Nothing hat den Termin für die Phone (4a) Serie nicht einfach „angekündigt“, sondern gleich noch nebenbei gezeigt, wie man Aufmerksamkeit mit einem Eimer Farbe bekommt: Apples Ankündigungs-Motiv wurde kurzerhand übermalt, der eigene Termin draufgeschrieben, fertig. Frech, simpel, effektiv. Und ja: Genau solche Moves sind der Grund, warum Carl Pei bei uns in der Redaktion seit Jahren dieses „Da passiert wenigstens noch was“-Gefühl auslöst.

Denn in einer Smartphone-Welt, in der sich viele Geräte anfühlen wie derselbe Kühlschrank in anderer Farbe, wirkt Nothing wieder wie ein Hersteller, bei dem man als Kunde das Gefühl haben kann, etwas Besonderes in der Hand zu halten. Das erinnert ein bisschen an die Stimmung rund um 2007, als plötzlich klar wurde, dass ein Telefon auch ein Statement sein kann – und nicht nur ein Update-Dialog mit SIM-Schacht.

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Bild: Übermalte Apple-Einladung als Teaser zum Nothing Phone (4a) Launch am 5. März 2026. (Bildquelle: Carl Pei/X)

Was bisher bestätigt ist

Der Launch findet am 5. März 2026 statt. Everything beyond that, also Preise, genaue Ausstattung und Varianten, bleibt bis zur Präsentation offiziell „nicht bestätigt“ – auch wenn Leaks inzwischen ziemlich detailverliebt sind.

Die wichtigsten Nothing Phone (4a) Leaks auf einen Blick

  • Preise steigen, besonders beim Nothing Phone (4a) Pro
  • Mehr Farben als bisher, teils offenbar abhängig von Speicher-Varianten
  • Snapdragon als Plattform, dazu 8 bis 12 GB RAM und bis zu 256 GB Speicher
  • Größerer Akku und schnelles Laden sollen gesetzt sein
  • Telekamera und Zoom werden zum zentralen Upgrade
  • Glyph-Änderungen stehen im Raum, beim Pro wohl aufwendiger
  • Metallrahmen beim Pro und IP65 beim Basismodell werden genannt

Preise, Speicher und Farben laut Leak

Wenn die (a)-Serie preislich nach oben rutscht, muss man nicht so tun, als wäre das nur „ein kleines Update“. Die Leak-Preise sind klar im Premium-Mittelklasse-Territorium.

Nothing Phone (4a)

  • 8 GB RAM, 256 GB Speicher: 389 Euro
  • 12 GB RAM, 256 GB Speicher: 429 Euro
  • Farben: Schwarz, Weiß, Rosa, Blau

Nothing Phone (4a) Pro

  • 8 GB RAM, 128 GB Speicher: 479 Euro
  • 12 GB RAM, 256 GB Speicher: 549 Euro
  • Farben: Schwarz, Silber, Rosa

Ein Detail, das sehr nach „Marketing mit Taschenrechner“ klingt: Die auffälligeren Farben sollen teils an die größere Speicher-Variante gekoppelt sein. Wer also unbedingt Blau oder Rosa will, darf möglicherweise nicht gleichzeitig das Minimal-Setup nehmen, so war es auch schon beim Vorgänger, dem Nothing Phone (3a) der Fall.

Möglicher Verkaufsstart nach dem Event

Auch zu den Zeitfenstern nach dem Launch kursieren bereits konkrete Angaben. Erwartet wird ein gestaffelter Start.

  • Nothing Phone (4a): ab 12. März
  • Nothing Phone (4a) Pro: ab 26. März

Leistung und Display laut Leak

Bei der Performance deutet vieles darauf hin, dass Nothing diesmal nicht „kreativ“ sein will, sondern solide abliefert. In mehreren Berichten taucht ein Snapdragon 7s Gen 4 als Kandidat auf. Dazu sollen je nach Variante 8 bis 12 GB RAM und 128 bis 256 GB Speicher kommen.

Beim Display schwanken die genauen Zollangaben je nach Quelle leicht, die Richtung bleibt aber klar: Das Phone (4a) soll grob im Bereich 6,7 bis 6,8 Zoll liegen und 120 Hz bieten. Beim (4a) Pro werden ein minimal größeres Panel und bis zu 144 Hz genannt. Wer auf flüssiges Scrollen und schnelle Animationen steht, wird damit bei beiden bedient – das Pro versucht nur, das Ganze noch ein Stück „sportlicher“ zu verkaufen.

Akku und Laden

Bei Akku und Ladeleistung wird es angenehm bodenständig: Statt einer neuen „AI Battery Experience“ (die am Ende nur heller glüht als sie lädt) sollen handfeste Zahlen kommen.

Genannt werden:

  • 5.400 mAh Akku
  • bis zu 50 Watt Laden per USB-C

Bei Akkus können Vorabwerte variieren, je nachdem ob „rated“ oder „typical“ kursiert. Wichtig ist die Botschaft: mehr Kapazität, ordentlich Tempo beim Laden.

