Man glaubt es kaum, aber Apple hat die Daumenschrauben tatsächlich noch ein Stück gelockert. Mit iOS 18.6 wird es für iPhone-Nutzer in der EU einfacher, Apps direkt über die Webseite eines Entwicklers zu installieren. Völlig neu sind solche Web-Downloads allerdings nicht. Das Update überarbeitet vor allem den bisher recht umständlichen Ablauf.
Was sich sonst noch mit iOS 18.6 geändert hat und welche iPhones das Update unterstützen, erfährst du in diesem Überblick.
Apple hat iOS 18.6 am 29. Juli 2025 veröffentlicht und kostenlos für alle kompatiblen Geräte bereitgestellt. Eine große Sammlung neuer Funktionen solltest du allerdings nicht erwarten. Im Mittelpunkt stehen der vereinfachte Installationsprozess für alternative Apps in der EU, ein behobener Fehler in der Fotos-App und zahlreiche Sicherheitskorrekturen.
Für EU-Nutzer ist vor allem die überarbeitete App-Installation interessant. Sie macht das iPhone zwar noch lange nicht zu einem offenen System, beseitigt aber einige der Hürden, mit denen Apple alternative Downloads bislang garniert hat.
Bild: iOS 18.6 vereinfacht Web-Downloads und die Installation alternativer Apps auf iPhone und iPad in der EU.
Die interessanteste Änderung betrifft Nutzer in der Europäischen Union. Apps direkt über die Webseite eines Entwicklers zu installieren, war auf dem iPhone bereits seit iOS 17.5 möglich. Mit iOS 18.6 hat Apple diesen Weg nicht neu eingeführt, sondern den Installationsprozess überarbeitet. Auch alternative App-Marktplätze lassen sich nun mit weniger Umwegen einrichten.
Natürlich bleibt Apple sich treu: Wer erstmals eine App von der Webseite eines bestimmten Entwicklers installiert, muss den Anbieter zunächst in den Einstellungen erlauben. Anschließend zeigt das iPhone Informationen zur App und eine weitere Bestätigung an. Verifizieren, erlauben, bestätigen, nicken. Erst danach geht es los.
Bei weiteren Apps desselben Entwicklers fällt der Ablauf kürzer aus. Das iPhone verlangt also nicht bei jedem Download erneut die vollständige Kennenlernrunde.
Ein Freifahrtschein für beliebige Apps und Webseiten ist das trotzdem nicht. Entwickler müssen von Apple für die Web Distribution zugelassen sein, ihre Domain registrieren und die angebotenen Apps von Apple beglaubigen lassen. Vollständig aus der Hand gibt der Konzern die Kontrolle also weiterhin nicht.
Das iPad profitiert ebenfalls vom überarbeiteten Installationsprozess. Web Distribution wird auf dem Tablet bereits seit iPadOS 18 unterstützt. Mit iPadOS 18.6 hat Apple die Benutzerführung für Apps und alternative Marktplätze ähnlich wie auf dem iPhone angepasst.
Wer glaubte, Apple würde damit sein gesamtes Ökosystem aufgeben, kann sich wieder beruhigen. Die Kontrolle bleibt, EU-Nutzer erhalten lediglich einen zusätzlichen und etwas bequemeren Weg zur App-Installation.
iOS 18.6 beseitigt einen Fehler, durch den sich Filme in Rückblicken nicht mehr teilen ließen. Wer seine automatisch zusammengestellten Urlaubs- und Familienrückblicke verschicken wollte, blieb zuvor teilweise an genau dieser Stelle hängen.
Nach dem Update funktioniert das Teilen wieder. Die Italien-Fotos von 2019 können damit endlich erneut die gesamte Familiengruppe erfreuen.
Apple hat mit iOS 18.6 zahlreiche Sicherheitsprobleme in verschiedenen Systembereichen behoben. Betroffen waren unter anderem WebKit, CoreAudio, CoreMedia, Mail, Netzwerkfunktionen und die Bedienungshilfen.
Einige der Fehler konnten zu Speicherproblemen, App-Abstürzen oder dem Zugriff auf sensible Daten führen. Damit ist der Sicherheitsbereich deutlich wichtiger als die wenigen sichtbaren Änderungen des Updates.
Apple nennt für iOS 18.6 wichtige Fehlerbehebungen, verspricht aber weder einen besonderen Leistungsschub noch eine längere Akkulaufzeit. Auf einzelnen Geräten kann das System nach dem Update ruhiger laufen. Eine allgemeine Performance-Steigerung speziell für ältere iPhones ist jedoch nicht dokumentiert.
Wer auf einen plötzlich doppelt so schnellen Safari-Start gehofft hat, muss sich daher weiter in Geduld üben.
iOS 18.6 läuft auf allen iPhones, die bereits iOS 18 unterstützen:
Mit iOS 18.6 kompatibel zu sein bedeutet allerdings nicht automatisch, dass auch Apples KI-Funktionen verfügbar sind. Welche älteren iPhones Apple Intelligence unterstützen, haben wir in einem eigenen Artikel zusammengefasst.
