Manchmal überrascht der Smartphone-Markt mit Geräten, bei denen man sich fragt: „Wo ist der Haken?“ – und das Telekom KI-Phone ist so ein Fall. Für 149 Euro soll man ein vollwertiges KI-Smartphone mit 18 Monaten Premium-Abo bekommen. Klingt fast wie ein Technik-Schnäppchen vom Grabbeltisch, nur ohne Kratzer. Über die Pläne der Telekom in Sachen KI-Phone haben wir bereits im März 2025 berichtet – jetzt ist das Gerät offiziell vorgestellt und bringt einige spannende Details mit.

Was steckt hinter dem Telekom KI-Phone?

Die Telekom verspricht mit dem T Phone 3 nicht weniger als „KI für alle“ – und zwar zum Kampfpreis von 149 €. Im Paket enthalten: ein Mittelklasse-Smartphone mit Android 15, ein integrierter KI-Assistent und ein 18 Monate lang kostenloses Perplexity Pro-Abo, das allein normalerweise fast so viel kostet wie ein kleines Gebrauchtwagen-Radio.

Viele potenzielle Käufer fragen sich:

  • Bekomme ich wirklich alles für einmalig 149 Euro?
  • Was passiert nach Ablauf der 18 Monate?
  • Welche KI-Funktionen gibt es und wie stark sind sie in den Alltag integriert?

Schauen wir uns an, wie das Telekom KI-Phone funktioniert, welche Features es bietet und warum der günstige Preis am Ende doch noch etwas mehr Geschichte hat, als das Preisschild vermuten lässt.

Telekom KI-Phone für 149 € – alle Infos zu Abo-Kosten und KI-Funktionen.jpg

Bild: Telekom KI-Phone T Phone 3 – das 149-Euro-Smartphone mit KI-Funktionen, Perplexity Pro Abo und solider Mittelklasse-Ausstattung.

KI-Funktionen: Magenta-Knopf statt App-Dschungel

Das Telekom KI-Phone setzt auf Perplexity AI als zentralen Assistenten – und zwar nicht als lose App, die irgendwo zwischen Taschenlampe und Wetter-Widget verschwindet, sondern fest ins System integriert. Der Zugriff erfolgt über einen auffälligen Magenta-Knopf, der auf Knopfdruck die KI aktiviert.

Der Clou:

  • Fragen, Websuchen oder Zusammenfassungen werden direkt im Assistenten beantwortet.
  • Kontext aus vorherigen Anfragen bleibt erhalten – praktisch, wenn man mal eben eine Urlaubsroute weiterplanen will, ohne alles neu zu tippen.
  • Dank Anbindung an das Internet kann Perplexity aktuelle Informationen liefern, statt nur mit Trainingsdaten aus der Vergangenheit zu arbeiten.

Für kreative Köpfe gibt es obendrauf Picsart Pro für drei Monate gratis, mit dem sich KI-generierte Bilder oder Fotobearbeitungen direkt am Smartphone umsetzen lassen. Nach Ablauf der drei Monate endet die Pro-Version automatisch – danach steht nur noch die eingeschränkte Free-Variante mit wöchentlich 5 Credits zur Verfügung, es sei denn, man bucht ein Abo hinzu.

Hardware & Ausstattung: Solide Mittelklasse mit KI-Turbo

Damit die KI nicht im Schneckentempo denkt, steckt im T Phone 3 ein Snapdragon 6 Gen 3-Prozessor, dazu ein ausdauernder Akku und solide Mittelklasse-Hardware, die für den Alltag völlig ausreicht. Das Gerät ist nach IP54 gegen Staub, Spritzwasser und leichte Stöße geschützt – also auch für unterwegs gut gerüstet.

