Auf der MWC 2026 in Barcelona hat Nothing endlich beide Karten auf den Tisch gelegt: Nothing Phone (4a) und Nothing Phone (4a) Pro sind offiziell, komplett vorgestellt und – typisch Nothing – so positioniert, dass man beim Preis nicht sofort weiß, ob man gerade „vernünftig“ oder „konsequent“ sein soll.
Wir von All4Phones.de sind seit Jahren Fans der Marke, weil Nothing etwas geschafft hat, das viele Hersteller irgendwann aufgegeben haben: Ein Smartphone kann sich wieder nach etwas Besonderem anfühlen, statt nach dem 27. Aufguss derselben Glasplatte. Genau deshalb lohnt sich hier ein sauberer Vergleich, der nicht nur Zahlen abliest, sondern die Kaufentscheidung greifbar macht.
Bild 1: Nothing Phone (4a) vs. Nothing Phone (4a) Pro im Vergleich: Unterschiede bei Kamera, Display, Leistung, Akku und Preis auf einen Blick. (Bildquelle: Nothing, bearbeitet)
Nothing Phone (4a) und (4a) Pro im Vergleich
Preise, Speicher und Farben
Hier passiert die erste echte Weichenstellung, weil Nothing die Varianten beim Pro deutlich straffer hält.
Nothing Phone (4a) Preise
Wichtig: Pink und Blau gibt es nur als 12 GB + 256 GB.
Nothing Phone (4a) Pro Preise
Wichtig: Pink gibt es nur als 12 GB + 256 GB.
Der Preisabstand ist damit klar: +130 € beim Einstieg und +120 € beim Topmodell. Und das (4a) hat eine Trumpfkarte, die viele unterschätzen: 8 GB + 256 GB für 379 € ist ein sehr „erwachsener“ Sweet Spot, den das Pro schlicht nicht anbietet.
Design, Verarbeitung und Schutz
Nicht jeder kauft ein Nothing-Phone, weil er nachts wachliegt und vom RAM-Typ träumt. Ein großer Teil der Entscheidung ist Design, und hier gehen (4a) und (4a) Pro bewusst in zwei Richtungen.
Das Nothing Phone (4a) bleibt beim transparenten Look, der die Marke so wiedererkennbar macht. Wer genau dieses „Tech-Objekt“-Gefühl will, landet oft automatisch hier – auch, weil es in Pink und Blau optisch deutlich mehr Statement ist.
Das Nothing Phone (4a) Pro wirkt dagegen aufgeräumter: geschlossene Rückseite, cleanerer Gesamtauftritt, mehr „Premium-Gerät“ statt „Design-Experiment“. Das ist nicht besser oder schlechter, aber es ist ein Kaufgrund. Viele greifen zum günstigeren Modell, weil sie genau diese transparente Optik möchten – und zwar unabhängig davon, ob irgendwo 144 Hz stehen.
Beim Schutzrating legt das Pro nach: IP65 statt IP64. Heißt übersetzt: Beide stecken Staub locker weg, aber das Pro hat bei Wasser mehr Reserve. Wer sein Handy grundsätzlich so behandelt, als wäre es ein rohes Ei, kann das ignorieren. Wer eher Team „Hosentasche, Regen, weiter“ ist, nimmt das Extra gerne mit.
Bild 2: Das Nothing Phone (4a) in den verfügbaren Farben Schwarz, Weiß, Pink und Blau. (Bildquelle: Nothing)
Display: Größe, Schärfe, Helligkeit und 120 vs. 144 Hz
Beide Phones setzen auf flexible AMOLED-Displays mit 10-bit Farbtiefe und hoher Abtastrate. Die Unterschiede sind eher Feinschliff als Weltwunder, aber genau diese Details machen ein Gerät runder.
Das Pro ist minimal größer (6,83 statt 6,78 Zoll) und etwas schärfer (450 statt 440 ppi). In der Praxis ist das kein „Aha, ich sehe neue Pixel“-Moment, aber es passt ins Gesamtbild: Pro heißt hier tatsächlich etwas mehr.
Spannender ist hier die Helligkeit: 5000 nits Peak beim Pro vs. 4500 nits beim (4a). Peak-Werte sind Marketing-Futter, aber sie korrelieren oft damit, wie souverän ein Display bei starkem Licht wirkt. Dazu kommt die Bildwiederholrate: 144 Hz beim Pro, 120 Hz beim (4a). 120 Hz sind bereits butterweich, 144 Hz ist die Kirsche. Wer viel scrollt, viel spielt oder einfach dieses „alles fühlt sich einen Tick direkter an“ mag, wird das Pro eher schätzen. Wer von 60 Hz kommt, wird bei beiden sofort zufrieden sein.