In der bisherigen Liste fehlte die komplette iPhone-16-Reihe einschließlich des iPhone 16e. Das älteste unterstützte Modell bleibt das iPhone XS beziehungsweise iPhone XR aus dem Jahr 2018. Ältere Geräte erhalten iOS 18.6 nicht mehr und dürfen langsam über eine Karriere als Retro-iPod nachdenken.
Hinter dem überarbeiteten Installationsprozess steht der Digital Markets Act der Europäischen Union. Apple muss sein iOS-Ökosystem in der EU teilweise für alternative App-Marktplätze, andere Bezahlmethoden und Web-Downloads öffnen.
Der Konzern zeigt sich dabei ein wenig wie ein Teenager, der zum Aufräumen gezwungen wird: nicht übermäßig begeistert, aber am Ende ist zumindest mehr Platz vorhanden.
Die Apps umgehen zwar den klassischen App Store, werden aber weiterhin von Apple beglaubigt. Entwickler können ihre Anwendungen dadurch über zusätzliche Wege anbieten, ohne dass das iPhone beliebige Installationsdateien aus unbekannten Quellen akzeptiert.
iOS 18.6 erfindet Web-Downloads auf dem iPhone nicht neu. Das Update macht deren Installation in der EU jedoch übersichtlicher und weniger umständlich. Hinzu kommen der behobene Fehler in der Fotos-App und zahlreiche wichtige Sicherheitskorrekturen.
Wer große neue Funktionen erwartet, wird kaum fündig. Als Wartungsupdate erfüllt iOS 18.6 seinen Zweck aber ordentlich und räumt an mehreren Stellen auf, die im Alltag oder für die Sicherheit relevant sind.
Wer inzwischen eine neuere Systemversion verwendet und seinem Gerät klanglich etwas Gutes tun möchte, findet bei uns außerdem einen exklusiven iOS 26 Klingelton, der deutlich mehr kann als „Tri-Ton“ oder „Radar“.
Was sich sonst noch mit iOS 18.6 geändert hat und welche iPhones das Update unterstützen, erfährst du in diesem Überblick.
iOS 18.6: Das steckt im Update
Apple hat iOS 18.6 am 29. Juli 2025 veröffentlicht und kostenlos für alle kompatiblen Geräte bereitgestellt. Eine große Sammlung neuer Funktionen solltest du allerdings nicht erwarten. Im Mittelpunkt stehen der vereinfachte Installationsprozess für alternative Apps in der EU, ein behobener Fehler in der Fotos-App und zahlreiche Sicherheitskorrekturen.
Für EU-Nutzer ist vor allem die überarbeitete App-Installation interessant. Sie macht das iPhone zwar noch lange nicht zu einem offenen System, beseitigt aber einige der Hürden, mit denen Apple alternative Downloads bislang garniert hat.
Bild: iOS 18.6 vereinfacht Web-Downloads und die Installation alternativer Apps auf iPhone und iPad in der EU.
Web-Downloads werden mit iOS 18.6 einfacher
Die interessanteste Änderung betrifft Nutzer in der Europäischen Union. Apps direkt über die Webseite eines Entwicklers zu installieren, war auf dem iPhone bereits seit iOS 17.5 möglich. Mit iOS 18.6 hat Apple diesen Weg nicht neu eingeführt, sondern den Installationsprozess überarbeitet. Auch alternative App-Marktplätze lassen sich nun mit weniger Umwegen einrichten.
Natürlich bleibt Apple sich treu: Wer erstmals eine App von der Webseite eines bestimmten Entwicklers installiert, muss den Anbieter zunächst in den Einstellungen erlauben. Anschließend zeigt das iPhone Informationen zur App und eine weitere Bestätigung an. Verifizieren, erlauben, bestätigen, nicken. Erst danach geht es los.
Bei weiteren Apps desselben Entwicklers fällt der Ablauf kürzer aus. Das iPhone verlangt also nicht bei jedem Download erneut die vollständige Kennenlernrunde.
Ein Freifahrtschein für beliebige Apps und Webseiten ist das trotzdem nicht. Entwickler müssen von Apple für die Web Distribution zugelassen sein, ihre Domain registrieren und die angebotenen Apps von Apple beglaubigen lassen. Vollständig aus der Hand gibt der Konzern die Kontrolle also weiterhin nicht.
Auch iPadOS 18.6 zieht mit
Das iPad profitiert ebenfalls vom überarbeiteten Installationsprozess. Web Distribution wird auf dem Tablet bereits seit iPadOS 18 unterstützt. Mit iPadOS 18.6 hat Apple die Benutzerführung für Apps und alternative Marktplätze ähnlich wie auf dem iPhone angepasst.