Hier die wichtigsten technischen Daten im Überblick:

Feature
Telekom T-Phone 3
ProzessorQualcomm Snapdragon 6 Gen 3, Octa-Core (4x 2,4 GHz Cortex-A78 + 4x 1,8 GHz Cortex-A55)
Arbeitsspeicher6 GB RAM
Speicher128 GB, erweiterbar per microSD bis 2 TB
Display6,6 Zoll FHD+
Kamera50 MP Hauptkamera
Akku5.000 mAh, fest verbaut, 25 W Schnellladefunktion
SchutzklasseIP54 – staub- und spritzwassergeschützt
KonnektivitätUSB-C, Bluetooth, WLAN 802.11 a/b/g, Wi-Fi 4 & 5, NFC
SIMNano-SIM (4FF) + eSIM
FarbenIcy Silver
BetriebssystemAndroid 15

Mit diesen Specs ist klar: Das Telekom KI-Phone ist kein High-End-Flaggschiff, aber für den Preis ein durchaus ausgewogenes Paket – und die KI-Funktionen könnten es in der Praxis spannender machen als viele Geräte in ähnlicher Preisklasse.

Abo-Kosten: Was passiert nach 18 Monaten?

Hier liegt der Teil, der den 149-Euro-Traum etwas relativiert.

  • Perplexity Pro ist 18 Monate im Kaufpreis enthalten und kostet regulär rund 20 € pro Monat. Läuft der Gratiszeitraum ab, wird nicht automatisch verlängert – die KI funktioniert dann weiter, allerdings in einer eingeschränkten Gratisversion mit begrenzten Anfragen pro Tag. Wer die Pro-Version behalten möchte, muss ab Monat 19 also etwa 240 € pro Jahr einplanen.
  • Zusätzlich gibt es Picsart Pro für drei Monate kostenlos mit monatlich 500 Credits zur KI-Bildbearbeitung. Danach endet das Abo automatisch – übrig bleibt nur die stark reduzierte Free-Version mit 5 Credits pro Woche. Wer weiter im großen Stil KI-Bilder bearbeiten möchte, muss dann ein kostenpflichtiges Abo abschließen oder Credits zukaufen.

Für den einen sind das überschaubare Folgekosten für mehr Komfort, für den anderen eine Erinnerung daran, dass günstige Hardware oft von Diensten lebt, die nach der Einführungsphase bezahlt werden wollen – wie ein Fitnessstudio, das erst gratis Snacks verteilt und dann den Mitgliedsbeitrag schickt.

Preisgestaltung: Einmalzahlung vs. Vertrag

Das Telekom KI-Phone gibt es nicht nur für 149 Euro direkt zu kaufen, sondern auch im Mobilfunkvertrag.

  • Mit einem MagentaMobil XS-Tarif sinkt der Gerätepreis auf 1 €, dafür zahlt man monatlich knapp 40 €.
  • Das kann für Vielnutzer interessant sein, die ohnehin einen Tarifwechsel planen – für reine Schnäppchenjäger ist die Einmalzahlung meist günstiger.

KI-Smartphone zum Einstiegspreis – mit Ablaufdatum

Das Telekom KI-Phone ist ein gelungener Versuch, moderne KI-Technologie für die breite Masse zugänglich zu machen – und das zu einem Preis, bei dem andere Hersteller höchstens ein Ladegerät beilegen. Mittelklasse-Hardware, ein fest integrierter KI-Assistent und ein 18 Monate langer Zugang zu Perplexity Pro machen es besonders für Einsteiger und Neugierige interessant, die ohne große Investition in die KI-Welt starten möchten.

Natürlich sollte man die Folgekosten im Blick behalten: Nach 18 Monaten endet das Perplexity-Pro-Abo, nach drei Monaten die Picsart-Pro-Phase. Wer diese Dienste weiter nutzen will, muss dann investieren – für viele wird das aber ein akzeptabler Preis für den gewonnenen Komfort sein.

Für Technikfans, die Wert auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis legen und gleichzeitig Lust haben, KI im Alltag zu testen, ist das Telekom KI-Phone daher eine Überlegung wert. Und wer sein neues Gerät direkt mit einem Hauch Markenidentität ausstatten möchte, kann sich gleich noch den berühmten Telekom Klingelton herunterladen – so klingt der Magenta-Moment auch wirklich original.