Ein geheimer Begriff, eine falsche Rolle und ein Freund, dessen harmlose Antwort plötzlich wie ein einstudiertes Alibi klingt: Mehr brauchen gute Imposter-Apps oft nicht. Innerhalb weniger Minuten wird aus einem friedlichen Spieleabend eine Mischung aus Verhör, Täuschung und erstaunlich persönlichen Anschuldigungen.
Imposter-Apps sind Gesellschafts- oder Multiplayer-Spiele mit geheimen Rollen. Die Mehrheit kennt das gemeinsame Ziel, während mindestens 1 Person blufft, sabotiert oder unbemerkt gegen die Gruppe arbeitet. Anschließend wird diskutiert und abgestimmt. Ob eine App dabei Imposter oder Impostor schreibt, ändert am Spielprinzip nichts.
Among Us hat diese Form der sozialen Deduktion auf dem Smartphone groß gemacht. Inzwischen gibt es jedoch Imposter-Spiele, die ganz unterschiedliche Wege einschlagen. Splash verwandelt das Handy in ein Wortspiel für die ganze Gruppe, Super Sus setzt auf Online-Partien mit zahlreichen Rollen und Suspects: Mystery Mansion verlegt die Suche nach dem Verräter in ein Herrenhaus.
Bild: Die besten Imposter-Apps für Android und iPhone bieten spannende Among-Us-Alternativen mit Täuschung, Teamwork und kniffligen Abstimmungen.
Die Apps decken unterschiedliche Situationen ab. Splash wird gemeinsam an 1 Smartphone gespielt, während bei Super Sus und Suspects jeder Teilnehmer ein eigenes Gerät benötigt.
Splash ist die unkomplizierteste App dieser Auswahl. Die Gruppe benötigt keine eigene Spielfigur, keine Raumstation und auch keinen Mitspieler, der nach 20 Minuten noch immer verzweifelt die Steuerung sucht. Ein gemeinsam genutztes Smartphone genügt.
Im Imposter-Spiel sehen die normalen Teilnehmer denselben geheimen Begriff. Nur der Imposter kennt das Wort nicht und muss sich mit möglichst glaubwürdigen Hinweisen durch die Runde retten. Jeder Spieler nennt nacheinander einen passenden Begriff. Wer zu deutlich wird, verrät dem Imposter die Lösung. Wer zu vage antwortet, wirkt verdächtig und landet schneller auf der Abschussliste als jemand, der beim Spieleabend plötzlich den letzten Snack verschwinden lässt.
Nach der Hinweiserunde wird diskutiert und abgestimmt. Der Reiz entsteht weniger auf dem Display als zwischen den Mitspielern. Splash eignet sich deshalb besonders für Geburtstage, WG-Abende, Reisen oder Treffen, bei denen alle im selben Raum sitzen.
Neben Imposter enthält die App weitere Gruppenspiele wie Werwolf, Wahrheit oder Pflicht, Scharade und Wer ist der Lügner. Dadurch bleibt Splash auch dann interessant, wenn nach mehreren Runden gerade niemand mehr Lust hat, sich für eine völlig normale Antwort rechtfertigen zu müssen.
Weitere Spielmodi haben wir in unserem ausführlichen Test der Splash App genauer betrachtet.
Download: Splash bei Google Play | Splash im App Store
Super Sus kommt dem Spielgefühl von Among Us am nächsten. Jeder Teilnehmer spielt auf dem eigenen Smartphone und betritt eine gemeinsame Online-Partie. Statt nur einen Begriff zu erraten, bewegt sich die Gruppe durch ein Raumschiff, erledigt Aufgaben und versucht herauszufinden, wer heimlich gegen die Crew arbeitet.
Dabei gibt es 3 grundlegende Rollentypen:
Gerade die neutralen Rollen und zusätzlichen Spielmodi sorgen für mehr taktische Möglichkeiten. Private Räume lassen sich mit eigenen Regeln erstellen, sodass Freunde unter sich bleiben können. Daneben stehen öffentliche Partien, Teammodi und weitere Varianten zur Auswahl.
Super Sus ist dadurch umfangreicher als ein klassisches Imposter-Wortspiel, benötigt aber auch mehr Eingewöhnung. Menüs, Rollen, Aufgaben, Skins und unterschiedliche Siegbedingungen können neue Spieler zunächst überfordern. Wer bereits Among Us kennt und mehr Abwechslung sucht, bekommt hier den gehaltvollsten Online-Multiplayer der 3 Apps.
Download: Super Sus bei Google Play | Super Sus im App Store
Suspects: Mystery Mansion tauscht das Raumschiff gegen ein herrschaftliches Anwesen. In einer Partie treffen insgesamt 10 Spieler aufeinander. Die Gäste erledigen Ermittlungsaufgaben und suchen nach Hinweisen, während sich die Killer unauffällig unter die Gruppe mischen.
