Wenn ein anspruchsvolles Handyspiel das Smartphone nach wenigen Minuten in einen Taschen-Toaster verwandelt, klingt ein aufsteckbarer Kühler zunächst ziemlich verlockend. Die kleinen Geräte versprechen niedrigere Temperaturen, eine stabilere Leistung und weniger Ruckler. Andere sehen darin nur einen Lüfter mit RGB-Beleuchtung und ausgeprägtem Geltungsbedürfnis.
Ein guter Handy-Kühler kann die Wärme an der Rückseite abführen und dadurch eine hitzebedingte Drosselung hinauszögern. Davon profitieren vor allem Mobile-Gamer, die längere Zeit mit hoher Grafikleistung spielen. Für Messenger, Surfen, Musik und gelegentliche Videos ist das Zubehör meistens überflüssig.
Bild: Ein aktiver Handy-Kühler wie der Black Shark FunCooler soll das Smartphone beim Gaming abkühlen und hitzebedingte Leistungseinbrüche reduzieren.
Ein Handy-Kühler macht den Prozessor nicht schneller. Er kann aber dafür sorgen, dass das Smartphone seine vorhandene Leistung länger hält. Unter dauerhafter Belastung erzeugen Prozessor, Grafikchip, Display und Akku Wärme. Steigt die Temperatur zu stark, reduziert das System unter anderem Taktfrequenz, Bildrate, Displayhelligkeit oder Ladeleistung, um die Bauteile zu schützen.
Dieses sogenannte Thermal Throttling zeigt sich beim Spielen häufig erst nach einiger Zeit: Das Game läuft anfangs flüssig, später sinkt die Bildrate oder es entstehen kleine Ruckler. Sitzt der Kühler an der passenden Stelle, transportiert er einen Teil der Wärme von der Gehäuserückseite ab. Wie groß der Nutzen ausfällt, hängt vom Smartphone, der Umgebungstemperatur, dem Spiel und der Position des Kühlers ab.
Einfache Handy-Lüfter bewegen lediglich Luft über dem Gehäuse. Leistungsfähigere Modelle kombinieren einen Lüfter mit einem Peltier-Element, auch TEC genannt. Dabei liegt eine kalte Metallfläche direkt am Smartphone an, während der Lüfter die auf der anderen Seite entstehende Wärme abführt. Für längere Gaming-Sessions ist diese Bauart deutlich interessanter.
Werbeangaben von 30 oder sogar 40 Grad Temperaturunterschied sollte man dennoch nicht mit der Prozessortemperatur verwechseln. Solche Werte können sich auf die Kühlplatte oder auf Messungen unter idealen Bedingungen beziehen. Eine eiskalte Rückseite bedeutet also nicht automatisch, dass der Chip im Inneren plötzlich Winterurlaub macht.
Für diesen Vergleich wurden Ausstattung, Kühltechnik, Befestigung, Stromversorgung, Verfügbarkeit und aktuelle Kundenbewertungen gegenübergestellt. Eigene Temperaturmessungen liegen nicht vor, deshalb werden Herstellerwerte nicht als Testergebnisse ausgegeben.
Der Black Shark FunCooler 5 kombiniert ein 20 Watt starkes Kühlsystem mit einem kompakten Gehäuse. Mit ungefähr 80 Gramm belastet er das Smartphone weniger als viele leistungsstärkere Modelle. Die magnetische Befestigung hält direkt an MagSafe-kompatiblen iPhones sowie geeigneten Magnethüllen. Bei anderen Smartphones wird ein passender Magnetring benötigt.
Über die Taste am Gehäuse lässt sich zwischen 3 Leistungsstufen wechseln. Zusätzliche Einstellungen für Lüfter und RGB-Beleuchtung stehen per App zur Verfügung. Eine dicke Schutzhülle sollte während der Nutzung entfernt werden, da sie den Wärmeübergang zwischen Smartphone und Kühlfläche verschlechtert.
Der FunCooler 5 besitzt keinen eigenen Akku und benötigt dauerhaft Strom über USB-C. Unterwegs lässt er sich mit einer Powerbank betreiben. Das zusätzliche Kabel stört beim Spielen etwas, ermöglicht dafür aber eine gleichmäßige Kühlleistung ohne begrenzte Akkulaufzeit. Durch die Verbindung aus geringem Gewicht, 20 Watt Leistung und einfacher Bedienung ist er die ausgewogenste Empfehlung in diesem Vergleich.
