Starlink lässt sich in Deutschland bereits mit dem Handy nutzen, allerdings nur über eine Starlink-Antenne und WLAN. Der direkte Satellitenempfang auf dem Smartphone ohne zusätzliches Empfangsgerät ist zusammen mit der Telekom für Anfang 2028 geplant.
Eine besondere Starlink-SIM-Karte oder einen deutschen Starlink-Handyvertrag gibt es bislang nicht. Auch ein eigenes Satelliten-Handy muss niemand kaufen. Hinter der vermeintlich einfachen Frage stecken also 2 technisch verschiedene Verbindungen, die gerne in einen Topf geworfen werden. Der Topf wird dadurch allerdings nicht schlauer.
Bild: Starlink mit dem Handy nutzen: Der Satelliten-Empfänger stellt die Verbindung her und versorgt das Smartphone auch abseits klassischer Mobilfunknetze mit Internet.
Bei der heutigen Lösung empfängt eine Starlink-Antenne das Satellitensignal und stellt anschließend eine WLAN-Verbindung für das Smartphone bereit. Beim künftigen Satelliten-Mobilfunk soll das Handy dagegen selbst Kontakt mit einem Starlink-Satelliten aufnehmen.
Der Unterschied lässt sich leicht merken: Heute kommuniziert das Smartphone mit dem Starlink-Router, später soll es direkt mit dem Satelliten kommunizieren. Zum Weltraumtelefon wird es deshalb nicht schon dadurch, dass man es besonders entschlossen in den Himmel hält.
Für die derzeit verfügbare Nutzung läuft die Verbindung in mehreren Schritten:
Auf dem Handy lassen sich damit Webseiten, Apps, Messenger, Videodienste und andere Internetangebote verwenden. Eine spezielle SIM-Karte wird nicht benötigt, weil der mobile Datentarif des Smartphones an dieser Verbindung gar nicht beteiligt ist.
Normale Telefongespräche sind über WLAN-Anrufe möglich, wenn der eigene Mobilfunkanbieter und das Smartphone WiFi Calling unterstützen. Alternativ funktionieren Sprach- und Videoanrufe über Messenger. Starlink selbst berechnet bei dieser Variante keine Gesprächsminuten, sondern stellt lediglich die Internetverbindung bereit.
Interessant ist diese Lösung vor allem für Wohnmobile, Ferienhäuser, abgelegene Grundstücke oder mobile Arbeitsplätze ohne brauchbares LTE- oder 5G-Signal. Starlink Mini lässt sich leichter transportieren als die große Standardantenne, benötigt aber weiterhin einen geeigneten Aufstellplatz und eine Stromversorgung. Ein Satellitenempfänger für die Hosentasche ist auch die Mini-Version nicht.
Die Deutsche Telekom und Starlink wollen Anfang 2028 in Deutschland mit Satellite-to-Mobile starten. Kompatible Smartphones sollen sich dann ohne externe Antenne direkt mit den Satelliten verbinden können.
Verliert das Handy sein gewöhnliches LTE- oder 5G-Signal, soll es automatisch in das Satellitennetz wechseln. Die Telekom nennt Datenübertragung, Videos, Sprache und Nachrichten als vorgesehene Dienste. Welche Funktionen unmittelbar zum Start angeboten werden und welche später folgen, ist noch nicht bekannt. Telekom und Starlink zum geplanten Deutschland-Start
Die direkte Verbindung wird auch als Direct-to-Device, Direct-to-Handset oder Satellite-to-Mobile bezeichnet. Sie richtet sich vor allem an Gegenden, in denen weder ein Mobilfunkmast noch ein verfügbares WLAN erreicht werden kann.
Das Smartphone versucht weiterhin zuerst, sich mit einem terrestrischen Mobilfunknetz zu verbinden. Ist kein solches Signal vorhanden, kann ein unterstütztes Gerät auf Starlink ausweichen. Sobald wieder LTE oder 5G verfügbar ist, übernimmt erneut das Mobilfunknetz.
