Das Volla Phone Plinius ist kein Smartphone für Menschen, die ihr Handy nur nach der Anzahl der Kameraringe auf der Rückseite beurteilen. Das Gerät richtet sich an Nutzer, die ein Google-freies Smartphone suchen, mehr Kontrolle über ihre Daten wollen und trotzdem nicht zwingend jeden Abend mit dem Terminal kuscheln möchten.
Spannend wird es schon beim Kauf: Das Plinius kann entweder mit Volla OS oder mit Ubuntu Touch bestellt werden. Beide Varianten kosten im Volla-Shop gleich viel. Das normale Plinius liegt bei 598 Euro, das Plinius Plus mit mehr Speicher bei 698 Euro. Der Preis entscheidet also nicht, sondern die Frage, welches Betriebssystem besser zu deiner Nutzung passt.
Bild: Das Volla Phone Plinius kann beim Kauf mit Volla OS oder Ubuntu Touch gewählt werden – entscheidend sind vor allem Android-App-Kompatibilität, Google-freie Nutzung und die gewünschte Nähe zu Linux.
Die schnelle Entscheidung: Volla OS ist für die meisten Käufer die bessere Wahl
Wer das Volla Phone Plinius als Google-freies Smartphone nutzen möchte, aber weiterhin möglichst viele gewohnte Android-Apps braucht, sollte zu Volla OS greifen. Es basiert auf dem Android Open Source Project, kommt ohne Google-Apps, ohne Google Play Services und ohne Google-Cloud aus, bleibt aber mit vielen Android-Apps kompatibel. Für Apps, die Google Play Services erwarten, kann optional microG aktiviert werden.
Ubuntu Touch ist die deutlich speziellere Wahl. Es ist kein Android ohne Google, sondern ein eigenständiges mobiles Linux-System auf Ubuntu-Basis. Das ist technisch reizvoll, offen und konsequent anders. Es ist aber auch genau das: anders. Wer einfach nur ein datensparsames Smartphone möchte und nebenbei seine gewohnten Apps weiternutzen will, sollte hier nicht versehentlich in die Linux-Abteilung abbiegen, nur weil die Tür offenstand.
Volla OS und Ubuntu Touch im direkten Vergleich
Die wichtigste Frage lautet nicht, welches System cooler klingt. Sonst hätte Ubuntu Touch den Namen schon halb gewonnen. Entscheidend ist, was du nach dem Einschalten tatsächlich damit machen kannst.
Der größte Unterschied ist die App-Frage. Volla OS bleibt näher an Android und kann deshalb für viele Nutzer der praktischere Weg sein. Ubuntu Touch hat dagegen seine eigene App-Welt über den Open Store. Dort gibt es Basis-Apps und auch Anwendungen für bekannte Dienste wie Signal oder Telegram, aber eben nicht die Android-App-Auswahl, die viele Nutzer gewohnt sind.
Warum Volla OS beim Plinius näher an einem normalen Smartphone bleibt
Volla OS ist besonders interessant für alle, die Google loswerden möchten, aber nicht ihr komplettes digitales Leben neu sortieren wollen. Messenger, Browser, Mail, Navigation, Notizen, Kalender, Mediatheken, Banking, Authenticator, Smart-Home-Apps: Bei solchen Anwendungen entscheidet am Ende nicht die Philosophie, sondern ob die App sauber läuft.
Genau hier hat Volla OS den klaren Vorteil. Das System ist Google-frei, basiert aber auf AOSP und kann Android-Apps nutzen. Der Aurora Store ermöglicht laut Volla die Installation von Apps aus dem Google-Play-Umfeld, während F-Droid Open-Source-Alternativen bereitstellt. Für Anwendungen mit Google-Abhängigkeiten lässt sich microG aktivieren, was in vielen Fällen für Kompatibilität sorgen kann.
