh-Akku, eine ausführliche Bedienungsanleitung sowie der LG Tag+-Sticker, der für die Nutzung der NFC-Funktion gedacht ist.

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Bild: LG Optimus L7 Lieferumfang

Design und Verarbeitung

Besonders gut gefallen hat mir beim LG Optimus L7 das Design. Der metallverzierte Kunststoffrahmen an der Vorderseite verleiht dem Gerät einen durchaus edlen Look. Auch die allgemeine Verarbeitung ist ordentlich gelungen. Spaltmaße, in denen sich schnell Staub oder anderer Schmutz sammeln könnte, sind mir nicht negativ aufgefallen.

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Bild: LG Optimus L7 Frontseite

Die Rückseite besteht zwar komplett aus Kunststoff, wurde aber mit einer geriffelten Oberfläche versehen. Das hat den Vorteil, dass das Smartphone sicher und rutschfest in der Hand liegt. Gerade in der Mittelklasse ist das nicht selbstverständlich.

Unterm Strich gehört das LG P700 Optimus L7 damit definitiv nicht zu den billig wirkenden Vertretern seiner Preisklasse.

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Bild: LG Optimus L7 Rückseite

Display und Tastatur

Das 4,3 Zoll große TFT-Display löst mit 480 x 800 Pixeln auf und besitzt die sogenannte NOVA-Technik, die Farben und Kontraste sichtbar verbessern soll. Diesen Eindruck kann ich durchaus bestätigen. Gerade bei höher aufgelösten YouTube-Videos sind auch feinere Details noch gut zu erkennen.

Positiv ist außerdem, dass das Display selbst bei etwas stärkerer Sonneneinstrahlung noch recht gut ablesbar bleibt. Die Bedienung des Touchscreens funktioniert angenehm flüssig. Größere Hänger, starke Verzögerungen oder nervige Ruckler sind mir im Alltag nicht aufgefallen. Vor allem muss man keinen festen Druck auf das Display ausüben, um zwischen Menüs oder Homescreens zu wechseln, wie es bei manch günstigerem Gerät leider der Fall ist.

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Bild: LG Optimus L7 Menütasten

Etwas gewöhnungsbedürftig sind allerdings die Menütasten unter dem Display. Beim LG Optimus L7 sind diese im Vergleich zu vielen anderen Android-Smartphones etwas anders angeordnet. Die Menü-Taste sitzt links, die Zurück-Taste rechts. Wer bereits andere Android-Handys genutzt hat, wird anfangs öfter mal zur falschen Taste greifen.

Hardware und Internetnutzung

Für ein Smartphone dieser Preisklasse ist das LG Optimus L7 insgesamt ordentlich ausgestattet. Im Inneren arbeitet ein 1-GHz-Single-Core-Prozessor von Qualcomm zusammen mit 512 MB RAM. Man sollte hier also keine Wunder erwarten, vor allem nicht bei anspruchsvolleren Aufgaben.

Das merkt man insbesondere beim Surfen im Internet. Sowohl über 3G als auch über WLAN fällt die Internetnutzung stellenweise etwas träge aus. Webseiten bauen sich nicht immer so flott auf, wie man es sich wünschen würde. Für gelegentliches Surfen reicht es aus, echte Surf-Freude kommt aber nicht immer auf.

Dafür bietet das Gerät 4 GB internen Speicher, der sich per microSD-Karte auf bis zu 32 GB erweitern lässt. Das ist in dieser Klasse absolut sinnvoll.

Bei der drahtlosen Kommunikation stehen Bluetooth 3.0, WLAN und HSDPA zur Verfügung. Außerdem lässt sich das Optimus L7 über SmartShare problemlos in ein DLNA-Netzwerk einbinden.

NFC und LG Tag+

Ein interessantes Extra des LG Optimus L7 ist die integrierte NFC-Funktion. Besonders praktisch ist dabei der mitgelieferte Tag+ Sticker. Die dünne NFC-Antenne sitzt in der Akkuabdeckung, weshalb man beim Abnehmen des Deckels etwas vorsichtig sein sollte.

Zusammen mit der bereits vorinstallierten Tag+ App lassen sich verschiedene Profile einrichten, etwa für das Auto oder das Büro. Dadurch können je nach Situation automatisch bestimmte Einstellungen aktiviert werden. Das ist ein nettes und im Alltag durchaus praktisches Zusatzfeature.

Grundsätzlich ist NFC eine interessante Technik, die damals noch eher Zukunftsmusik war, heute aber in vielen Bereichen ganz selbstverständlich dazugehört.

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Bild: LG Optimus L7 Seitenansicht

Kamera des LG Optimus L7

Die Kamera des LG Optimus L7 löst mit 5 Megapixeln auf und bietet Autofokus sowie LED-Blitz. Trotzdem merkt man hier klar, dass es sich um ein Mittelklasse-Smartphone handelt.

Für einfache Schnappschüsse reicht die Kamera zwar aus, wirklich gute Bilder gelingen aber eher selten. Häufig wirken die Fotos zu dunkel oder etwas unscharf. Nur bei sehr guten Lichtverhältnissen bekommt man wirklich brauchbare Ergebnisse. Gerade in diesem Bereich hätte LG dem Gerät etwas mehr spendieren dürfen.

Gesprächsqualität und Akkulaufzeit

Die Gesprächsqualität des LG Optimus L7 ist ordentlich. Im Alltag gibt es hier wenig Anlass zur Kritik.

Der 1700-mAh-Akku sorgt bei normaler Nutzung für eine Laufzeit von bis zu zwei Tagen, was im Android-Bereich ein akzeptabler Wert ist. Das ist kein Ausdauerwunder, aber auch kein Totalausfall. Für ein Gerät dieser Klasse geht das insgesamt in Ordnung.

Fazit zum LG Optimus L7

Alles in allem ist das LG P700 Optimus L7 ein durchaus gelungenes und empfehlenswertes Mittelklasse-Smartphone. Besonders überzeugen können das schicke Design, die ordentliche Verarbeitung und das angenehm große Display. Auch die Bedienung ist insgesamt benutzerfreundlich.

Abstriche muss man allerdings bei der Kamera und vor allem bei der Geschwindigkeit beim Surfen im Internet machen. Genau dort merkt man dann doch, dass das Gerät preislich nicht in der Oberklasse spielt.

Für einen damaligen Preis von rund 200 Euro war das LG Optimus L7 aber insgesamt ein faires Angebot mit gutem Gesamtpaket.

Positiv

  • sehr gute Verarbeitung
  • benutzerfreundliche Bedienung
  • großes TFT-Display mit NOVA-Technik
  • schickes Design
  • NFC mit LG Tag+

Negativ

  • Kamera mit eher schwacher Bildqualität
  • Internetnutzung teilweise etwas träge

Bewertung: 8,5 von 10 Punkten
 

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