Nutzer sollen dafür weder eine Antenne aufbauen noch das Smartphone manuell mit einem Satelliten koppeln müssen. Das Prinzip ähnelt einem automatischen Netzwechsel, nur dass sich die nächste Funkstation in mehreren Hundert Kilometern Höhe befindet.
Satelliten-Mobilfunk soll Funklöcher schließen und die bestehende Versorgung ergänzen. Er ist nicht als vollständiger Ersatz für LTE oder 5G vorgesehen. Mobilfunkmasten bieten in gut ausgebauten Regionen eine höhere Kapazität und können wesentlich mehr Geräte gleichzeitig versorgen.
Für eine stabile Satellitenverbindung benötigt das Handy zudem möglichst freie Sicht zum Himmel. Gebäude, Berge, dichter Wald und andere Hindernisse können den Empfang beeinträchtigen. Wer im Keller sitzt, muss daher weiterhin auf WLAN hoffen. Selbst Starlink kann keine freie Sicht durch 30 Zentimeter Stahlbeton verhandeln.
Wie sich satellitengestütztes NTN von den klassischen Mobilfunkstandards unterscheidet, erklären wir ausführlicher in unserem Ratgeber zu den Unterschieden zwischen 5G, 6G und NTN.
Für die Nutzung über eine Starlink-Antenne benötigt das Smartphone keine besondere SIM-Karte. Es greift über WLAN auf die Internetverbindung zu, genauso wie bei einem DSL- oder Kabelrouter.
Auch für den geplanten direkten Satelliten-Mobilfunk wurde bisher keine separate Starlink-SIM für Deutschland angekündigt. Weil Starlink bei diesem Angebot mit der Telekom zusammenarbeitet, dürfte die Freischaltung über einen Mobilfunktarif erfolgen. Ob der Satellitenzugang in bestimmten Telekom-Verträgen enthalten sein wird oder als kostenpflichtige Option hinzukommt, steht noch nicht fest.
Ebenso wenig ist bestätigt, ob ausschließlich Telekom-Kunden Zugriff erhalten oder später weitere deutsche Anbieter beteiligt werden. Angebote, die bereits heute mit einer angeblichen Starlink-SIM für deutsche Handys werben, sollte man daher besonders sorgfältig prüfen.
Ob eine klassische SIM oder eSIM im Smartphone steckt, sagt außerdem nichts über die technische Satellitentauglichkeit aus. Dafür sind unter anderem das verbaute Modem, die unterstützten Funkfrequenzen, die Gerätesoftware und die Freigabe des Netzbetreibers relevant. Die Unterschiede zwischen beiden Kartenarten beschreibt unser Ratgeber eSIM oder klassische SIM-Karte.
Mit der heutigen WLAN-Lösung funktioniert grundsätzlich jedes Smartphone, das sich mit einem drahtlosen Netzwerk verbinden kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein Android-Handy oder iPhone handelt.
Für den direkten Empfang ab 2028 wird dagegen ein kompatibles Smartphone benötigt. Eine abschließende Geräteliste für Deutschland liegt noch nicht vor. Die Telekom kündigt lediglich an, dass die Zahl unterstützter Modelle bis zum Start wachsen soll.
Wer ohnehin ein neues Handy kaufen möchte, sollte deshalb nicht allein wegen Starlink vorschnell zu einem bestimmten Modell greifen. Bis geklärt ist, welche Geräte und Tarife in Deutschland freigeschaltet werden, wäre das eher ein teures Ratespiel mit hübscher Verpackung.
Ein offizielles Starlink-Smartphone wird ebenfalls nicht angeboten. Im Internet kursierende Bezeichnungen wie Tesla Phone, Starlink Phone oder Pi Phone sind keine bestätigten Produktnamen von Starlink.
