Der Fernseher bleibt schwarz, die Sat-Schüssel hängt an der Wand und jede kleine Drehung bringt entweder gar nichts oder plötzlich Sender, die du nie gesucht hast. Früher halfen Kompass, Winkeltabelle und eine zweite Person am offenen Fenster. Heute übernimmt das Smartphone einen großen Teil der Orientierung.
Eine Sat-Finder-App ermittelt deinen Standort und zeigt, in welche Richtung die Schüssel gedreht und wie stark sie geneigt werden muss. Für den Empfang deutscher Fernsehprogramme ist meist Astra 19,2° Ost das Ziel. Ganz allein erledigt das Handy die Arbeit allerdings nicht: Die App liefert die passenden Ausgangswerte, während die letzte Feinjustierung über die Signalanzeige des Fernsehers oder Receivers erfolgt.
Bild: Sat-Schüssel mit der ASTRA SAT Finder App ausrichten: Das Smartphone hilft dabei, Astra 19,2° Ost zu finden sowie Azimut und Elevation korrekt einzustellen.
Für eine Sat-Schüssel, die auf Astra 19,2° Ost ausgerichtet werden soll, bietet sich die kostenlose ASTRA SAT Finder App von SES an. Sie ist für Android und iPhone erhältlich und führt schrittweise durch Standortbestimmung, Satellitensuche, Elevation, Azimut und LNB-Neigung.
Die App benötigt Zugriff auf den Standort und die Kamera. Außerdem muss das Smartphone über GPS, Gyroskop und einen geomagnetischen Sensor verfügen, der als digitaler Kompass dient. Bei iPhones und vielen Android-Smartphones ist diese Ausstattung vorhanden. Einige günstige Android-Modelle besitzen jedoch kein Magnetometer und können die Richtung deshalb nicht zuverlässig bestimmen.
ASTRA SAT Finder bei Google Play
ASTRA SAT Finder im Apple App Store
Die offizielle ASTRA-App ist auf Astra 19,2° Ost zugeschnitten. Für Hotbird, Türksat oder andere Positionen wird stattdessen eine Sat-Finder-App benötigt, in der sich der gewünschte Satellit auswählen lässt. Der weitere Ablauf bleibt weitgehend gleich.
Die Ausrichtung klappt leichter, wenn Schüssel, Smartphone und Signalanzeige gleichzeitig erreichbar sind. Liegt der Fernseher mehrere Räume entfernt, ist eine zweite Person hilfreich. Alternativ kann ein Videoanruf die Signalwerte vom Wohnzimmer bis auf den Balkon übertragen.
Vor dem Start sollten diese Punkte stimmen:
Bäume, Hausdächer und Balkone im Sichtfeld können den Empfang blockieren. Dabei zählt nicht nur, was gerade zu sehen ist: Ein im Winter kahler Baum kann im Sommer mit dichtem Laub den Empfang deutlich verschlechtern.
Bei einer bereits montierten und sicher erreichbaren Schüssel lässt sich die Ausrichtung selbst vornehmen. Befindet sie sich auf einem steilen Dach oder an einer schwer zugänglichen Fassade, gehört die Arbeit in die Hände eines Fachbetriebs.
Nach dem Start der App wird zunächst der genaue Standort ermittelt. Anschließend wählst du Astra 19,2° Ost aus, sofern die Anwendung das nicht bereits automatisch vorgibt. Aus deiner Position berechnet die App die benötigten Winkel. Deshalb unterscheiden sich die Werte beispielsweise zwischen Hamburg, Berlin und München.
Der Standort sollte möglichst präzise erkannt werden. Zeigt die App einen benachbarten Ort an, hilft es oft, die genaue Standortfreigabe zu aktivieren und die Positionsbestimmung im Freien erneut zu starten.
Über die Kameraansicht zeigt die App, wo Astra 19,2° Ost am Himmel liegt. Stelle dich dafür einige Meter von der Sat-Schüssel entfernt auf und richte das Smartphone in die angezeigte Richtung. Der Abstand ist wichtig, weil die Metallschüssel und ihre Halterung den digitalen Kompass stören können.
Zwischen Schüssel und eingeblendeter Satellitenposition darf kein dauerhaftes Hindernis stehen. Selbst dünne Äste können bei Regen oder dichtem Laub Probleme verursachen. Ist die Sicht versperrt, hilft keine noch so geduldige Drehung; dann muss die Antenne an einer anderen Stelle montiert werden.