Kamera und Zoom, hier muss der Aufpreis liefern

Wenn Nothing die (a)-Serie teurer macht, braucht es ein Upgrade, das man nicht nur in einer Präsentation fühlt. Genau da kommt die Kamera ins Spiel, denn Tele und Zoom sollen diesmal deutlich wichtiger werden.

Nothing Phone (4a)
Es kursiert unter anderem folgende Kombi:

  • 50 MP Hauptkamera
  • 8 MP Ultraweitwinkel
  • 50 MP Telekamera mit rund 3,5-fachem optischem Zoom
  • 32 MP Frontkamera

Parallel taucht in einem anderen Leak-Strang die Aussage auf, dass beim (4a) „3x 50 MP“ eine Rolle spielt und der Hybrid-Zoom bis 70x reichen soll. Die exakte Sensor-Aufstellung ist damit noch nicht in Stein gemeißelt, aber der Kurs ist eindeutig: Telekamera statt Standard-Setup.

Nothing Phone (4a) Pro
Beim Pro wird das Kamera-Upgrade deutlicher beschrieben:

  • hochwertigere 50 MP Hauptkamera, inklusive OIS, teils wird ein Sony-Sensor genannt
  • Hybrid-Zoom bis 140x wird in den Raum gestellt

Solche Zoom-Zahlen sind erst dann interessant, wenn die Bildqualität stimmt. Entscheidend wird, ob das Pro bei Details, Low-Light und Stabilisierung sichtbar sauberer abliefert – nicht nur „näher ran“, sondern auch besser.

Ebenefalls bleibt zu hoffen, dass Nothing diesesmal beim Pro-Modell den hinteren Kamera-Buckel nicht so unpraktisch groß gestaltet, sodass das Gerät wesentlich unhandlicher ist als das normale (4a).

Design, Glyph und Materialien

Nothing wäre nicht Nothing, wenn das Äußere nur Nebensache wäre. Und genau hier kommt wieder das „besonders“ ins Spiel, das viele Hersteller längst durch „auch in Titan“ ersetzt haben.

Für das Phone (4a) ist in Leaks von einer Glyph Bar mit 63 Mini-LEDs die Rede. Beim (4a) Pro wird eine aufwendigere Glyph-Umsetzung erwartet, teils wird sogar eine Matrix-ähnliche Richtung angedeutet. Wenn Nothing das konsequent umsetzt, könnte Glyph mehr sein als Deko: als ruhige Statusanzeige, Benachrichtigungs-Logik und „ich sehe das auch ohne Display an“-Mehrwert.

Beim Material soll sich das (4a) Pro zusätzlich absetzen: Ein Metallrahmen wird genannt. Für das Basismodell steht außerdem eine IP65 Zertifizierung im Raum, also besserer Schutz gegen Staub und Strahlwasser. Kein Freifahrtschein für Unterwasser-Videos, aber immerhin weniger Herzrasen beim ersten Regen.

Und weil wir es bei Nothing besonders im Blick haben: Wir hoffen sehr, dass Nothing beim System weiter den sauberen Kurs hält. Ein möglichst reines Android-Erlebnis war bisher ein echter Pluspunkt. Nervige Bloatware wäre hier nicht „ein kleines Extra“, sondern eher der Moment, in dem man sich fragt, ob man aus Versehen in der falschen Produktlinie gelandet ist. Ein Xiaomi-Endspiel braucht bei Nothing niemand.

Nothing Phone (4a) am 5. März 2026, so ordnen wir die Leaks ein

Nach aktuellem Leak-Stand wirkt die Richtung klar: Nothing Phone (4a) und Nothing Phone (4a) Pro sollen teurer werden, dafür aber bei Kamera, Akku, Display und beim Pro auch bei Materialien spürbar aufrüsten. Genau das macht die (a)-Serie 2026 so spannend, weil sie nicht mehr nur „bestes Budget“ sein will, sondern „Mittelklasse mit Charakter“. Dafür soll ja auch das Flaggschiff-Modell Nothing Phone 4 komplett ausfallen dieses Jahr.

Am 5. März werden drei Punkte entscheidend sein: die finalen Preise in Deutschland, die echte Kamera-Hardware hinter den Zoom-Versprechen und die Frage, wie konsequent Nothing beim cleanen Android bleibt. Wir werden uns das Nothing Phone (4a) in der Redaktion zulegen und es genau an diesen Stellen prüfen – denn wenn Nothing den Spagat schafft, könnte das wieder eines dieser Geräte werden, das man nicht nur empfiehlt, sondern auch selbst gern benutzt.

Update: Nothing hat das Phone (4a) und das Phone (4a) Pro auf der MWC 2026 in Barcelona offiziell vorgestellt. Wenn du gerade überlegst, welche Version für dich sinnvoller ist, schau in unseren Vergleich Nothing Phone (4a) vs. (4a) Pro – dort siehst du die wichtigsten Unterschiede bei Preis, Kamera, Display und eSIM auf einen Blick.