Leistung und Speicher: Snapdragon, RAM und die Frage nach Reserven
Beim Prozessor trennt Nothing die Geräte sauber: Snapdragon 7s Gen 4 im (4a) und Snapdragon 7 Gen 4 im Pro. Beide kommen aus einem modernen 4-nm-Prozess, beide sind klar oberhalb der typischen Mittelklasse-Schmerzgrenze, bei der Apps anfangen, über Sinnfragen nachzudenken.
Der größere Unterschied liegt in der Speicherplattform:
UFS 3.1 gibt es bei beiden.
Das Pro hat damit die schnellere RAM-Basis und den stärkeren Chip – das zahlt auf Reserven ein. Wer lange Geräte nutzt, viele Apps parallel offen hat, viel mit Kamera-Processing arbeitet oder generell die Kategorie „Ich will, dass es auch in zwei Jahren noch flink ist“ abdeckt, bekommt beim Pro das rundere Paket.
Der Gegenschlag des (4a) ist simpel: Es liefert schon sehr viel Leistung für deutlich weniger Geld, vor allem in der 8/256-Variante. Das ist preislich eine Zone, in der viele Geräte plötzlich anfangen, an allen Ecken zu sparen. Nothing spart hier eher an „Pro-Extras“, nicht an den Basics.
Kamera: Hauptsensor, Periskop und warum 140x kein Zaubertrick ist
Wenn jemand „Pro“ liest, denkt er meistens an Kamera. Nothing spielt da mit – aber die Story ist nicht nur „mehr Zoom“.
Hauptkamera
Beide setzen auf 50 MP mit f/1.88 und optischer Stabilisierung. Beim Pro kommt 2×2 OCL PDAF dazu (schnellerer, präziserer Autofokus) und ein 2-facher In-Sensor-Zoom. In der Praxis bedeutet das: Das Pro hat bessere Voraussetzungen für schnelle Motive, weniger Fokus-Pumpen und insgesamt ein etwas souveräneres Auftreten, wenn die Szene nicht brav stillhält.
Periskop und Zoom
Der wichtige Punkt ist bei beiden identisch: 3,5-fach optischer Zoom. Das ist der Teil, den man als „echten“ Mehrwert im Alltag spürt, weil er ohne Qualitätskollaps näher heranholt.
Alles darüber ist gestuft:
Das klingt nach Fernrohr, ist aber in großen Bereichen digital bzw. stark rechnergestützt. Das ist kein Betrug, sondern Physik: Wenn ein Smartphone plötzlich so weit zoomt, dass man glaubt, man könne die Seriennummer eines Satelliten lesen, dann arbeitet längst mehr Software als Optik. Für gelegentliche „Was ist das da hinten?“-Momente ist das nett. Für scharfe, druckfähige Ergebnisse ist der optische Bereich die sichere Bank.
Ultraweit und Frontkamera
Beide geben beim Ultraweitwinkel 120° Sichtfeld an, bei der Front gibt es 32 MP. Das ist solide, aber nicht der Punkt, an dem sich die Kaufentscheidung dreht. Wer Ultraweit als Hauptkamera nutzt, sollte eher auf Bildstil und Verarbeitung achten als auf Zahlen.
Video
Das Pro führt Ultra XDR prominenter: 4K Ultra XDR mit 30 fps, 1080p Ultra XDR mit 30/60 fps. Das ist interessant, wenn ihr viele Clips aufnehmt und Wert auf einen stabilen, kontrastreichen Look legt. Wer selten filmt, wird damit nicht plötzlich zum Regisseur.
Akku und Laden: identische Basis, gleiche Einschränkung
Beide haben 5.080 mAh und laden mit 50 W per Kabel. Reverse Charging per Kabel (7,5 W) ist ebenfalls dabei. Das ist angenehm unspektakulär: solide Kapazität, ordentliches Laden, keine Experimente.
Der Punkt, den man vor dem Kauf wissen sollte: kabelloses Laden steht nicht auf der Party-Liste. Wer Qi unbedingt will, wird hier nicht glücklich, egal ob (4a) oder (4a) Pro. Für alle anderen ist das eher ein „okay, dann halt Kabel“-Moment.