Das bedeutet nicht, dass jede einzelne Android-App garantiert problemlos funktioniert. Gerade Banking-Apps, Streaming-Dienste oder Apps mit strenger Geräteprüfung können auch auf alternativen Android-Systemen zickig sein. Aber Volla OS startet deutlich näher an der gewohnten Smartphone-Welt. Ubuntu Touch startet eher dort, wo normale Android-Nutzer kurz prüfen, ob sie versehentlich in eine Entwicklerkonferenz geraten sind.
Ubuntu Touch ist kein schlechteres Android, sondern etwas anderes
Ubuntu Touch sollte man nicht als Android-Ersatz mit anderem Hintergrundbild verstehen. Es ist ein mobiles Linux-System und richtet sich an Nutzer, die genau das wollen. Wer Ubuntu bereits vom PC kennt, bekommt hier eine ähnliche Denkweise auf dem Smartphone. Volla beschreibt Ubuntu Touch als mobile Variante der bekannten Linux-Distribution, unabhängig von Android und Big Tech.
Das System setzt auf Gestenbedienung, eine seitliche App-Leiste, eigene System-Apps und den Open Store. Für erfahrene Nutzer gibt es außerdem eine Terminal-App; laut Volla können darüber auch Root-Rechte vergeben und genutzt werden. Das ist stark, wenn man Kontrolle, Offenheit und Linux-Nähe sucht. Es ist weniger stark, wenn man nur schnell seine Paket-App, Banking-App und fünf Messenger einrichten möchte, ohne dabei innerlich eine kleine IT-Ausbildung zu beginnen.
Ubuntu Touch passt deshalb vor allem zu Nutzern, die bewusst ein anderes Smartphone-Erlebnis suchen. Wer mit Web-Apps leben kann, gerne experimentiert und nicht auf bestimmte Android-Apps angewiesen ist, bekommt ein spannendes System. Wer dagegen jeden Tag auf konkrete Apps angewiesen ist, sollte vor dem Kauf sehr genau prüfen, ob es brauchbare Alternativen gibt.
Der stärkste Punkt für Volla OS: Multi-Boot
Ein Detail spricht beim Volla Phone Plinius besonders deutlich für Volla OS: die Multi-Boot-Funktion. Laut Volla steht sie ausschließlich mit Volla OS zur Verfügung. In den Systemeinstellungen findet sich der Volla Boot Manager, über den sich ein zweites oder weiteres Betriebssystem oder mobiler Speicher einrichten lässt.
Das macht Volla OS zur flexibleren Wahl. Du kannst das Plinius mit dem alltagstauglicheren System starten und später trotzdem andere Systeme ausprobieren. Für unentschlossene Käufer ist das ein ziemlich starkes Argument. Ubuntu Touch direkt zu wählen, wirkt dagegen konsequenter, aber auch endgültiger. Ein bisschen wie beim scharfen Curry: spannend, charaktervoll, aber nicht die beste Idee, wenn man eigentlich nur vorsichtig probieren wollte.
Für wen Volla OS auf dem Volla Phone Plinius passt
Volla OS ist die richtige Wahl, wenn du ein Smartphone ohne Google-Dienste suchst, aber nicht komplett auf die Android-App-Welt verzichten möchtest. Es eignet sich besonders für Nutzer, die Datenschutz ernst nehmen, aber trotzdem ein Gerät brauchen, das sich nicht wie ein Wochenendprojekt anfühlt.
Gut passt Volla OS für dich, wenn du:
Dazu kommt die Hardware des Plinius selbst. Volla nennt unter anderem ein 6,67 Zoll großes FHD+-OLED-Display mit bis zu 120 Hz, den MediaTek Dimensity 7300, einen 5300-mAh-Akku, 5G, Wi-Fi 6, microSD-Erweiterung und eine austauschbare Batterie trotz IP68-Schutz gegen Wasser und Staub. Beim normalen Plinius gibt es 8 GB RAM und 128 GB Speicher, beim Plinius Plus 12 GB RAM und 256 GB Speicher.
