Jedes Jahr dieselbe Frage: neues Smartphone kaufen oder das alte Modell behalten und vom gesparten Geld ein Wochenende in einem halbwegs sauberen Wellnesshotel verbringen? Nothing hat kürzlich das neue Phone 3a vorgestellt – und plötzlich steht der Vorgänger, das Nothing Phone 2a, da wie ein Geschwisterkind, das bei der Einschulung noch stolz war, aber jetzt plötzlich die Jacke vom großen Bruder auftragen muss.

Aber wie groß sind die Unterschiede wirklich? Und lohnt sich das Upgrade? Wir haben beide Geräte auf Herz, Nieren und Haptikmotoren geprüft – und liefern euch die Antworten.

Was unterscheidet das Nothing Phone 3a vom 2a – und warum interessiert das überhaupt?

Zugegeben: Die Namensgebung bei Nothing ist nicht gerade ein Feuerwerk der Kreativität. Aber genau deshalb fragt man sich als Nutzer: Was steckt eigentlich hinter dem kleinen "3" im Namen? Nur Marketing – oder echte Verbesserungen?

Hier ein paar der Fragen, die sich viele Nutzer aktuell stellen:

  • Ist das Nothing Phone 3a wirklich besser als das 2a – oder nur teurer?
  • Gibt es sichtbare Verbesserungen bei Kamera, Display oder Akku?
  • Was bedeutet der Wechsel von MediaTek auf Snapdragon für die Performance?
  • Und für wen lohnt sich welches Modell wirklich?

Spoiler: Wer denkt, das 3a ist nur ein leicht aufgebohrtes 2a, der irrt. Aber ob das automatisch ein Grund für ein Upgrade ist? Das hängt – wie so oft – vom Einsatzzweck ab.

Nothing Phone 3a vs. Phone 2a im Vergleich Lohnt sich das neue Modell.jpg

Bild: Das aktuelle Nothing Phone 3a kaufen oder das ältere Nothing Phone 2a behalten? Wir vergleichen beide Smartphones miteinander.

Preise im Vergleich: Was kosten die beiden Geräte wirklich?

UVP-Angaben sind nett, aber spätestens seit es Online-Preisvergleichsportale gibt, weiß jeder: Entscheidend ist, was man wirklich zahlt.

  • Nothing Phone 2a (128 GB): bereits ab ca. 210 € erhältlich (Stand: Juli 2025)
  • Nothing Phone 3a (128 GB): derzeit ab ca. 288 € zu finden

Beide Preise stammen aus dem bekannten Graumarkt – sprich: Neuware ohne direkten Herstellervertrieb, aber mit voller Funktionalität und Garantieanspruch. Der Preisunterschied von etwa 78 € ist damit nicht riesig, aber auch nicht ganz ohne – und wird für viele entscheidend sein, wenn es um die Frage geht: Upgrade oder nicht?

Wer hingegen einfach nur ein günstiges, funktionales Android-Smartphone sucht und auf optischen Schnickschnack verzichten kann, sollte auch einen Blick auf das CMF Phone 2 Pro werfen – technisch solide, aber ganz ohne Glyph-Kram.

Nothing Phone 2a vs. Phone 3a: Technische Daten im Direktvergleich

Kategorie
Nothing Phone 2a
Nothing Phone 3a
Display6,7″ AMOLED, 120 Hz, Gorilla Glass 56,77″ AMOLED, 120 Hz, Panda Glass
ProzessorDimensity 7200 Pro (4nm)Snapdragon 7s Gen 3 (4nm)
RAM / Speicher8/12 GB + 128/256 GB8/12 GB + 128/256 GB
Kamera hinten50 MP + 50 MP Ultraweit50 MP + 50 MP Tele + 8 MP Ultraweit
Frontkamera32 MP32 MP
Akku5.000 mAh, 45 W Laden5.000 mAh, 50 W + 7,5 W Reverse Charging
WasserresistenzIP54IP64
OS / UpdatesAndroid 15, Nothing OS 3.0Android 15, 3 Jahre Updates, 6 Jahre Security
Gewicht190 g208 g

Design & Haptik: Etwas größer, etwas schwerer – aber nicht hässlicher

Das Nothing Phone 3a wächst minimal in alle Richtungen – und mit 208 Gramm liegt es spürbar schwerer in der Hand als das 2a mit seinen 190 Gramm. Dafür wirkt das Gehäuse robuster, was auch die neue IP64-Zertifizierung bestätigt. Beim Vorgänger war bei IP54 noch Schluss – also eher „leichter Nieselregen“ als „ich bin in die Badewanne gefallen“.

Display: Minimal größer – aber heller und schneller?

Beide Geräte setzen auf ein flexibles AMOLED-Panel mit 120 Hz. Die Unterschiede liegen im Detail: Das 3a hat mit 6,77 Zoll die etwas größere Fläche und erreicht mit 800 Nits Durchschnittshelligkeit etwas mehr Leuchtkraft als das 2a mit 700 Nits. Die Spitzenhelligkeit bleibt mit 1.300 Nits gleich – genug, um auch bei praller Sonne nicht wie ein Maulwurf aufs Display zu starren.