Die Elevation beschreibt, wie weit die Schüssel nach oben geneigt wird. In Deutschland liegt dieser Winkel für Astra 19,2° Ost je nach Standort grob zwischen 28 und 34 Grad. Den exakten Wert liefert die App.
Viele Halterungen besitzen an der Seite eine kleine Gradskala. Löse die Schrauben leicht, stelle den berechneten Wert ein und ziehe sie zunächst nur handfest an. Fehlt eine Skala oder ist sie nach Jahren im Freien eher archäologisches Anschauungsmaterial, kann die App bei der Neigung helfen. Voraussetzung ist allerdings, dass Mast und Halterung gerade montiert sind.
Der Azimut bestimmt die Drehung nach links oder rechts. Gezählt wird von Norden über Osten: 90 Grad entsprechen Osten, 180 Grad genau Süden. Für Astra 19,2° Ost liegen die Werte in Deutschland meistens ungefähr zwischen 164 und 174 Grad. Die Schüssel zeigt daher überwiegend nach Süden, je nach Wohnort leicht in Richtung Südosten.
Nutze die Kompass- oder Kameraansicht der App zunächst für die grobe Richtung. Drehe die Schüssel danach langsam horizontal. Schon wenige Millimeter können über ein stabiles Bild oder die nächste Runde Fehlersuche entscheiden. Das Smartphone sollte dabei nicht direkt an die Metallschüssel gehalten werden, da die Kompassanzeige sonst abweichen kann.
Das LNB sitzt vorne am Ausleger und nimmt das gebündelte Satellitensignal auf. Neben Azimut und Elevation berechnet die App auch dessen Drehwinkel, häufig als Skew oder Tilt bezeichnet. Löse die Halterung vorsichtig und drehe das LNB entsprechend der App-Grafik. Eine allgemeine Angabe wie links oder rechts wäre hier irreführend, weil die Richtung davon abhängt, von welcher Seite du auf die Schüssel blickst.
Für Astra muss das LNB in Deutschland oft nur leicht verdreht werden. Trotzdem lohnt sich die Einstellung, denn sie kann die Signalqualität verbessern und zusätzliche Reserven bei Regen oder Schneefall schaffen.
Die App hat die Schüssel nun in den richtigen Bereich gebracht. Für die Feineinstellung zählt die Anzeige am Fernseher oder Sat-Receiver. Bewege die Antenne zunächst millimeterweise nach links und rechts. Warte nach jeder Änderung 2 bis 3 Sekunden, weil viele Receiver verzögert reagieren. Bleibt die beste Position gefunden, folgt dasselbe Vorgehen mit der Neigung nach oben und unten.
Achte besonders auf die Signalqualität. Eine hohe Signalstärke bedeutet lediglich, dass ein kräftiges Signal ankommt. Erst eine gute Qualität zeigt, dass die Schüssel den richtigen Satelliten sauber empfängt. Es ist daher möglich, einen hohen Pegel zu sehen und trotzdem kein brauchbares Fernsehbild zu erhalten.
Sind beide Werte stabil, werden die Schrauben abwechselnd und gleichmäßig festgezogen. Kontrolliere die Anzeige anschließend erneut. Beim Anziehen kann sich die Schüssel minimal verschieben, und leider kennt eine Schraubenmutter kein Mitleid mit einer zuvor perfekten Einstellung.
Springt die Anzeige, dreht sich der Satellit mit jeder Handbewegung scheinbar weiter oder passen die Werte überhaupt nicht zur Umgebung, liegt das häufig am Smartphone-Kompass. Folgende Maßnahmen helfen:
Weitere Hinweise zur Kalibrierung und zu geeigneten Sensor-Apps findest du in unserem Überblick über Kompass-Apps für Android und iPhone.
Bleibt trotz plausibler Winkel jedes Programm schwarz, kann auch der falsche Satellit getroffen worden sein. Benachbarte Satelliten liefern ebenfalls einen kräftigen Ausschlag, aber nicht die erwarteten Sender. In diesem Fall die Schüssel noch einmal auf die berechnete Ausgangsposition stellen und langsamer absuchen. Auch ein schiefer Mast, ein beschädigtes Koaxialkabel, lockere F-Stecker oder ein defektes LNB kommen als Ursache infrage.
Eine Handy-App berechnet Richtung und Winkel anhand von Standort und Smartphone-Sensoren. Sie misst jedoch nicht direkt das Signal, das am LNB ankommt. Für eine gut erreichbare Schüssel reicht die Kombination aus App und Signalanzeige des Receivers meistens aus.
