Mit dem RedMagic 11 Pro bringt Nubia sein bisher ehrgeizigstes Gaming-Smartphone nach Deutschland – und das nicht leise. Offizieller Verkaufsstart ist der 18. November, der Einstiegspreis liegt bei 699 Euro. Vorbesteller bekommen aktuell 30 Euro Rabatt, wodurch der Preis kurzfristig auf 669 Euro fällt.
Damit rückt das neue Modell preislich knapp über seinen Vorgänger, das RedMagic 10 Pro, das seinerzeit ab 649 Euro startete. Auf dem Papier also kein großer Sprung – technisch allerdings schon. Denn das 11 Pro ist nicht einfach nur ein schnelleres Update, sondern das erste flüssiggekühlte Gaming-Smartphone in Serienproduktion.
Wir wollten wissen, ob RedMagic hier wirklich den nächsten Level erreicht oder ob das Ganze eher ein spektakuläres Kühl-Experiment mit Smartphone-Anschluss ist. Zeit also für den Vergleich: RedMagic 11 Pro vs. 10 Pro – was bringt die neue Generation wirklich?
Bild 1: RedMagic 11 Pro vs. 10 Pro – Vergleich der beiden Gaming-Smartphones mit Flüssigkühlung, Top-Leistung und auffälligem Design für Mobile-Gamer.
Technische Unterschiede im Überblick
Beide Smartphones liefern beeindruckende Datenblätter, doch auf dem Papier allein gewinnt kein Spiel. Hier zeigt sich, wo RedMagic nachgelegt hat:
Kühlung & Performance – das kleine Biotop in der Hosentasche
Das auffälligste Alleinstellungsmerkmal des RedMagic 11 Pro ist seine aktive Flüssigkühlung. Ja, wirklich – dieses Smartphone hat einen echten Kühlkreislauf. Während das 10 Pro bereits mit 23.000 U/min ordentlich Wind machte, setzt das neue Modell noch einen drauf: Ein wasserfester Turbolüfter rotiert mit 24.000 U/min, unterstützt von einer 13.116 mm² Vapor Chamber und einer Flüssigmetall-Wärmeleitung.
Im Alltag zeigt das Wirkung: Auch nach 30 Minuten Genshin Impact bleibt das 11 Pro angenehm kühl – das 10 Pro wurde da schon eher zur Handheizung. Thermal Throttling? Fehlanzeige. Und bevor jemand fragt: Nein, man kann das Kühlmittel nicht nachfüllen. Es handelt sich um ein geschlossenes System – was schade ist, denn ein kleiner Nachfüll-Schacht hätte das Bastlerherz sicher erfreut.
Gaming & Steuerung – das Smartphone, das Controller spielt
Beide Modelle setzen auf kapazitive Schultertasten mit 520 Hz Abtastrate – praktisch, wenn man nicht mehr auf dem Display herumwischen will wie ein Anfänger. Beim 11 Pro reagiert das System jedoch spürbar präziser. Der neue RedCore R4-Chip verarbeitet Eingaben nahezu verzögerungsfrei und sorgt für echtes Konsolen-Feeling.
Auch der Game Space wurde erweitert: Fadenkreuz-Overlays, Schrittverstärkung, Sensorgesten und mehr. Besonders cool: Der neue „Magic Key“ lässt sich frei belegen – etwa zum schnellen Starten der Kamera oder zum Speichern des letzten Siegesmoments, bevor der Akku wieder glüht.
Display & Handling – heller, härter, handfest
Das BOE X10-Panel des RedMagic 11 Pro liefert satte Farben, 100 % DCI-P3 und eine Farbgenauigkeit von ΔE < 1. Mit 1.800 Nits ist es minimal dunkler als das 10 Pro (2.000 Nits), dafür aber kontrastreicher und flimmerfrei. Der Touch-Wert von 3.000 Hz ist ohnehin jenseits jeder Vernunft – hier reagiert das Gerät, bevor man selbst entschieden hat, zu tippen.