Die Touch-Abtastrate ist beim 3a mit 1.000 Hz deutlich höher als beim 2a (240 Hz) – das merkt man beim Zocken oder schnellen Scrollen durchaus.

Leistung: Von MediaTek zu Snapdragon – ein echter Fortschritt?

Das 2a setzt auf den MediaTek Dimensity 7200 Pro, das 3a auf den Snapdragon 7s Gen 3 – beides Chips im 4-nm-Verfahren, beide mit 8 Kernen. Der Snapdragon bringt mehr GPU-Leistung mit und ist gerade im Bereich Energieeffizienz und App-Kompatibilität langfristig oft die solidere Wahl.

Im Alltag macht das keinen riesigen Unterschied – aber wer regelmäßig Games zockt oder viel mit Kamera-Apps hantiert, dürfte den Wechsel durchaus bemerken. Und falls du dich fragst, wie das 2a damals im Test abgeschnitten hat – hier findest du unseren Nothing Phone 2a Test.

Kamera: Triple-Setup schlägt Dual – zumindest auf dem Papier

Das größte Upgrade des 3a ist zweifellos die Kamera:

  • Phone 2a: Dual-Kamera mit Haupt- und Ultraweitwinkel (je 50 MP)
  • Phone 3a: Hauptkamera + Telesensor mit 2× optischem Zoom + 8 MP Ultraweit

Besonders der Tele-Zoom ist neu und bringt echten Mehrwert für alle, die mehr wollen als „Pinch to Zoom & beten“. Dazu kommt ein 30-facher Digitalzoom – der in der Praxis zwar mehr Pixelmatsch als Details liefert, aber hey: Man kann’s.

Die Frontkamera bleibt mit 32 MP und f/2,2 bei beiden Modellen gleich – hier gibt es keine Überraschungen.

Akku & Laden: Mehr Watt, schneller voll

Beide Modelle haben einen 5.000 mAh Akku, aber das 3a lädt dank 50 W Fast Charging etwas flotter als das 2a mit 45 W. Der Unterschied klingt gering, spart aber immerhin 3 Minuten bis zur vollen Ladung. Noch interessanter: Das neue Modell unterstützt Reverse Charging mit 7,5 W – ideal, um mal eben die Kopfhörer zu laden, wenn man keine Lust auf Kabelsalat hat.

Software & Update-Versprechen

Zwar laufen beide Geräte mit Nothing OS 3.0 auf Basis von Android 15, doch das 3a bietet 3 Jahre Android-Updates und 6 Jahre Sicherheitspatches – ein echtes Pfund in dieser Preisklasse. Beim 2a gibt’s (inoffiziell) dasselbe, aber das neue Modell hat es immerhin offiziell auf dem Datenblatt stehen.

Nachhaltigkeit: Kleinere Zahlen, größere Wirkung?

Nothing betont, dass das 3a den kleinsten CO₂-Fußabdruck eines firmeneigenen Smartphones hat – 51,3 kg, falls man mitreden will. Mehr als 60 % der Kunststoffe stammen aus nachhaltiger Produktion, das Aluminium ist komplett recycelt – was sich auch in der Haptik angenehm bemerkbar macht.

Beim 2a war das Recycling-Konzept ebenfalls solide, aber nicht ganz so konsequent umgesetzt. Hier punktet das neue Modell also auch aus Umweltperspektive.

Lohnt sich der Wechsel vom Nothing 2a auf das Nothing 3a?

Das Nothing Phone 3a ist kein radikaler Neuanfang – aber ein durchdachtes Upgrade in fast allen Bereichen: besseres Kamera-Setup, schnellerer Prozessor, verbesserte Haptik, robustere Verarbeitung und längerer Software-Support.

Wer bereits ein 2a besitzt, muss nicht sofort in Panik verfallen. Für die meisten Alltagsnutzer bleibt das 2a ein starkes Paket – besonders mit Blick auf den Preis. Aber: Wer aktuell überlegt, ein Nothing-Phone zu kaufen oder von einem älteren Modell wechselt, bekommt mit dem 3a die deutlich rundere Gesamtperformance.

Vom Nothing Phone 3a Pro raten wir im Übrigen ab. Viele Nutzer stören sich am deutlich größeren Kamerabuckel, der dem ansonsten schlanken Design von Nothing nicht gerade schmeichelt. Wer auf ein ausgewogenes Gesamtpaket ohne optischen Klotz am Rücken Wert legt, greift lieber direkt zum normalen 3a.

Nur den Namen sollte man sich besser aufschreiben – sonst bestellt man versehentlich die 2a-Schutzfolie fürs 3a. Und die passt dann in etwa so gut wie ein iPhone ins Android-Ökosystem.