Für wen Ubuntu Touch auf dem Plinius interessant ist
Ubuntu Touch ist die spannendere Wahl für Nutzer, die bewusst kein Android-System möchten. Nicht kein Google-Android, sondern kein Android. Das ist ein wichtiger Unterschied.
Das System passt zu dir, wenn du Linux magst, mit App-Einschränkungen leben kannst und dein Smartphone eher als offenes Werkzeug statt als klassische App-Maschine siehst. Wer gerne bastelt, testet, anpasst und sich über Root-Rechte freut, wird Ubuntu Touch deutlich interessanter finden als jemand, der sein Handy nur einschalten und danach vergessen will, dass ein Betriebssystem existiert.
Der kritische Punkt bleibt aber die Android-Kompatibilität. Laut Volla können Android-Apps auf einem Volla Phone mit Volla OS genutzt werden, sofern sie nicht zwingend Google Play Services benötigen oder per microG kompatibel werden. Ubuntu Touch ist dagegen nicht mit Android kompatibel und nutzt stattdessen einen eigenen App Store.
Plinius oder Plinius Plus: Die Systemwahl ist wichtiger als der Speicher
Das Volla Phone Plinius gibt es in zwei Gerätevarianten. Das normale Plinius bietet 8 GB RAM und 128 GB internen Speicher. Das Plinius Plus kommt mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher. Beide Varianten setzen laut Volla auf den MediaTek Dimensity 7300 und unterstützen microSD-Karten.
Für die Entscheidung zwischen Volla OS und Ubuntu Touch ist das aber nicht der wichtigste Punkt. Mehr Speicher ist angenehm, besonders wenn viele Fotos, Offline-Karten, Musik oder lokale Dateien auf dem Gerät landen. Die eigentliche Weiche stellst du aber beim Betriebssystem.
Wer viele Android-Apps nutzen möchte, sollte nicht denken: Dann nehme ich Ubuntu Touch einfach mit mehr Speicher. Mehr Speicher löst keine App-Kompatibilität. Das ist ungefähr so, als würde man einen Kühlschrank kaufen, weil der Backofen fehlt.
Volla OS ist die sicherere Wahl, Ubuntu Touch die mutigere
Beim Volla Phone Plinius ist Volla OS für die meisten Käufer die sinnvollere Entscheidung. Es verbindet den Wunsch nach einem Google-freien Smartphone mit deutlich besserer Android-App-Nähe, microG-Unterstützung, Aurora Store, F-Droid und der wichtigen Multi-Boot-Option. Wer Datenschutz möchte, aber trotzdem ein brauchbares Hauptgerät sucht, fährt damit entspannter.
Ubuntu Touch bleibt die reizvolle Alternative für Linux-Fans, Entwickler und Nutzer, die bewusst ein anderes mobiles System wollen. Es ist offener, eigenständiger und technischer. Genau das macht es interessant, aber eben nicht automatisch praktischer.
Die beste Reihenfolge für unsichere Käufer ist deshalb ziemlich klar: Volla Phone Plinius mit Volla OS wählen, das Gerät sauber einrichten und Ubuntu Touch später über Multi-Boot ausprobieren, wenn die Neugier stärker wird. So bleibt das Plinius zuerst ein nutzbares Smartphone und wird erst danach zum Experimentierkasten. In dieser Reihenfolge macht das deutlich mehr Sinn als andersherum.
Spannend wird es schon beim Kauf: Das Plinius kann entweder mit Volla OS oder mit Ubuntu Touch bestellt werden. Beide Varianten kosten im Volla-Shop gleich viel. Das normale Plinius liegt bei 598 Euro, das Plinius Plus mit mehr Speicher bei 698 Euro. Der Preis entscheidet also nicht, sondern die Frage, welches Betriebssystem besser zu deiner Nutzung passt.