In der Hand liegt das 11 Pro trotz 230 Gramm angenehm stabil. Der Aluminium-Rahmen fühlt sich wertiger an als der glatte Rand des Vorgängers. Und ja – IPX8-Zertifizierung bedeutet tatsächlich, dass es wasserdicht ist, obwohl Lüfteröffnungen vorhanden sind. Ein Satz, den man bislang eher aus Science-Fiction kannte.
Akku, Alltag & Kamera – Power trifft Pragmatismus
Der 7.500-mAh-Akku des 11 Pro ist ein Statement. In unseren Tests hielt das Gerät rund neun Stunden im 144-Hz-Modus durch – etwa eine Stunde länger als das 10 Pro. Beim Laden gewinnt wiederum der Vorgänger mit 100 W, allerdings nur kabelgebunden. Das 11 Pro kontert mit 80 W kabellos, was in der Praxis kaum langsamer ist und schlicht bequemer wirkt.
Bei der Kamera ist RedMagic sich treu geblieben: solide, aber kein Highlight. Das 11 Pro liefert leicht bessere Dynamik und Farben, bleibt aber weit vom Flaggschiff-Niveau eines Galaxy S25 Ultra entfernt. Dafür punktet es mit der verbesserten Software im RedMagic OS 11 – endlich keine überzogenen Filter mehr.
Design & Verarbeitung – Technik zum Anschauen
Das Design des RedMagic 11 Pro wirkt futuristischer denn je. Die transparenten Varianten zeigen sichtbar, wie das Kühlmittel durch den Körper zirkuliert – ein Detail, das für technikaffine Nutzer fast hypnotisch wirkt. Die RGB-Beleuchtung an Lüfter, Triggern und Seitenrahmen wurde überarbeitet und wirkt jetzt dezenter, fast schon edel.
Das 10 Pro sah bereits futuristisch aus, aber das 11 Pro legt mit seiner matten Struktur, den präzisen Linien und dem neuen Rahmenmaterial noch eine Schippe drauf. Wenn man es auf den Tisch legt, zieht es Blicke an – was bei Gaming-Phones sonst nur selten passiert, weil sie oft aussehen, als kämen sie direkt aus einem Transformer-Film.
Bild 2: Alle verfügbaren Farben des neuen Redmagic 11 Pro, bei 2 Varianten kann man sogar die Kühlflüssigkeit bestaunen. / Bildquelle: Redmagic
Lohnt sich das Upgrade auf das RedMagic 11 Pro wirklich?
Wer bereits ein RedMagic 10 Pro besitzt, bekommt mit dem 11 Pro kein völlig neues Gerät, aber eines, das in fast allen Bereichen feiner abgestimmt ist. Die Flüssigkühlung ist kein Marketing-Trick, sondern bringt messbare Vorteile. Ebenso die Stabilität bei längeren Gaming-Sessions, der IPX8-Schutz und die kabellose Ladefunktion.
Für passionierte Mobile-Gamer ist das 11 Pro aktuell das wohl spannendste Nischen-Smartphone auf dem Markt – technisch mutig, visuell außergewöhnlich und dabei preislich noch vertretbar. Wer hingegen nur gelegentlich spielt und bereits mit dem 10 Pro zufrieden ist, darf das Upgrade guten Gewissens auslassen. Denn ein kühlerer Chip macht allein noch keinen besseren Spieler – auch wenn er verdammt beeindruckend aussieht.
Und wer nach diesem Duell Lust auf weitere Technik-Giganten bekommt: Unser Smartphone-Vergleich „OPPO Find X9 Pro vs. vivo X300 Pro“ zeigt, dass selbst jenseits der Gaming-Welt spannende Zweikämpfe lauern – nur eben ohne Mini-Wasserkühlung im Hosentaschenformat.
Damit rückt das neue Modell preislich knapp über seinen Vorgänger, das RedMagic 10 Pro, das seinerzeit ab 649 Euro startete. Auf dem Papier also kein großer Sprung – technisch allerdings schon. Denn das 11 Pro ist nicht einfach nur ein schnelleres Update, sondern das erste flüssiggekühlte Gaming-Smartphone in Serienproduktion.