Das iPhone 14 und neuere Modelle besitzen bereits eigene Satellitenfunktionen. In Deutschland kann damit unter anderem eine Notfallnachricht an Rettungsdienste gesendet werden, wenn weder Mobilfunk noch WLAN verfügbar sind. Dafür muss sich der Nutzer im Freien befinden und freie Sicht auf Himmel und Horizont haben.
Diese Funktion nutzt jedoch nicht Starlink und stellt keinen gewöhnlichen mobilen Internetzugang bereit. Webseiten aufrufen, Videos streamen oder beliebige Apps über Satellit verwenden kann man damit in Deutschland nicht. Apples Notrufsystem und der geplante Starlink-Mobilfunk sind daher 2 voneinander unabhängige Angebote.
Bei den Kosten muss zwischen der bereits verfügbaren WLAN-Lösung und dem direkten Satelliten-Mobilfunk ab 2028 unterschieden werden.
Wer Starlink heute am Smartphone verwenden möchte, bezahlt die benötigte Hardware und einen gewöhnlichen Starlink-Internettarif. Die Verbindung kann anschließend von mehreren Geräten genutzt werden und ist kein spezieller Handytarif.
Die deutsche Starlink-Tarifübersicht führt derzeit unter anderem folgende monatliche Preise:
Für eine mobile Nutzung mit Starlink Mini ist vor allem ein Reise-Tarif interessant. Die Privathaushalt-Angebote sind dagegen für eine feste Serviceadresse gedacht.
Die Kosten für das Empfangsgerät kommen je nach Angebot hinzu. Hardwarepreise, Mietmodelle und Aktionen können sich ändern und teilweise von der angegebenen Adresse abhängen. Vor einer Bestellung sollte deshalb immer die aktuelle Gesamtsumme im Starlink-Bestellprozess kontrolliert werden.
Für die direkte Satellitenverbindung ab 2028 wurden noch keine deutschen Preise veröffentlicht. Es ist daher nicht bekannt, ob Satellite-to-Mobile ohne Aufpreis in bestimmten Handyverträgen enthalten sein wird oder eine zusätzliche monatliche Gebühr kostet. Auch ein eigener Starlink-Handyvertrag wurde nicht angekündigt.
Wer bereits heute mit dem Smartphone über Starlink ins Internet möchte, benötigt eine Starlink-Antenne oder Starlink Mini, eine Stromversorgung und einen passenden Internettarif. Das Handy verbindet sich anschließend über WLAN und braucht weder eine besondere SIM-Karte noch spezielle Satellitentechnik.
Der direkte Starlink-Empfang ohne Zusatzgerät soll in Deutschland Anfang 2028 über die Telekom starten. Bis dahin bleiben Fragen zu Preisen, Handyverträgen und den unterstützten Smartphones offen.
Für Reisen, abgelegene Grundstücke oder Orte mit schlechtem Mobilfunk kann die WLAN-Lösung schon jetzt sinnvoll sein. Wer dagegen lediglich für den künftigen Satelliten-Mobilfunk ein neues Smartphone oder eine angebliche Starlink-SIM kaufen möchte, sollte warten, bis Telekom und Starlink ihre konkreten Tarife und Gerätelisten veröffentlichen.
Eine besondere Starlink-SIM-Karte oder einen deutschen Starlink-Handyvertrag gibt es bislang nicht. Auch ein eigenes Satelliten-Handy muss niemand kaufen. Hinter der vermeintlich einfachen Frage stecken also 2 technisch verschiedene Verbindungen, die gerne in einen Topf geworfen werden. Der Topf wird dadurch allerdings nicht schlauer.
Bild: Starlink mit dem Handy nutzen: Der Satelliten-Empfänger stellt die Verbindung her und versorgt das Smartphone auch abseits klassischer Mobilfunknetze mit Internet.