Konnektivität und Alltag: eSIM, Dual-SIM, NFC und die kleinen Entscheidungstreiber
Hier gewinnt das Pro oft still und leise, ohne große Marketing-Show.
eSIM
Das (4a) Pro unterstützt eSIM, das (4a) nicht. Das ist für viele ein echter Dealbreaker, vor allem wenn man beruflich unterwegs ist, Reisen plant oder schlicht flexibler sein will, ohne mit SIM-Karten zu jonglieren.
Dual-SIM
Beide können Dual-SIM (nano), beim Pro kommt eSIM obendrauf. NFC ist bei beiden da, Bluetooth 5.4 und Wi-Fi 6 ebenfalls.
Wer gerne eine knappe Checkliste für die Kaufentscheidung braucht, hier die typischen Punkte, die später nerven können:
Software und Updates: Nothing OS 4.1 auf Android 16
Beide laufen mit Nothing OS 4.1 auf Android 16. Nothing verspricht 3 Jahre Android-Updates und 6 Jahre Sicherheitsupdates. Das ist in dieser Preisklasse ein wichtiger Vertrauensfaktor, weil ein gutes Gerät nichts bringt, wenn es nach kurzer Zeit softwareseitig zum Museumsstück wird.
Bild 3: Das Nothing Phone (4a) Pro in den verfügbaren Farben Pink, Silber und Schwarz. (Bildquelle: Nothing)
Die Qual der Wahl: Nothing Phone (4a) oder (4a) Pro kaufen?
Wenn du das stärkste Preis-Leistungs-Paket suchst, ist das Nothing Phone (4a) die naheliegende Wahl. Vor allem die 8 GB + 256 GB-Variante für 379 € trifft einen Punkt, an dem du nicht jeden Euro dreimal umdrehen musst, aber auch nicht für Features zahlst, die du am Ende nur in Specs bewunderst. Und ja: Das transparente Design ist für viele kein Nebendetail, sondern der Grund, warum man überhaupt bei Nothing gelandet ist.
Wenn du ein möglichst rundes Gesamtpaket willst, das in den Details weniger Kompromisse macht, geht der Weg zum Nothing Phone (4a) Pro. eSIM, IP65, das hellere 144-Hz-Display und die stärkere Speicherplattform sind genau die Dinge, die man nicht immer sofort feiert, aber später gerne hat. Der Aufpreis ist spürbar, die Mehrwerte sind es auch – nur eben nicht als Feuerwerk, sondern als „alles ein bisschen stimmiger“.
Wenn Kamera und Zoom dein Hauptgrund sind, lohnt sich ein nüchterner Blick: Der optische Teil ist bei beiden mit 3,5× stark. Das Pro bringt die modernere Autofokus-Technik und mehr Zoom-Headroom, aber 140× sollte man als Bonus betrachten, nicht als Kaufgrund Nummer eins. Wer Fotos zuverlässig „sauber“ haben will, profitiert eher von Fokus, Stabilisierung und Verarbeitung als von extremen Digital-Zahlen.
Unterm Strich ist es angenehm simpel: Das Nothing Phone (4a) ist der bessere Deal, das Nothing Phone (4a) Pro ist das rundere Gerät. Und manchmal entscheidet nicht der Prozessor, sondern der Moment, in dem du das Handy umdrehst, die Rückseite anschaust und denkst: Genau deshalb wollte ich ein Nothing.
Wir von All4Phones.de sind seit Jahren Fans der Marke, weil Nothing etwas geschafft hat, das viele Hersteller irgendwann aufgegeben haben: Ein Smartphone kann sich wieder nach etwas Besonderem anfühlen, statt nach dem 27. Aufguss derselben Glasplatte. Genau deshalb lohnt sich hier ein sauberer Vergleich, der nicht nur Zahlen abliest, sondern die Kaufentscheidung greifbar macht.