Zwischen den Spielphasen wird nicht nur über vorgefertigte Nachrichten kommuniziert. Der integrierte Voice Chat erlaubt direkte Diskussionen: Wer war in welchem Raum? Wer bewegte sich auffällig? Und weshalb klingt der angeblich unschuldige Mitspieler plötzlich so, als würde er bei einer Polizeikontrolle seinen Kofferraum erklären?
Nach der Diskussion stimmt die Gruppe ab. Wird ein unschuldiger Gast aus dem Herrenhaus geworfen, kommen die Killer ihrem Sieg näher. Dadurch lebt Suspects stärker von Gesprächen und spontanen Reaktionen als von komplizierten Spezialrollen.
Der Voice Chat macht jede Runde lebendiger, kann in öffentlichen Lobbys aber auch unübersichtlich werden. Mit Freunden funktioniert das Spiel angenehmer, besonders wenn jüngere Teilnehmer mitspielen. Für Gruppen, die gern diskutieren und sich gegenseitig beim Lügen zuhören möchten, ist Suspects die unterhaltsamste Wahl.
Download: Suspects: Mystery Mansion bei Google Play | Suspects: Mystery Mansion im App Store
Gute Imposter-Runden hängen nicht nur von der App ab. Schon kleine Absprachen verhindern, dass aus Bluffen nach wenigen Minuten planloses Durcheinander oder ein reiner Lautstärkewettbewerb wird.
Hinweise müssen die richtige Mitte treffen. Bei einem Wortspiel wie Splash sollte der Hinweis beweisen, dass man den geheimen Begriff kennt, ohne ihn dem Imposter praktisch auf den Bildschirm zu schreiben. Eine völlig allgemeine Antwort hilft ebenfalls nicht, weil danach jeder verdächtig wirkt. Gute Hinweise haben einen erkennbaren Zusammenhang, lassen aber mehrere Deutungen zu.
Jeder bekommt 1 Chance zur Verteidigung. Bevor abgestimmt wird, sollte jeder verdächtige Spieler seine Sicht in 1 oder 2 Sätzen erklären dürfen. Ohne diese Regel übernimmt häufig die lauteste Person die Diskussion und der Rest stimmt aus Bequemlichkeit mit. Das kann lustig sein, hat mit Ermitteln aber ungefähr so viel zu tun wie Münzwerfen.
Neue Gruppen starten besser mit wenigen Rollen. Super Sus bietet zahlreiche zusätzliche Fähigkeiten und eigene Siegbedingungen. Für die ersten Partien reichen Crew, Imposter und wenige Sonderrollen. Sobald alle das Grundprinzip verstanden haben, kann die Rollenvielfalt schrittweise erhöht werden. Sonst endet die erste Abstimmung damit, dass niemand weiß, wer eigentlich auf welcher Seite spielt.
Ausgeschiedene Mitspieler haben Sendepause. Wer aus der Runde gewählt oder ausgeschaltet wurde, sollte keine Beobachtungen mehr verraten und auch nicht mit auffälligen Blicken auf den Imposter reagieren. Gerade wenn alle im selben Raum sitzen, kann ein einziges Grinsen mehr preisgeben als sämtliche Ermittlungsarbeit zuvor.
Bei Super Sus und Suspects verbessert außerdem ein sauberer Voice Chat die Runde. Kopfhörer verhindern Rückkopplungen und sorgen dafür, dass Anschuldigungen verständlich bleiben. Wer mit Freunden spielt, sollte nach Möglichkeit einen privaten Raum nutzen, statt darauf zu hoffen, dass eine öffentliche Lobby zufällig dieselbe Vorstellung von Zusammenarbeit hat.
Für einen Spieleabend an 1 gemeinsamen Smartphone ist Splash der schnellste Einstieg. Super Sus bietet die größte Auswahl an Rollen und Online-Modi, während Suspects mit seinem Voice Chat besonders von direkten Diskussionen lebt.
Am meisten Spaß machen Imposter-Spiele in einer privaten Runde mit Freunden. Dort kennt man die Stimmen, Eigenheiten und schlechten Ausreden der Mitspieler bereits. Das erleichtert die Suche nach dem Verräter zwar nicht unbedingt, macht jede falsche Anschuldigung aber deutlich unterhaltsamer.
Imposter-Apps sind Gesellschafts- oder Multiplayer-Spiele mit geheimen Rollen. Die Mehrheit kennt das gemeinsame Ziel, während mindestens 1 Person blufft, sabotiert oder unbemerkt gegen die Gruppe arbeitet. Anschließend wird diskutiert und abgestimmt. Ob eine App dabei Imposter oder Impostor schreibt, ändert am Spielprinzip nichts.