Ein separates Sat-Messgerät lohnt sich, wenn die Schüssel häufig neu aufgebaut wird, etwa beim Camping, oder wenn vom Montageort kein Blick auf den Fernseher möglich ist. Der Sat-Finder wird zwischen LNB und Receiver geschaltet und reagiert unmittelbar auf Veränderungen. Dadurch lässt sich die beste Position schneller finden. Bei komplexen Anlagen mit mehreren Teilnehmern, Multischaltern oder mehreren Satelliten ist professionelle Messtechnik ebenfalls die zuverlässigere Lösung.
Die ASTRA SAT Finder App nimmt der Ausrichtung einen großen Teil der Raterei ab. Standort bestimmen, freie Sicht kontrollieren, Elevation und Azimut einstellen, LNB leicht drehen und anschließend die Signalqualität am Receiver optimieren: Mehr braucht es bei einer normal montierten Sat-Schüssel häufig nicht.
Das Handy ist dabei vor allem der Wegweiser. Die letzten Millimeter entscheidet das empfangene Signal. Wer langsam arbeitet, nach jeder Bewegung kurz wartet und den Smartphone-Kompass von Metall fernhält, kann Astra 19,2° Ost auch ohne teures Messgerät sauber finden. Bleibt der Empfang trotz korrekter Werte instabil, sollte nicht endlos weitergedreht werden. Dann sind Kabel, Stecker, LNB und Montageort die nächsten sinnvollen Prüfpunkte.
Eine Sat-Finder-App ermittelt deinen Standort und zeigt, in welche Richtung die Schüssel gedreht und wie stark sie geneigt werden muss. Für den Empfang deutscher Fernsehprogramme ist meist Astra 19,2° Ost das Ziel. Ganz allein erledigt das Handy die Arbeit allerdings nicht: Die App liefert die passenden Ausgangswerte, während die letzte Feinjustierung über die Signalanzeige des Fernsehers oder Receivers erfolgt.
Bild: Sat-Schüssel mit der ASTRA SAT Finder App ausrichten: Das Smartphone hilft dabei, Astra 19,2° Ost zu finden sowie Azimut und Elevation korrekt einzustellen.
Die passende App für Astra 19,2° Ost
Für eine Sat-Schüssel, die auf Astra 19,2° Ost ausgerichtet werden soll, bietet sich die kostenlose ASTRA SAT Finder App von SES an. Sie ist für Android und iPhone erhältlich und führt schrittweise durch Standortbestimmung, Satellitensuche, Elevation, Azimut und LNB-Neigung.
Die App benötigt Zugriff auf den Standort und die Kamera. Außerdem muss das Smartphone über GPS, Gyroskop und einen geomagnetischen Sensor verfügen, der als digitaler Kompass dient. Bei iPhones und vielen Android-Smartphones ist diese Ausstattung vorhanden. Einige günstige Android-Modelle besitzen jedoch kein Magnetometer und können die Richtung deshalb nicht zuverlässig bestimmen.
ASTRA SAT Finder bei Google Play
ASTRA SAT Finder im Apple App Store
Die offizielle ASTRA-App ist auf Astra 19,2° Ost zugeschnitten. Für Hotbird, Türksat oder andere Positionen wird stattdessen eine Sat-Finder-App benötigt, in der sich der gewünschte Satellit auswählen lässt. Der weitere Ablauf bleibt weitgehend gleich.
Bevor die Sat-Schüssel Richtung Süden wandert
Die Ausrichtung klappt leichter, wenn Schüssel, Smartphone und Signalanzeige gleichzeitig erreichbar sind. Liegt der Fernseher mehrere Räume entfernt, ist eine zweite Person hilfreich. Alternativ kann ein Videoanruf die Signalwerte vom Wohnzimmer bis auf den Balkon übertragen.
Vor dem Start sollten diese Punkte stimmen:
- Die Halterung sitzt fest und der Mast steht exakt senkrecht.
- Von der Schüssel besteht freie Sicht nach Süden beziehungsweise Südosten.
- Standortzugriff, Kamera und Kompass sind auf dem Smartphone freigegeben.
- Eine magnetische Handyhülle oder MagSafe-Zubehör wurde entfernt.
- Am Fernseher oder Receiver ist die Anzeige für Signalstärke und Signalqualität geöffnet.
- Die Befestigungsschrauben sind nur so weit gelöst, dass sich die Schüssel kontrolliert bewegen lässt.