Bild 1: Nothing Phone (4a) vs. Nothing Phone (4a) Pro im Vergleich: Unterschiede bei Kamera, Display, Leistung, Akku und Preis auf einen Blick. (Bildquelle: Nothing, bearbeitet)
Nothing Phone (4a) und (4a) Pro im Vergleich
Merkmal | Nothing Phone (4a) | Nothing Phone (4a) Pro |
| Preis (ab) | 349 € (8/128) | 479 € (8/128) |
| Preis Topmodell | 429 € (12/256) | 549 € (12/256) |
| Display | 6,78" AMOLED, 1224×2720 (440 ppi), 120 Hz adaptiv, Peak 4500 nits | 6,83" AMOLED, 1260×2800 (450 ppi), 144 Hz adaptiv, Peak 5000 nits |
| Prozessor | Snapdragon 7s Gen 4 (4 nm) | Snapdragon 7 Gen 4 (4 nm) |
| Arbeitsspeicher | LPDDR4x | LPDDR5x |
| Hauptkamera | 50 MP, f/1.88, 1/1.57", OIS/EIS, PDAF | 50 MP, f/1.88, 1/1.56", OIS/EIS, 2×2 OCL PDAF, 2× In-Sensor-Zoom |
| Periskop-Zoom | 50 MP, 3,5× optisch, bis 70× Ultra-Zoom | 50 MP, 3,5× optisch, bis 140× Ultra-Zoom |
| Akku und Laden | 5.080 mAh, 50 W kabelgebunden, Reverse wired 7,5 W | 5.080 mAh, 50 W kabelgebunden, Reverse wired 7,5 W |
| eSIM | Nein | Ja |
| Schutz | IP64 | IP65 |
| Maße und Gewicht | 163,9×77,5×8,5 mm, 205 g | 163,6×76,6×7,9 mm, 210 g |
| Android-Updates | Nothing OS 4.1 (Android 16), 3 Jahre Android-Updates, 6 Jahre Sicherheitsupdates | Nothing OS 4.1 (Android 16), 3 Jahre Android-Updates, 6 Jahre Sicherheitsupdates |
Preise, Speicher und Farben
Hier passiert die erste echte Weichenstellung, weil Nothing die Varianten beim Pro deutlich straffer hält.
Nothing Phone (4a) Preise
- 8 GB + 128 GB: 349 € (Weiß, Schwarz)
- 8 GB + 256 GB: 379 € (Weiß, Schwarz)
- 12 GB + 256 GB: 429 € (Weiß, Schwarz, Pink, Blau)
Wichtig: Pink und Blau gibt es nur als 12 GB + 256 GB.
Nothing Phone (4a) Pro Preise
- 8 GB + 128 GB: 479 €
- 12 GB + 256 GB: 549 €
Wichtig: Pink gibt es nur als 12 GB + 256 GB.
Der Preisabstand ist damit klar: +130 € beim Einstieg und +120 € beim Topmodell. Und das (4a) hat eine Trumpfkarte, die viele unterschätzen: 8 GB + 256 GB für 379 € ist ein sehr „erwachsener“ Sweet Spot, den das Pro schlicht nicht anbietet.
Design, Verarbeitung und Schutz
Nicht jeder kauft ein Nothing-Phone, weil er nachts wachliegt und vom RAM-Typ träumt. Ein großer Teil der Entscheidung ist Design, und hier gehen (4a) und (4a) Pro bewusst in zwei Richtungen.
Das Nothing Phone (4a) bleibt beim transparenten Look, der die Marke so wiedererkennbar macht. Wer genau dieses „Tech-Objekt“-Gefühl will, landet oft automatisch hier – auch, weil es in Pink und Blau optisch deutlich mehr Statement ist.
Das Nothing Phone (4a) Pro wirkt dagegen aufgeräumter: geschlossene Rückseite, cleanerer Gesamtauftritt, mehr „Premium-Gerät“ statt „Design-Experiment“. Das ist nicht besser oder schlechter, aber es ist ein Kaufgrund. Viele greifen zum günstigeren Modell, weil sie genau diese transparente Optik möchten – und zwar unabhängig davon, ob irgendwo 144 Hz stehen.
Beim Schutzrating legt das Pro nach: IP65 statt IP64. Heißt übersetzt: Beide stecken Staub locker weg, aber das Pro hat bei Wasser mehr Reserve. Wer sein Handy grundsätzlich so behandelt, als wäre es ein rohes Ei, kann das ignorieren. Wer eher Team „Hosentasche, Regen, weiter“ ist, nimmt das Extra gerne mit.
Bild 2: Das Nothing Phone (4a) in den verfügbaren Farben Schwarz, Weiß, Pink und Blau. (Bildquelle: Nothing)
Display: Größe, Schärfe, Helligkeit und 120 vs. 144 Hz
Beide Phones setzen auf flexible AMOLED-Displays mit 10-bit Farbtiefe und hoher Abtastrate. Die Unterschiede sind eher Feinschliff als Weltwunder, aber genau diese Details machen ein Gerät runder.