Wir wollten wissen, ob RedMagic hier wirklich den nächsten Level erreicht oder ob das Ganze eher ein spektakuläres Kühl-Experiment mit Smartphone-Anschluss ist. Zeit also für den Vergleich: RedMagic 11 Pro vs. 10 Pro – was bringt die neue Generation wirklich?
Bild 1: RedMagic 11 Pro vs. 10 Pro – Vergleich der beiden Gaming-Smartphones mit Flüssigkühlung, Top-Leistung und auffälligem Design für Mobile-Gamer.
Technische Unterschiede im Überblick
Beide Smartphones liefern beeindruckende Datenblätter, doch auf dem Papier allein gewinnt kein Spiel. Hier zeigt sich, wo RedMagic nachgelegt hat:
Feature | Redmagic 11 Pro | Redmagic 10 Pro |
| Prozessor | Snapdragon 8 Elite Gen 5 + RedCore R4 | Snapdragon 8 Elite + RedCore 3 Pro |
| RAM / Speicher | bis 24 GB LPDDR5T / 1 TB UFS 4.1 | bis 24 GB LPDDR5X / 1 TB UFS 4.1 |
| Display | 6,85″ AMOLED (144 Hz / 3000 Hz Touch) | 6,85″ AMOLED (144 Hz / 2500 Hz Touch) |
| Akku | 7.500 mAh / 80 W kabelgeb. + kabellos | 7.050 mAh / 100 W Schnellladen |
| Kühlung | AquaCore mit Flüssigkühlung + 24.000 U/min Lüfter | ICE-X mit 23.000 U/min Lüfter |
| Kamera | 50 + 50 + 2 MP (OIS) / 16 MP Front | 50 + 50 + 2 MP (OIS) / 16 MP UDC |
| Schutzklasse | IPX8 (wasserdicht) | IP54 (spritzwassergeschützt) |
| Gewicht | 230 g | 229 g |
| OS | RedMagic OS 11 (Android 16) | RedMagic OS 10 (Android-Basis) |
Kühlung & Performance – das kleine Biotop in der Hosentasche
Das auffälligste Alleinstellungsmerkmal des RedMagic 11 Pro ist seine aktive Flüssigkühlung. Ja, wirklich – dieses Smartphone hat einen echten Kühlkreislauf. Während das 10 Pro bereits mit 23.000 U/min ordentlich Wind machte, setzt das neue Modell noch einen drauf: Ein wasserfester Turbolüfter rotiert mit 24.000 U/min, unterstützt von einer 13.116 mm² Vapor Chamber und einer Flüssigmetall-Wärmeleitung.
Im Alltag zeigt das Wirkung: Auch nach 30 Minuten Genshin Impact bleibt das 11 Pro angenehm kühl – das 10 Pro wurde da schon eher zur Handheizung. Thermal Throttling? Fehlanzeige. Und bevor jemand fragt: Nein, man kann das Kühlmittel nicht nachfüllen. Es handelt sich um ein geschlossenes System – was schade ist, denn ein kleiner Nachfüll-Schacht hätte das Bastlerherz sicher erfreut.
Gaming & Steuerung – das Smartphone, das Controller spielt
Beide Modelle setzen auf kapazitive Schultertasten mit 520 Hz Abtastrate – praktisch, wenn man nicht mehr auf dem Display herumwischen will wie ein Anfänger. Beim 11 Pro reagiert das System jedoch spürbar präziser. Der neue RedCore R4-Chip verarbeitet Eingaben nahezu verzögerungsfrei und sorgt für echtes Konsolen-Feeling.
Auch der Game Space wurde erweitert: Fadenkreuz-Overlays, Schrittverstärkung, Sensorgesten und mehr. Besonders cool: Der neue „Magic Key“ lässt sich frei belegen – etwa zum schnellen Starten der Kamera oder zum Speichern des letzten Siegesmoments, bevor der Akku wieder glüht.