Starlink mit dem Handy nutzen: Diese 2 Möglichkeiten gibt es
Bei der heutigen Lösung empfängt eine Starlink-Antenne das Satellitensignal und stellt anschließend eine WLAN-Verbindung für das Smartphone bereit. Beim künftigen Satelliten-Mobilfunk soll das Handy dagegen selbst Kontakt mit einem Starlink-Satelliten aufnehmen.
Verbindung | Stand in Deutschland | Benötigte Ausstattung |
| Starlink-Antenne oder Starlink Mini mit WLAN | Bereits verfügbar | Starlink-Hardware, Stromversorgung und Internettarif |
| Direkte Verbindung zwischen Handy und Satellit | Ab Anfang 2028 geplant | Kompatibles Smartphone und künftiges Telekom-Angebot |
Der Unterschied lässt sich leicht merken: Heute kommuniziert das Smartphone mit dem Starlink-Router, später soll es direkt mit dem Satelliten kommunizieren. Zum Weltraumtelefon wird es deshalb nicht schon dadurch, dass man es besonders entschlossen in den Himmel hält.
Starlink über WLAN schon heute am Handy nutzen
Für die derzeit verfügbare Nutzung läuft die Verbindung in mehreren Schritten:
- Eine Starlink-Antenne oder Starlink Mini stellt den Kontakt zu den Satelliten her.
- Das Empfangsgerät benötigt Strom und möglichst freie Sicht zum Himmel.
- Die Standardantenne überträgt die Verbindung an den Starlink-Router. Beim kompakteren Starlink Mini ist der WLAN-Router bereits integriert.
- Das Smartphone verbindet sich anschließend wie mit jedem anderen WLAN.
Auf dem Handy lassen sich damit Webseiten, Apps, Messenger, Videodienste und andere Internetangebote verwenden. Eine spezielle SIM-Karte wird nicht benötigt, weil der mobile Datentarif des Smartphones an dieser Verbindung gar nicht beteiligt ist.
Normale Telefongespräche sind über WLAN-Anrufe möglich, wenn der eigene Mobilfunkanbieter und das Smartphone WiFi Calling unterstützen. Alternativ funktionieren Sprach- und Videoanrufe über Messenger. Starlink selbst berechnet bei dieser Variante keine Gesprächsminuten, sondern stellt lediglich die Internetverbindung bereit.
Interessant ist diese Lösung vor allem für Wohnmobile, Ferienhäuser, abgelegene Grundstücke oder mobile Arbeitsplätze ohne brauchbares LTE- oder 5G-Signal. Starlink Mini lässt sich leichter transportieren als die große Standardantenne, benötigt aber weiterhin einen geeigneten Aufstellplatz und eine Stromversorgung. Ein Satellitenempfänger für die Hosentasche ist auch die Mini-Version nicht.
Direkter Starlink-Empfang auf Smartphones startet ab 2028
Die Deutsche Telekom und Starlink wollen Anfang 2028 in Deutschland mit Satellite-to-Mobile starten. Kompatible Smartphones sollen sich dann ohne externe Antenne direkt mit den Satelliten verbinden können.
Verliert das Handy sein gewöhnliches LTE- oder 5G-Signal, soll es automatisch in das Satellitennetz wechseln. Die Telekom nennt Datenübertragung, Videos, Sprache und Nachrichten als vorgesehene Dienste. Welche Funktionen unmittelbar zum Start angeboten werden und welche später folgen, ist noch nicht bekannt. Telekom und Starlink zum geplanten Deutschland-Start
Die direkte Verbindung wird auch als Direct-to-Device, Direct-to-Handset oder Satellite-to-Mobile bezeichnet. Sie richtet sich vor allem an Gegenden, in denen weder ein Mobilfunkmast noch ein verfügbares WLAN erreicht werden kann.
So wechselt das Handy ins Satellitennetz
Das Smartphone versucht weiterhin zuerst, sich mit einem terrestrischen Mobilfunknetz zu verbinden. Ist kein solches Signal vorhanden, kann ein unterstütztes Gerät auf Starlink ausweichen. Sobald wieder LTE oder 5G verfügbar ist, übernimmt erneut das Mobilfunknetz.