Das Pro ist minimal größer (6,83 statt 6,78 Zoll) und etwas schärfer (450 statt 440 ppi). In der Praxis ist das kein „Aha, ich sehe neue Pixel“-Moment, aber es passt ins Gesamtbild: Pro heißt hier tatsächlich etwas mehr.
Spannender ist hier die Helligkeit: 5000 nits Peak beim Pro vs. 4500 nits beim (4a). Peak-Werte sind Marketing-Futter, aber sie korrelieren oft damit, wie souverän ein Display bei starkem Licht wirkt. Dazu kommt die Bildwiederholrate: 144 Hz beim Pro, 120 Hz beim (4a). 120 Hz sind bereits butterweich, 144 Hz ist die Kirsche. Wer viel scrollt, viel spielt oder einfach dieses „alles fühlt sich einen Tick direkter an“ mag, wird das Pro eher schätzen. Wer von 60 Hz kommt, wird bei beiden sofort zufrieden sein.
Leistung und Speicher: Snapdragon, RAM und die Frage nach Reserven
Beim Prozessor trennt Nothing die Geräte sauber: Snapdragon 7s Gen 4 im (4a) und Snapdragon 7 Gen 4 im Pro. Beide kommen aus einem modernen 4-nm-Prozess, beide sind klar oberhalb der typischen Mittelklasse-Schmerzgrenze, bei der Apps anfangen, über Sinnfragen nachzudenken.
Der größere Unterschied liegt in der Speicherplattform:
- (4a): LPDDR4x
- (4a) Pro: LPDDR5x
UFS 3.1 gibt es bei beiden.
Das Pro hat damit die schnellere RAM-Basis und den stärkeren Chip – das zahlt auf Reserven ein. Wer lange Geräte nutzt, viele Apps parallel offen hat, viel mit Kamera-Processing arbeitet oder generell die Kategorie „Ich will, dass es auch in zwei Jahren noch flink ist“ abdeckt, bekommt beim Pro das rundere Paket.
Der Gegenschlag des (4a) ist simpel: Es liefert schon sehr viel Leistung für deutlich weniger Geld, vor allem in der 8/256-Variante. Das ist preislich eine Zone, in der viele Geräte plötzlich anfangen, an allen Ecken zu sparen. Nothing spart hier eher an „Pro-Extras“, nicht an den Basics.
Kamera: Hauptsensor, Periskop und warum 140x kein Zaubertrick ist
Wenn jemand „Pro“ liest, denkt er meistens an Kamera. Nothing spielt da mit – aber die Story ist nicht nur „mehr Zoom“.
Hauptkamera
Beide setzen auf 50 MP mit f/1.88 und optischer Stabilisierung. Beim Pro kommt 2×2 OCL PDAF dazu (schnellerer, präziserer Autofokus) und ein 2-facher In-Sensor-Zoom. In der Praxis bedeutet das: Das Pro hat bessere Voraussetzungen für schnelle Motive, weniger Fokus-Pumpen und insgesamt ein etwas souveräneres Auftreten, wenn die Szene nicht brav stillhält.
Periskop und Zoom
Der wichtige Punkt ist bei beiden identisch: 3,5-fach optischer Zoom. Das ist der Teil, den man als „echten“ Mehrwert im Alltag spürt, weil er ohne Qualitätskollaps näher heranholt.
Alles darüber ist gestuft:
- (4a): bis 70× Ultra-Zoom
- (4a) Pro: bis 140× Ultra-Zoom
Das klingt nach Fernrohr, ist aber in großen Bereichen digital bzw. stark rechnergestützt. Das ist kein Betrug, sondern Physik: Wenn ein Smartphone plötzlich so weit zoomt, dass man glaubt, man könne die Seriennummer eines Satelliten lesen, dann arbeitet längst mehr Software als Optik. Für gelegentliche „Was ist das da hinten?“-Momente ist das nett. Für scharfe, druckfähige Ergebnisse ist der optische Bereich die sichere Bank.
Ultraweit und Frontkamera
Beide geben beim Ultraweitwinkel 120° Sichtfeld an, bei der Front gibt es 32 MP. Das ist solide, aber nicht der Punkt, an dem sich die Kaufentscheidung dreht. Wer Ultraweit als Hauptkamera nutzt, sollte eher auf Bildstil und Verarbeitung achten als auf Zahlen.
Video
Das Pro führt Ultra XDR prominenter: 4K Ultra XDR mit 30 fps, 1080p Ultra XDR mit 30/60 fps. Das ist interessant, wenn ihr viele Clips aufnehmt und Wert auf einen stabilen, kontrastreichen Look legt. Wer selten filmt, wird damit nicht plötzlich zum Regisseur.