Bäume, Hausdächer und Balkone im Sichtfeld können den Empfang blockieren. Dabei zählt nicht nur, was gerade zu sehen ist: Ein im Winter kahler Baum kann im Sommer mit dichtem Laub den Empfang deutlich verschlechtern.
Bei einer bereits montierten und sicher erreichbaren Schüssel lässt sich die Ausrichtung selbst vornehmen. Befindet sie sich auf einem steilen Dach oder an einer schwer zugänglichen Fassade, gehört die Arbeit in die Hände eines Fachbetriebs.
Sat-Schüssel mit Handy-App ausrichten
1. Standort bestimmen und Astra auswählen
Nach dem Start der App wird zunächst der genaue Standort ermittelt. Anschließend wählst du Astra 19,2° Ost aus, sofern die Anwendung das nicht bereits automatisch vorgibt. Aus deiner Position berechnet die App die benötigten Winkel. Deshalb unterscheiden sich die Werte beispielsweise zwischen Hamburg, Berlin und München.
Der Standort sollte möglichst präzise erkannt werden. Zeigt die App einen benachbarten Ort an, hilft es oft, die genaue Standortfreigabe zu aktivieren und die Positionsbestimmung im Freien erneut zu starten.
2. Freie Sicht zum Satelliten prüfen
Über die Kameraansicht zeigt die App, wo Astra 19,2° Ost am Himmel liegt. Stelle dich dafür einige Meter von der Sat-Schüssel entfernt auf und richte das Smartphone in die angezeigte Richtung. Der Abstand ist wichtig, weil die Metallschüssel und ihre Halterung den digitalen Kompass stören können.
Zwischen Schüssel und eingeblendeter Satellitenposition darf kein dauerhaftes Hindernis stehen. Selbst dünne Äste können bei Regen oder dichtem Laub Probleme verursachen. Ist die Sicht versperrt, hilft keine noch so geduldige Drehung; dann muss die Antenne an einer anderen Stelle montiert werden.
3. Elevation an der Halterung einstellen
Die Elevation beschreibt, wie weit die Schüssel nach oben geneigt wird. In Deutschland liegt dieser Winkel für Astra 19,2° Ost je nach Standort grob zwischen 28 und 34 Grad. Den exakten Wert liefert die App.
Viele Halterungen besitzen an der Seite eine kleine Gradskala. Löse die Schrauben leicht, stelle den berechneten Wert ein und ziehe sie zunächst nur handfest an. Fehlt eine Skala oder ist sie nach Jahren im Freien eher archäologisches Anschauungsmaterial, kann die App bei der Neigung helfen. Voraussetzung ist allerdings, dass Mast und Halterung gerade montiert sind.
4. Azimut für die horizontale Richtung einstellen
Der Azimut bestimmt die Drehung nach links oder rechts. Gezählt wird von Norden über Osten: 90 Grad entsprechen Osten, 180 Grad genau Süden. Für Astra 19,2° Ost liegen die Werte in Deutschland meistens ungefähr zwischen 164 und 174 Grad. Die Schüssel zeigt daher überwiegend nach Süden, je nach Wohnort leicht in Richtung Südosten.
Nutze die Kompass- oder Kameraansicht der App zunächst für die grobe Richtung. Drehe die Schüssel danach langsam horizontal. Schon wenige Millimeter können über ein stabiles Bild oder die nächste Runde Fehlersuche entscheiden. Das Smartphone sollte dabei nicht direkt an die Metallschüssel gehalten werden, da die Kompassanzeige sonst abweichen kann.
5. LNB-Neigung übernehmen
Das LNB sitzt vorne am Ausleger und nimmt das gebündelte Satellitensignal auf. Neben Azimut und Elevation berechnet die App auch dessen Drehwinkel, häufig als Skew oder Tilt bezeichnet. Löse die Halterung vorsichtig und drehe das LNB entsprechend der App-Grafik. Eine allgemeine Angabe wie links oder rechts wäre hier irreführend, weil die Richtung davon abhängt, von welcher Seite du auf die Schüssel blickst.
Für Astra muss das LNB in Deutschland oft nur leicht verdreht werden. Trotzdem lohnt sich die Einstellung, denn sie kann die Signalqualität verbessern und zusätzliche Reserven bei Regen oder Schneefall schaffen.