Nutzer sollen dafür weder eine Antenne aufbauen noch das Smartphone manuell mit einem Satelliten koppeln müssen. Das Prinzip ähnelt einem automatischen Netzwechsel, nur dass sich die nächste Funkstation in mehreren Hundert Kilometern Höhe befindet.
Starlink ersetzt kein flächendeckendes 5G-Netz
Satelliten-Mobilfunk soll Funklöcher schließen und die bestehende Versorgung ergänzen. Er ist nicht als vollständiger Ersatz für LTE oder 5G vorgesehen. Mobilfunkmasten bieten in gut ausgebauten Regionen eine höhere Kapazität und können wesentlich mehr Geräte gleichzeitig versorgen.
Für eine stabile Satellitenverbindung benötigt das Handy zudem möglichst freie Sicht zum Himmel. Gebäude, Berge, dichter Wald und andere Hindernisse können den Empfang beeinträchtigen. Wer im Keller sitzt, muss daher weiterhin auf WLAN hoffen. Selbst Starlink kann keine freie Sicht durch 30 Zentimeter Stahlbeton verhandeln.
Wie sich satellitengestütztes NTN von den klassischen Mobilfunkstandards unterscheidet, erklären wir ausführlicher in unserem Ratgeber zu den Unterschieden zwischen 5G, 6G und NTN.
Eine eigene Starlink-SIM-Karte gibt es derzeit nicht
Für die Nutzung über eine Starlink-Antenne benötigt das Smartphone keine besondere SIM-Karte. Es greift über WLAN auf die Internetverbindung zu, genauso wie bei einem DSL- oder Kabelrouter.
Auch für den geplanten direkten Satelliten-Mobilfunk wurde bisher keine separate Starlink-SIM für Deutschland angekündigt. Weil Starlink bei diesem Angebot mit der Telekom zusammenarbeitet, dürfte die Freischaltung über einen Mobilfunktarif erfolgen. Ob der Satellitenzugang in bestimmten Telekom-Verträgen enthalten sein wird oder als kostenpflichtige Option hinzukommt, steht noch nicht fest.
Ebenso wenig ist bestätigt, ob ausschließlich Telekom-Kunden Zugriff erhalten oder später weitere deutsche Anbieter beteiligt werden. Angebote, die bereits heute mit einer angeblichen Starlink-SIM für deutsche Handys werben, sollte man daher besonders sorgfältig prüfen.
Ob eine klassische SIM oder eSIM im Smartphone steckt, sagt außerdem nichts über die technische Satellitentauglichkeit aus. Dafür sind unter anderem das verbaute Modem, die unterstützten Funkfrequenzen, die Gerätesoftware und die Freigabe des Netzbetreibers relevant. Die Unterschiede zwischen beiden Kartenarten beschreibt unser Ratgeber eSIM oder klassische SIM-Karte.
Für Starlink musst du kein besonderes Handy kaufen
Mit der heutigen WLAN-Lösung funktioniert grundsätzlich jedes Smartphone, das sich mit einem drahtlosen Netzwerk verbinden kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein Android-Handy oder iPhone handelt.
Für den direkten Empfang ab 2028 wird dagegen ein kompatibles Smartphone benötigt. Eine abschließende Geräteliste für Deutschland liegt noch nicht vor. Die Telekom kündigt lediglich an, dass die Zahl unterstützter Modelle bis zum Start wachsen soll.
Wer ohnehin ein neues Handy kaufen möchte, sollte deshalb nicht allein wegen Starlink vorschnell zu einem bestimmten Modell greifen. Bis geklärt ist, welche Geräte und Tarife in Deutschland freigeschaltet werden, wäre das eher ein teures Ratespiel mit hübscher Verpackung.