Among Us hat diese Form der sozialen Deduktion auf dem Smartphone groß gemacht. Inzwischen gibt es jedoch Imposter-Spiele, die ganz unterschiedliche Wege einschlagen. Splash verwandelt das Handy in ein Wortspiel für die ganze Gruppe, Super Sus setzt auf Online-Partien mit zahlreichen Rollen und Suspects: Mystery Mansion verlegt die Suche nach dem Verräter in ein Herrenhaus.
Bild: Die besten Imposter-Apps für Android und iPhone bieten spannende Among-Us-Alternativen mit Täuschung, Teamwork und kniffligen Abstimmungen.
Die 3 besten Imposter-Apps im Überblick
Die Apps decken unterschiedliche Situationen ab. Splash wird gemeinsam an 1 Smartphone gespielt, während bei Super Sus und Suspects jeder Teilnehmer ein eigenes Gerät benötigt.
App | Spielprinzip | Spielweise |
| Splash | Geheimes Wort umschreiben und Imposter entlarven | gemeinsam an 1 Smartphone |
| Super Sus | Aufgaben, Sabotage und zahlreiche Rollen | online auf mehreren Geräten |
| Suspects | Mordfall lösen und Killer herauswählen | online mit integriertem Voice Chat |
1. Splash als Imposter-Wortspiel für Freunde
Splash ist die unkomplizierteste App dieser Auswahl. Die Gruppe benötigt keine eigene Spielfigur, keine Raumstation und auch keinen Mitspieler, der nach 20 Minuten noch immer verzweifelt die Steuerung sucht. Ein gemeinsam genutztes Smartphone genügt.
Im Imposter-Spiel sehen die normalen Teilnehmer denselben geheimen Begriff. Nur der Imposter kennt das Wort nicht und muss sich mit möglichst glaubwürdigen Hinweisen durch die Runde retten. Jeder Spieler nennt nacheinander einen passenden Begriff. Wer zu deutlich wird, verrät dem Imposter die Lösung. Wer zu vage antwortet, wirkt verdächtig und landet schneller auf der Abschussliste als jemand, der beim Spieleabend plötzlich den letzten Snack verschwinden lässt.
Nach der Hinweiserunde wird diskutiert und abgestimmt. Der Reiz entsteht weniger auf dem Display als zwischen den Mitspielern. Splash eignet sich deshalb besonders für Geburtstage, WG-Abende, Reisen oder Treffen, bei denen alle im selben Raum sitzen.
Neben Imposter enthält die App weitere Gruppenspiele wie Werwolf, Wahrheit oder Pflicht, Scharade und Wer ist der Lügner. Dadurch bleibt Splash auch dann interessant, wenn nach mehreren Runden gerade niemand mehr Lust hat, sich für eine völlig normale Antwort rechtfertigen zu müssen.
Weitere Spielmodi haben wir in unserem ausführlichen Test der Splash App genauer betrachtet.
Download: Splash bei Google Play | Splash im App Store
2. Super Sus mit Rollen, Aufgaben und Sabotage
Super Sus kommt dem Spielgefühl von Among Us am nächsten. Jeder Teilnehmer spielt auf dem eigenen Smartphone und betritt eine gemeinsame Online-Partie. Statt nur einen Begriff zu erraten, bewegt sich die Gruppe durch ein Raumschiff, erledigt Aufgaben und versucht herauszufinden, wer heimlich gegen die Crew arbeitet.
Dabei gibt es 3 grundlegende Rollentypen:
- Besatzungsmitglieder erledigen Aufgaben und versuchen, die Imposter zu erkennen.
- Imposter sabotieren das Raumschiff und schalten andere Spieler möglichst unauffällig aus.
- Neutrale Rollen verfolgen eigene Ziele und können dadurch beide Seiten durcheinanderbringen.
Gerade die neutralen Rollen und zusätzlichen Spielmodi sorgen für mehr taktische Möglichkeiten. Private Räume lassen sich mit eigenen Regeln erstellen, sodass Freunde unter sich bleiben können. Daneben stehen öffentliche Partien, Teammodi und weitere Varianten zur Auswahl.
Super Sus ist dadurch umfangreicher als ein klassisches Imposter-Wortspiel, benötigt aber auch mehr Eingewöhnung. Menüs, Rollen, Aufgaben, Skins und unterschiedliche Siegbedingungen können neue Spieler zunächst überfordern. Wer bereits Among Us kennt und mehr Abwechslung sucht, bekommt hier den gehaltvollsten Online-Multiplayer der 3 Apps.