Display & Handling – heller, härter, handfest
Das BOE X10-Panel des RedMagic 11 Pro liefert satte Farben, 100 % DCI-P3 und eine Farbgenauigkeit von ΔE < 1. Mit 1.800 Nits ist es minimal dunkler als das 10 Pro (2.000 Nits), dafür aber kontrastreicher und flimmerfrei. Der Touch-Wert von 3.000 Hz ist ohnehin jenseits jeder Vernunft – hier reagiert das Gerät, bevor man selbst entschieden hat, zu tippen.
In der Hand liegt das 11 Pro trotz 230 Gramm angenehm stabil. Der Aluminium-Rahmen fühlt sich wertiger an als der glatte Rand des Vorgängers. Und ja – IPX8-Zertifizierung bedeutet tatsächlich, dass es wasserdicht ist, obwohl Lüfteröffnungen vorhanden sind. Ein Satz, den man bislang eher aus Science-Fiction kannte.
Akku, Alltag & Kamera – Power trifft Pragmatismus
Der 7.500-mAh-Akku des 11 Pro ist ein Statement. In unseren Tests hielt das Gerät rund neun Stunden im 144-Hz-Modus durch – etwa eine Stunde länger als das 10 Pro. Beim Laden gewinnt wiederum der Vorgänger mit 100 W, allerdings nur kabelgebunden. Das 11 Pro kontert mit 80 W kabellos, was in der Praxis kaum langsamer ist und schlicht bequemer wirkt.
Bei der Kamera ist RedMagic sich treu geblieben: solide, aber kein Highlight. Das 11 Pro liefert leicht bessere Dynamik und Farben, bleibt aber weit vom Flaggschiff-Niveau eines Galaxy S25 Ultra entfernt. Dafür punktet es mit der verbesserten Software im RedMagic OS 11 – endlich keine überzogenen Filter mehr.
Design & Verarbeitung – Technik zum Anschauen
Das Design des RedMagic 11 Pro wirkt futuristischer denn je. Die transparenten Varianten zeigen sichtbar, wie das Kühlmittel durch den Körper zirkuliert – ein Detail, das für technikaffine Nutzer fast hypnotisch wirkt. Die RGB-Beleuchtung an Lüfter, Triggern und Seitenrahmen wurde überarbeitet und wirkt jetzt dezenter, fast schon edel.
Das 10 Pro sah bereits futuristisch aus, aber das 11 Pro legt mit seiner matten Struktur, den präzisen Linien und dem neuen Rahmenmaterial noch eine Schippe drauf. Wenn man es auf den Tisch legt, zieht es Blicke an – was bei Gaming-Phones sonst nur selten passiert, weil sie oft aussehen, als kämen sie direkt aus einem Transformer-Film.
Bild 2: Alle verfügbaren Farben des neuen Redmagic 11 Pro, bei 2 Varianten kann man sogar die Kühlflüssigkeit bestaunen. / Bildquelle: Redmagic
Lohnt sich das Upgrade auf das RedMagic 11 Pro wirklich?
Wer bereits ein RedMagic 10 Pro besitzt, bekommt mit dem 11 Pro kein völlig neues Gerät, aber eines, das in fast allen Bereichen feiner abgestimmt ist. Die Flüssigkühlung ist kein Marketing-Trick, sondern bringt messbare Vorteile. Ebenso die Stabilität bei längeren Gaming-Sessions, der IPX8-Schutz und die kabellose Ladefunktion.
Für passionierte Mobile-Gamer ist das 11 Pro aktuell das wohl spannendste Nischen-Smartphone auf dem Markt – technisch mutig, visuell außergewöhnlich und dabei preislich noch vertretbar. Wer hingegen nur gelegentlich spielt und bereits mit dem 10 Pro zufrieden ist, darf das Upgrade guten Gewissens auslassen. Denn ein kühlerer Chip macht allein noch keinen besseren Spieler – auch wenn er verdammt beeindruckend aussieht.
Und wer nach diesem Duell Lust auf weitere Technik-Giganten bekommt: Unser Smartphone-Vergleich „OPPO Find X9 Pro vs. vivo X300 Pro“ zeigt, dass selbst jenseits der Gaming-Welt spannende Zweikämpfe lauern – nur eben ohne Mini-Wasserkühlung im Hosentaschenformat.