Bild: Das Volla Phone Plinius kann beim Kauf mit Volla OS oder Ubuntu Touch gewählt werden – entscheidend sind vor allem Android-App-Kompatibilität, Google-freie Nutzung und die gewünschte Nähe zu Linux.
Die schnelle Entscheidung: Volla OS ist für die meisten Käufer die bessere Wahl
Wer das Volla Phone Plinius als Google-freies Smartphone nutzen möchte, aber weiterhin möglichst viele gewohnte Android-Apps braucht, sollte zu Volla OS greifen. Es basiert auf dem Android Open Source Project, kommt ohne Google-Apps, ohne Google Play Services und ohne Google-Cloud aus, bleibt aber mit vielen Android-Apps kompatibel. Für Apps, die Google Play Services erwarten, kann optional microG aktiviert werden.
Ubuntu Touch ist die deutlich speziellere Wahl. Es ist kein Android ohne Google, sondern ein eigenständiges mobiles Linux-System auf Ubuntu-Basis. Das ist technisch reizvoll, offen und konsequent anders. Es ist aber auch genau das: anders. Wer einfach nur ein datensparsames Smartphone möchte und nebenbei seine gewohnten Apps weiternutzen will, sollte hier nicht versehentlich in die Linux-Abteilung abbiegen, nur weil die Tür offenstand.
Volla OS und Ubuntu Touch im direkten Vergleich
Die wichtigste Frage lautet nicht, welches System cooler klingt. Sonst hätte Ubuntu Touch den Namen schon halb gewonnen. Entscheidend ist, was du nach dem Einschalten tatsächlich damit machen kannst.
Punkt | Volla OS | Ubuntu Touch |
| Systembasis | Android Open Source Project ohne Google-Dienste | Mobiles Linux-System auf Ubuntu-Basis |
| App-Auswahl | Viele Android-Apps, Aurora Store, F-Droid, optional microG | Eigener Open Store mit nativen Apps und Web-Apps |
| Android-Apps | Ja, sofern sie ohne Google Play Services laufen oder mit microG funktionieren | Nein, Ubuntu Touch ist laut Volla nicht mit Android kompatibel |
| Bedienung | Volla-Springboard, App-Raster, Android-Nähe | Gestensteuerung, Sidebar, Linux-Logik |
| Zielgruppe | Nutzer, die ein Google-freies, aber vertrautes Smartphone suchen | Linux-Fans, Entwickler, Open-Source-Puristen |
| Multi-Boot | Ja, über den Volla Boot Manager | Nicht als Basis für Multi-Boot |
| Risiko bei gewohnten Apps | Deutlich geringer | Deutlich höher |
Der größte Unterschied ist die App-Frage. Volla OS bleibt näher an Android und kann deshalb für viele Nutzer der praktischere Weg sein. Ubuntu Touch hat dagegen seine eigene App-Welt über den Open Store. Dort gibt es Basis-Apps und auch Anwendungen für bekannte Dienste wie Signal oder Telegram, aber eben nicht die Android-App-Auswahl, die viele Nutzer gewohnt sind.
Warum Volla OS beim Plinius näher an einem normalen Smartphone bleibt
Volla OS ist besonders interessant für alle, die Google loswerden möchten, aber nicht ihr komplettes digitales Leben neu sortieren wollen. Messenger, Browser, Mail, Navigation, Notizen, Kalender, Mediatheken, Banking, Authenticator, Smart-Home-Apps: Bei solchen Anwendungen entscheidet am Ende nicht die Philosophie, sondern ob die App sauber läuft.
Genau hier hat Volla OS den klaren Vorteil. Das System ist Google-frei, basiert aber auf AOSP und kann Android-Apps nutzen. Der Aurora Store ermöglicht laut Volla die Installation von Apps aus dem Google-Play-Umfeld, während F-Droid Open-Source-Alternativen bereitstellt. Für Anwendungen mit Google-Abhängigkeiten lässt sich microG aktivieren, was in vielen Fällen für Kompatibilität sorgen kann.