Akku und Laden: identische Basis, gleiche Einschränkung
Beide haben 5.080 mAh und laden mit 50 W per Kabel. Reverse Charging per Kabel (7,5 W) ist ebenfalls dabei. Das ist angenehm unspektakulär: solide Kapazität, ordentliches Laden, keine Experimente.
Der Punkt, den man vor dem Kauf wissen sollte: kabelloses Laden steht nicht auf der Party-Liste. Wer Qi unbedingt will, wird hier nicht glücklich, egal ob (4a) oder (4a) Pro. Für alle anderen ist das eher ein „okay, dann halt Kabel“-Moment.
Konnektivität und Alltag: eSIM, Dual-SIM, NFC und die kleinen Entscheidungstreiber
Hier gewinnt das Pro oft still und leise, ohne große Marketing-Show.
eSIM
Das (4a) Pro unterstützt eSIM, das (4a) nicht. Das ist für viele ein echter Dealbreaker, vor allem wenn man beruflich unterwegs ist, Reisen plant oder schlicht flexibler sein will, ohne mit SIM-Karten zu jonglieren.
Dual-SIM
Beide können Dual-SIM (nano), beim Pro kommt eSIM obendrauf. NFC ist bei beiden da, Bluetooth 5.4 und Wi-Fi 6 ebenfalls.
Wer gerne eine knappe Checkliste für die Kaufentscheidung braucht, hier die typischen Punkte, die später nerven können:
- Brauchst du eSIM? Dann ist das Pro gesetzt.
- Ist dir IP-Reserve wichtig? Dann spricht das Pro für dich.
- Willst du ein maximales Preis-Leistungs-Setup mit viel Speicher ohne großen Aufpreis? Dann wird das (4a) plötzlich sehr attraktiv.
Software und Updates: Nothing OS 4.1 auf Android 16
Beide laufen mit Nothing OS 4.1 auf Android 16. Nothing verspricht 3 Jahre Android-Updates und 6 Jahre Sicherheitsupdates. Das ist in dieser Preisklasse ein wichtiger Vertrauensfaktor, weil ein gutes Gerät nichts bringt, wenn es nach kurzer Zeit softwareseitig zum Museumsstück wird.
Bild 3: Das Nothing Phone (4a) Pro in den verfügbaren Farben Pink, Silber und Schwarz. (Bildquelle: Nothing)
Die Qual der Wahl: Nothing Phone (4a) oder (4a) Pro kaufen?
Wenn du das stärkste Preis-Leistungs-Paket suchst, ist das Nothing Phone (4a) die naheliegende Wahl. Vor allem die 8 GB + 256 GB-Variante für 379 € trifft einen Punkt, an dem du nicht jeden Euro dreimal umdrehen musst, aber auch nicht für Features zahlst, die du am Ende nur in Specs bewunderst. Und ja: Das transparente Design ist für viele kein Nebendetail, sondern der Grund, warum man überhaupt bei Nothing gelandet ist.
Wenn du ein möglichst rundes Gesamtpaket willst, das in den Details weniger Kompromisse macht, geht der Weg zum Nothing Phone (4a) Pro. eSIM, IP65, das hellere 144-Hz-Display und die stärkere Speicherplattform sind genau die Dinge, die man nicht immer sofort feiert, aber später gerne hat. Der Aufpreis ist spürbar, die Mehrwerte sind es auch – nur eben nicht als Feuerwerk, sondern als „alles ein bisschen stimmiger“.
Wenn Kamera und Zoom dein Hauptgrund sind, lohnt sich ein nüchterner Blick: Der optische Teil ist bei beiden mit 3,5× stark. Das Pro bringt die modernere Autofokus-Technik und mehr Zoom-Headroom, aber 140× sollte man als Bonus betrachten, nicht als Kaufgrund Nummer eins. Wer Fotos zuverlässig „sauber“ haben will, profitiert eher von Fokus, Stabilisierung und Verarbeitung als von extremen Digital-Zahlen.
Unterm Strich ist es angenehm simpel: Das Nothing Phone (4a) ist der bessere Deal, das Nothing Phone (4a) Pro ist das rundere Gerät. Und manchmal entscheidet nicht der Prozessor, sondern der Moment, in dem du das Handy umdrehst, die Rückseite anschaust und denkst: Genau deshalb wollte ich ein Nothing.