Download: Super Sus bei Google Play | Super Sus im App Store
3. Suspects: Mystery Mansion mit Voice Chat
Suspects: Mystery Mansion tauscht das Raumschiff gegen ein herrschaftliches Anwesen. In einer Partie treffen insgesamt 10 Spieler aufeinander. Die Gäste erledigen Ermittlungsaufgaben und suchen nach Hinweisen, während sich die Killer unauffällig unter die Gruppe mischen.
Zwischen den Spielphasen wird nicht nur über vorgefertigte Nachrichten kommuniziert. Der integrierte Voice Chat erlaubt direkte Diskussionen: Wer war in welchem Raum? Wer bewegte sich auffällig? Und weshalb klingt der angeblich unschuldige Mitspieler plötzlich so, als würde er bei einer Polizeikontrolle seinen Kofferraum erklären?
Nach der Diskussion stimmt die Gruppe ab. Wird ein unschuldiger Gast aus dem Herrenhaus geworfen, kommen die Killer ihrem Sieg näher. Dadurch lebt Suspects stärker von Gesprächen und spontanen Reaktionen als von komplizierten Spezialrollen.
Der Voice Chat macht jede Runde lebendiger, kann in öffentlichen Lobbys aber auch unübersichtlich werden. Mit Freunden funktioniert das Spiel angenehmer, besonders wenn jüngere Teilnehmer mitspielen. Für Gruppen, die gern diskutieren und sich gegenseitig beim Lügen zuhören möchten, ist Suspects die unterhaltsamste Wahl.
Download: Suspects: Mystery Mansion bei Google Play | Suspects: Mystery Mansion im App Store
So bleibt die Imposter-Runde bis zur Abstimmung spannend
Gute Imposter-Runden hängen nicht nur von der App ab. Schon kleine Absprachen verhindern, dass aus Bluffen nach wenigen Minuten planloses Durcheinander oder ein reiner Lautstärkewettbewerb wird.
Hinweise müssen die richtige Mitte treffen. Bei einem Wortspiel wie Splash sollte der Hinweis beweisen, dass man den geheimen Begriff kennt, ohne ihn dem Imposter praktisch auf den Bildschirm zu schreiben. Eine völlig allgemeine Antwort hilft ebenfalls nicht, weil danach jeder verdächtig wirkt. Gute Hinweise haben einen erkennbaren Zusammenhang, lassen aber mehrere Deutungen zu.
Jeder bekommt 1 Chance zur Verteidigung. Bevor abgestimmt wird, sollte jeder verdächtige Spieler seine Sicht in 1 oder 2 Sätzen erklären dürfen. Ohne diese Regel übernimmt häufig die lauteste Person die Diskussion und der Rest stimmt aus Bequemlichkeit mit. Das kann lustig sein, hat mit Ermitteln aber ungefähr so viel zu tun wie Münzwerfen.
Neue Gruppen starten besser mit wenigen Rollen. Super Sus bietet zahlreiche zusätzliche Fähigkeiten und eigene Siegbedingungen. Für die ersten Partien reichen Crew, Imposter und wenige Sonderrollen. Sobald alle das Grundprinzip verstanden haben, kann die Rollenvielfalt schrittweise erhöht werden. Sonst endet die erste Abstimmung damit, dass niemand weiß, wer eigentlich auf welcher Seite spielt.
Ausgeschiedene Mitspieler haben Sendepause. Wer aus der Runde gewählt oder ausgeschaltet wurde, sollte keine Beobachtungen mehr verraten und auch nicht mit auffälligen Blicken auf den Imposter reagieren. Gerade wenn alle im selben Raum sitzen, kann ein einziges Grinsen mehr preisgeben als sämtliche Ermittlungsarbeit zuvor.
Bei Super Sus und Suspects verbessert außerdem ein sauberer Voice Chat die Runde. Kopfhörer verhindern Rückkopplungen und sorgen dafür, dass Anschuldigungen verständlich bleiben. Wer mit Freunden spielt, sollte nach Möglichkeit einen privaten Raum nutzen, statt darauf zu hoffen, dass eine öffentliche Lobby zufällig dieselbe Vorstellung von Zusammenarbeit hat.
Imposter-Apps bringen Misstrauen aufs Handy
Für einen Spieleabend an 1 gemeinsamen Smartphone ist Splash der schnellste Einstieg. Super Sus bietet die größte Auswahl an Rollen und Online-Modi, während Suspects mit seinem Voice Chat besonders von direkten Diskussionen lebt.
Am meisten Spaß machen Imposter-Spiele in einer privaten Runde mit Freunden. Dort kennt man die Stimmen, Eigenheiten und schlechten Ausreden der Mitspieler bereits. Das erleichtert die Suche nach dem Verräter zwar nicht unbedingt, macht jede falsche Anschuldigung aber deutlich unterhaltsamer.