Wer glaubte, Apple würde damit sein gesamtes Ökosystem aufgeben, kann sich wieder beruhigen. Die Kontrolle bleibt, EU-Nutzer erhalten lediglich einen zusätzlichen und etwas bequemeren Weg zur App-Installation.
Weitere Neuerungen in iOS 18.6
Fehler in der Fotos-App behoben
iOS 18.6 beseitigt einen Fehler, durch den sich Filme in Rückblicken nicht mehr teilen ließen. Wer seine automatisch zusammengestellten Urlaubs- und Familienrückblicke verschicken wollte, blieb zuvor teilweise an genau dieser Stelle hängen.
Nach dem Update funktioniert das Teilen wieder. Die Italien-Fotos von 2019 können damit endlich erneut die gesamte Familiengruppe erfreuen.
Zahlreiche Sicherheitslücken geschlossen
Apple hat mit iOS 18.6 zahlreiche Sicherheitsprobleme in verschiedenen Systembereichen behoben. Betroffen waren unter anderem WebKit, CoreAudio, CoreMedia, Mail, Netzwerkfunktionen und die Bedienungshilfen.
Einige der Fehler konnten zu Speicherproblemen, App-Abstürzen oder dem Zugriff auf sensible Daten führen. Damit ist der Sicherheitsbereich deutlich wichtiger als die wenigen sichtbaren Änderungen des Updates.
Keine versprochenen Performance-Sprünge
Apple nennt für iOS 18.6 wichtige Fehlerbehebungen, verspricht aber weder einen besonderen Leistungsschub noch eine längere Akkulaufzeit. Auf einzelnen Geräten kann das System nach dem Update ruhiger laufen. Eine allgemeine Performance-Steigerung speziell für ältere iPhones ist jedoch nicht dokumentiert.
Wer auf einen plötzlich doppelt so schnellen Safari-Start gehofft hat, muss sich daher weiter in Geduld üben.
Welche iPhones sind mit iOS 18.6 kompatibel?
iOS 18.6 läuft auf allen iPhones, die bereits iOS 18 unterstützen:
- iPhone 16 / 16 Plus / 16 Pro / 16 Pro Max / 16e
- iPhone 15 / 15 Plus / 15 Pro / 15 Pro Max
- iPhone 14 / 14 Plus / 14 Pro / 14 Pro Max
- iPhone 13 / 13 mini / 13 Pro / 13 Pro Max
- iPhone 12 / 12 mini / 12 Pro / 12 Pro Max
- iPhone 11 / 11 Pro / 11 Pro Max
- iPhone XS / XS Max
- iPhone XR
- iPhone SE ab der 2. Generation
Mit iOS 18.6 kompatibel zu sein bedeutet allerdings nicht automatisch, dass auch Apples KI-Funktionen verfügbar sind. Welche älteren iPhones Apple Intelligence unterstützen, haben wir in einem eigenen Artikel zusammengefasst.
In der bisherigen Liste fehlte die komplette iPhone-16-Reihe einschließlich des iPhone 16e. Das älteste unterstützte Modell bleibt das iPhone XS beziehungsweise iPhone XR aus dem Jahr 2018. Ältere Geräte erhalten iOS 18.6 nicht mehr und dürfen langsam über eine Karriere als Retro-iPod nachdenken.
Darum öffnet Apple das iPhone in der EU
Hinter dem überarbeiteten Installationsprozess steht der Digital Markets Act der Europäischen Union. Apple muss sein iOS-Ökosystem in der EU teilweise für alternative App-Marktplätze, andere Bezahlmethoden und Web-Downloads öffnen.
Der Konzern zeigt sich dabei ein wenig wie ein Teenager, der zum Aufräumen gezwungen wird: nicht übermäßig begeistert, aber am Ende ist zumindest mehr Platz vorhanden.
Die Apps umgehen zwar den klassischen App Store, werden aber weiterhin von Apple beglaubigt. Entwickler können ihre Anwendungen dadurch über zusätzliche Wege anbieten, ohne dass das iPhone beliebige Installationsdateien aus unbekannten Quellen akzeptiert.
iOS 18.6 ist kein Gamechanger, aber ein sinnvolles Update
iOS 18.6 erfindet Web-Downloads auf dem iPhone nicht neu. Das Update macht deren Installation in der EU jedoch übersichtlicher und weniger umständlich. Hinzu kommen der behobene Fehler in der Fotos-App und zahlreiche wichtige Sicherheitskorrekturen.
Wer große neue Funktionen erwartet, wird kaum fündig. Als Wartungsupdate erfüllt iOS 18.6 seinen Zweck aber ordentlich und räumt an mehreren Stellen auf, die im Alltag oder für die Sicherheit relevant sind.
Wer inzwischen eine neuere Systemversion verwendet und seinem Gerät klanglich etwas Gutes tun möchte, findet bei uns außerdem einen exklusiven iOS 26 Klingelton, der deutlich mehr kann als „Tri-Ton“ oder „Radar“.