Das bedeutet nicht, dass jede einzelne Android-App garantiert problemlos funktioniert. Gerade Banking-Apps, Streaming-Dienste oder Apps mit strenger Geräteprüfung können auch auf alternativen Android-Systemen zickig sein. Aber Volla OS startet deutlich näher an der gewohnten Smartphone-Welt. Ubuntu Touch startet eher dort, wo normale Android-Nutzer kurz prüfen, ob sie versehentlich in eine Entwicklerkonferenz geraten sind.
Ubuntu Touch ist kein schlechteres Android, sondern etwas anderes
Ubuntu Touch sollte man nicht als Android-Ersatz mit anderem Hintergrundbild verstehen. Es ist ein mobiles Linux-System und richtet sich an Nutzer, die genau das wollen. Wer Ubuntu bereits vom PC kennt, bekommt hier eine ähnliche Denkweise auf dem Smartphone. Volla beschreibt Ubuntu Touch als mobile Variante der bekannten Linux-Distribution, unabhängig von Android und Big Tech.
Das System setzt auf Gestenbedienung, eine seitliche App-Leiste, eigene System-Apps und den Open Store. Für erfahrene Nutzer gibt es außerdem eine Terminal-App; laut Volla können darüber auch Root-Rechte vergeben und genutzt werden. Das ist stark, wenn man Kontrolle, Offenheit und Linux-Nähe sucht. Es ist weniger stark, wenn man nur schnell seine Paket-App, Banking-App und fünf Messenger einrichten möchte, ohne dabei innerlich eine kleine IT-Ausbildung zu beginnen.
Ubuntu Touch passt deshalb vor allem zu Nutzern, die bewusst ein anderes Smartphone-Erlebnis suchen. Wer mit Web-Apps leben kann, gerne experimentiert und nicht auf bestimmte Android-Apps angewiesen ist, bekommt ein spannendes System. Wer dagegen jeden Tag auf konkrete Apps angewiesen ist, sollte vor dem Kauf sehr genau prüfen, ob es brauchbare Alternativen gibt.
Der stärkste Punkt für Volla OS: Multi-Boot
Ein Detail spricht beim Volla Phone Plinius besonders deutlich für Volla OS: die Multi-Boot-Funktion. Laut Volla steht sie ausschließlich mit Volla OS zur Verfügung. In den Systemeinstellungen findet sich der Volla Boot Manager, über den sich ein zweites oder weiteres Betriebssystem oder mobiler Speicher einrichten lässt.
Das macht Volla OS zur flexibleren Wahl. Du kannst das Plinius mit dem alltagstauglicheren System starten und später trotzdem andere Systeme ausprobieren. Für unentschlossene Käufer ist das ein ziemlich starkes Argument. Ubuntu Touch direkt zu wählen, wirkt dagegen konsequenter, aber auch endgültiger. Ein bisschen wie beim scharfen Curry: spannend, charaktervoll, aber nicht die beste Idee, wenn man eigentlich nur vorsichtig probieren wollte.
Für wen Volla OS auf dem Volla Phone Plinius passt
Volla OS ist die richtige Wahl, wenn du ein Smartphone ohne Google-Dienste suchst, aber nicht komplett auf die Android-App-Welt verzichten möchtest. Es eignet sich besonders für Nutzer, die Datenschutz ernst nehmen, aber trotzdem ein Gerät brauchen, das sich nicht wie ein Wochenendprojekt anfühlt.