6. Signalqualität in kleinen Schritten verbessern
Die App hat die Schüssel nun in den richtigen Bereich gebracht. Für die Feineinstellung zählt die Anzeige am Fernseher oder Sat-Receiver. Bewege die Antenne zunächst millimeterweise nach links und rechts. Warte nach jeder Änderung 2 bis 3 Sekunden, weil viele Receiver verzögert reagieren. Bleibt die beste Position gefunden, folgt dasselbe Vorgehen mit der Neigung nach oben und unten.
Achte besonders auf die Signalqualität. Eine hohe Signalstärke bedeutet lediglich, dass ein kräftiges Signal ankommt. Erst eine gute Qualität zeigt, dass die Schüssel den richtigen Satelliten sauber empfängt. Es ist daher möglich, einen hohen Pegel zu sehen und trotzdem kein brauchbares Fernsehbild zu erhalten.
Sind beide Werte stabil, werden die Schrauben abwechselnd und gleichmäßig festgezogen. Kontrolliere die Anzeige anschließend erneut. Beim Anziehen kann sich die Schüssel minimal verschieben, und leider kennt eine Schraubenmutter kein Mitleid mit einer zuvor perfekten Einstellung.
Wenn Kompass oder Sat-Finder-App die Richtung verlieren
Springt die Anzeige, dreht sich der Satellit mit jeder Handbewegung scheinbar weiter oder passen die Werte überhaupt nicht zur Umgebung, liegt das häufig am Smartphone-Kompass. Folgende Maßnahmen helfen:
- Bewege das Smartphone mehrmals in Form einer liegenden Acht, um den Kompass zu kalibrieren.
- Entferne magnetische Hüllen, Ringhalter, MagSafe-Zubehör und ähnliche Anbauteile.
- Halte Abstand zu Geländern, Autos, Stahlträgern und der Sat-Schüssel selbst.
- Prüfe, ob die App den genauen Standort und die Kamera verwenden darf.
- Starte die Anwendung im Freien neu und warte, bis der Standort sauber erkannt wurde.
- Kontrolliere, ob das Smartphone überhaupt ein Magnetometer besitzt.
Weitere Hinweise zur Kalibrierung und zu geeigneten Sensor-Apps findest du in unserem Überblick über Kompass-Apps für Android und iPhone.
Bleibt trotz plausibler Winkel jedes Programm schwarz, kann auch der falsche Satellit getroffen worden sein. Benachbarte Satelliten liefern ebenfalls einen kräftigen Ausschlag, aber nicht die erwarteten Sender. In diesem Fall die Schüssel noch einmal auf die berechnete Ausgangsposition stellen und langsamer absuchen. Auch ein schiefer Mast, ein beschädigtes Koaxialkabel, lockere F-Stecker oder ein defektes LNB kommen als Ursache infrage.
Wann ein separater Sat-Finder sinnvoll ist
Eine Handy-App berechnet Richtung und Winkel anhand von Standort und Smartphone-Sensoren. Sie misst jedoch nicht direkt das Signal, das am LNB ankommt. Für eine gut erreichbare Schüssel reicht die Kombination aus App und Signalanzeige des Receivers meistens aus.
Ein separates Sat-Messgerät lohnt sich, wenn die Schüssel häufig neu aufgebaut wird, etwa beim Camping, oder wenn vom Montageort kein Blick auf den Fernseher möglich ist. Der Sat-Finder wird zwischen LNB und Receiver geschaltet und reagiert unmittelbar auf Veränderungen. Dadurch lässt sich die beste Position schneller finden. Bei komplexen Anlagen mit mehreren Teilnehmern, Multischaltern oder mehreren Satelliten ist professionelle Messtechnik ebenfalls die zuverlässigere Lösung.
Mit der Handy-App zu stabilem Astra-Empfang
Die ASTRA SAT Finder App nimmt der Ausrichtung einen großen Teil der Raterei ab. Standort bestimmen, freie Sicht kontrollieren, Elevation und Azimut einstellen, LNB leicht drehen und anschließend die Signalqualität am Receiver optimieren: Mehr braucht es bei einer normal montierten Sat-Schüssel häufig nicht.
Das Handy ist dabei vor allem der Wegweiser. Die letzten Millimeter entscheidet das empfangene Signal. Wer langsam arbeitet, nach jeder Bewegung kurz wartet und den Smartphone-Kompass von Metall fernhält, kann Astra 19,2° Ost auch ohne teures Messgerät sauber finden. Bleibt der Empfang trotz korrekter Werte instabil, sollte nicht endlos weitergedreht werden. Dann sind Kabel, Stecker, LNB und Montageort die nächsten sinnvollen Prüfpunkte.