Ein offizielles Starlink-Smartphone wird ebenfalls nicht angeboten. Im Internet kursierende Bezeichnungen wie Tesla Phone, Starlink Phone oder Pi Phone sind keine bestätigten Produktnamen von Starlink.
Apples Satellitenfunktionen laufen ohne Starlink
Das iPhone 14 und neuere Modelle besitzen bereits eigene Satellitenfunktionen. In Deutschland kann damit unter anderem eine Notfallnachricht an Rettungsdienste gesendet werden, wenn weder Mobilfunk noch WLAN verfügbar sind. Dafür muss sich der Nutzer im Freien befinden und freie Sicht auf Himmel und Horizont haben.
Diese Funktion nutzt jedoch nicht Starlink und stellt keinen gewöhnlichen mobilen Internetzugang bereit. Webseiten aufrufen, Videos streamen oder beliebige Apps über Satellit verwenden kann man damit in Deutschland nicht. Apples Notrufsystem und der geplante Starlink-Mobilfunk sind daher 2 voneinander unabhängige Angebote.
Was Starlink am Handy kostet
Bei den Kosten muss zwischen der bereits verfügbaren WLAN-Lösung und dem direkten Satelliten-Mobilfunk ab 2028 unterschieden werden.
Wer Starlink heute am Smartphone verwenden möchte, bezahlt die benötigte Hardware und einen gewöhnlichen Starlink-Internettarif. Die Verbindung kann anschließend von mehreren Geräten genutzt werden und ist kein spezieller Handytarif.
Die deutsche Starlink-Tarifübersicht führt derzeit unter anderem folgende monatliche Preise:
- Privathaushalt Lite mit bis zu 100 Mbit/s für 35 Euro
- Privathaushalt mit bis zu 200 Mbit/s für 55 Euro
- Privathaushalt Max für 75 Euro
- Reise mit 100 GB Datenvolumen für 45 Euro
- Reise mit unbegrenztem Datenvolumen für 95 Euro
Für eine mobile Nutzung mit Starlink Mini ist vor allem ein Reise-Tarif interessant. Die Privathaushalt-Angebote sind dagegen für eine feste Serviceadresse gedacht.
Die Kosten für das Empfangsgerät kommen je nach Angebot hinzu. Hardwarepreise, Mietmodelle und Aktionen können sich ändern und teilweise von der angegebenen Adresse abhängen. Vor einer Bestellung sollte deshalb immer die aktuelle Gesamtsumme im Starlink-Bestellprozess kontrolliert werden.
Für die direkte Satellitenverbindung ab 2028 wurden noch keine deutschen Preise veröffentlicht. Es ist daher nicht bekannt, ob Satellite-to-Mobile ohne Aufpreis in bestimmten Handyverträgen enthalten sein wird oder eine zusätzliche monatliche Gebühr kostet. Auch ein eigener Starlink-Handyvertrag wurde nicht angekündigt.
Starlink am Handy bleibt bis 2028 eine WLAN-Lösung
Wer bereits heute mit dem Smartphone über Starlink ins Internet möchte, benötigt eine Starlink-Antenne oder Starlink Mini, eine Stromversorgung und einen passenden Internettarif. Das Handy verbindet sich anschließend über WLAN und braucht weder eine besondere SIM-Karte noch spezielle Satellitentechnik.
Der direkte Starlink-Empfang ohne Zusatzgerät soll in Deutschland Anfang 2028 über die Telekom starten. Bis dahin bleiben Fragen zu Preisen, Handyverträgen und den unterstützten Smartphones offen.
Für Reisen, abgelegene Grundstücke oder Orte mit schlechtem Mobilfunk kann die WLAN-Lösung schon jetzt sinnvoll sein. Wer dagegen lediglich für den künftigen Satelliten-Mobilfunk ein neues Smartphone oder eine angebliche Starlink-SIM kaufen möchte, sollte warten, bis Telekom und Starlink ihre konkreten Tarife und Gerätelisten veröffentlichen.