Gut passt Volla OS für dich, wenn du:
- viele Android-Apps weiterverwenden möchtest
- ein Google-freies Smartphone mit vertrauter Bedienung suchst
- Aurora Store, F-Droid und microG nutzen möchtest
- Multi-Boot als spätere Option interessant findest
- ein System möchtest, das näher an normaler Smartphone-Nutzung bleibt
Dazu kommt die Hardware des Plinius selbst. Volla nennt unter anderem ein 6,67 Zoll großes FHD+-OLED-Display mit bis zu 120 Hz, den MediaTek Dimensity 7300, einen 5300-mAh-Akku, 5G, Wi-Fi 6, microSD-Erweiterung und eine austauschbare Batterie trotz IP68-Schutz gegen Wasser und Staub. Beim normalen Plinius gibt es 8 GB RAM und 128 GB Speicher, beim Plinius Plus 12 GB RAM und 256 GB Speicher.
Für wen Ubuntu Touch auf dem Plinius interessant ist
Ubuntu Touch ist die spannendere Wahl für Nutzer, die bewusst kein Android-System möchten. Nicht kein Google-Android, sondern kein Android. Das ist ein wichtiger Unterschied.
Das System passt zu dir, wenn du Linux magst, mit App-Einschränkungen leben kannst und dein Smartphone eher als offenes Werkzeug statt als klassische App-Maschine siehst. Wer gerne bastelt, testet, anpasst und sich über Root-Rechte freut, wird Ubuntu Touch deutlich interessanter finden als jemand, der sein Handy nur einschalten und danach vergessen will, dass ein Betriebssystem existiert.
Der kritische Punkt bleibt aber die Android-Kompatibilität. Laut Volla können Android-Apps auf einem Volla Phone mit Volla OS genutzt werden, sofern sie nicht zwingend Google Play Services benötigen oder per microG kompatibel werden. Ubuntu Touch ist dagegen nicht mit Android kompatibel und nutzt stattdessen einen eigenen App Store.
Plinius oder Plinius Plus: Die Systemwahl ist wichtiger als der Speicher
Das Volla Phone Plinius gibt es in zwei Gerätevarianten. Das normale Plinius bietet 8 GB RAM und 128 GB internen Speicher. Das Plinius Plus kommt mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher. Beide Varianten setzen laut Volla auf den MediaTek Dimensity 7300 und unterstützen microSD-Karten.
Für die Entscheidung zwischen Volla OS und Ubuntu Touch ist das aber nicht der wichtigste Punkt. Mehr Speicher ist angenehm, besonders wenn viele Fotos, Offline-Karten, Musik oder lokale Dateien auf dem Gerät landen. Die eigentliche Weiche stellst du aber beim Betriebssystem.
Wer viele Android-Apps nutzen möchte, sollte nicht denken: Dann nehme ich Ubuntu Touch einfach mit mehr Speicher. Mehr Speicher löst keine App-Kompatibilität. Das ist ungefähr so, als würde man einen Kühlschrank kaufen, weil der Backofen fehlt.
Volla OS ist die sicherere Wahl, Ubuntu Touch die mutigere
Beim Volla Phone Plinius ist Volla OS für die meisten Käufer die sinnvollere Entscheidung. Es verbindet den Wunsch nach einem Google-freien Smartphone mit deutlich besserer Android-App-Nähe, microG-Unterstützung, Aurora Store, F-Droid und der wichtigen Multi-Boot-Option. Wer Datenschutz möchte, aber trotzdem ein brauchbares Hauptgerät sucht, fährt damit entspannter.
Ubuntu Touch bleibt die reizvolle Alternative für Linux-Fans, Entwickler und Nutzer, die bewusst ein anderes mobiles System wollen. Es ist offener, eigenständiger und technischer. Genau das macht es interessant, aber eben nicht automatisch praktischer.
Die beste Reihenfolge für unsichere Käufer ist deshalb ziemlich klar: Volla Phone Plinius mit Volla OS wählen, das Gerät sauber einrichten und Ubuntu Touch später über Multi-Boot ausprobieren, wenn die Neugier stärker wird. So bleibt das Plinius zuerst ein nutzbares Smartphone und wird erst danach zum Experimentierkasten. In dieser Reihenfolge macht das deutlich mehr Sinn als andersherum.