Der REDMAGIC VC Cooler 6 Pro ist für lange Gaming-Sessions, Livestreams und andere Aufgaben mit hoher Dauerlast ausgelegt. Seine Spitzenleistung liegt bei 30 Watt, wodurch er mehr Kühlreserven als der Black Shark bietet. Mit ungefähr 110 Gramm fällt er allerdings auch deutlich schwerer aus.
Flexibel ist die Befestigung: Der Smartphone-Kühler kann magnetisch angebracht oder mit dem beiliegenden Clip befestigt werden. Dadurch eignet er sich sowohl für MagSafe-kompatible Geräte als auch für viele Android-Smartphones. Vor dem Kauf sollte geprüft werden, ob Kameramodul, Seitentasten oder Gehäuseform dem Clip im Weg stehen.
Die Kühlleistung lässt sich stufenlos per App regulieren. Auch dieses Modell wird über USB-C versorgt und benötigt für den Betrieb ein geeignetes Netzteil oder eine leistungsfähige Powerbank. Bei maximaler Leistung werden Lüfter und zusätzliches Gewicht spürbar, dafür ist der REDMAGIC VC Cooler 6 Pro die interessantere Wahl für Nutzer, deren Smartphone bei längeren Spielsitzungen regelmäßig Leistung verliert.
Ein integrierter Akku klingt bei einem mobilen Zubehör zunächst ideal. In der Praxis muss er jedoch zusätzliches Gewicht tragen, Platz beanspruchen und gleichzeitig genug Energie für Peltier-Element und Lüfter liefern. Bei hoher Kühlleistung wäre ein kleiner Akku entsprechend schnell leer.
Viele leistungsstarke Handy-Kühler setzen deshalb auf eine dauerhafte USB-C-Verbindung. Das Kabel stört etwas beim Spielen, erlaubt aber eine gleichmäßige Stromversorgung. Unterwegs übernimmt eine kompakte Powerbank die Rolle des Akkus und kann getrennt vom Kühler verstaut werden.
Die beiden Varianten lassen sich so einordnen:
Ein Smartphone-Kühler lohnt sich vor allem, wenn das Gerät bei längerer hoher Belastung spürbar Leistung verliert. Typische Einsatzbereiche sind:
Bei normaler Nutzung braucht ein Smartphone keinen festgeschnallten Mini-Lüfter. Wird es beim Laden, Navigieren in der Sonne oder durch eine fehlerhafte App heiß, sollte zuerst die Ursache beseitigt werden. Ladegerät trennen, Hülle abnehmen, belastende Anwendung schließen und das Gerät an einen schattigen Ort legen kosten nichts und helfen häufig schon weiter. Weitere Maßnahmen findest du in unserem Ratgeber zum sicheren Abkühlen eines heißen Handys.
Gegen direkte Sonneneinstrahlung ist ein aktiver Kühler ebenfalls nicht die erste Wahl. Schatten verhindert, dass zusätzliche Wärme überhaupt ins Gehäuse gelangt. Wie gut solches Zubehör funktioniert, haben wir in unserem Handy-Sonnenschirm-Test ausprobiert.
Zeigt das Smartphone bereits eine Temperaturwarnung an oder schaltet Funktionen ab, sollte die Nutzung pausieren. Ein Kühler ist kein Freifahrtschein, das Gerät unter extremen Bedingungen weiter zu belasten. Wird es ohne erkennbaren Grund regelmäßig sehr heiß, können ein verschlissener Akku, ein Softwarefehler oder ein technischer Defekt dahinterstecken.
Magnetische Handy-Kühler halten direkt an MagSafe-kompatiblen iPhones. Bei anderen Smartphones ist je nach Modell ein Magnetring, eine passende Hülle oder ein Clip erforderlich. Der Kühler sollte möglichst dort sitzen, wo sich das Gehäuse unter Last am stärksten erwärmt. Häufig liegt dieser Bereich im oberen Drittel nahe dem Prozessor und nicht genau in der Mitte des Akkus.
Eine dicke Hülle wirkt wie eine Isolierschicht und verschlechtert den Wärmeübergang. Für eine starke Kühlung sollte sie abgenommen werden. Beim Clip ist außerdem darauf zu achten, dass weder Kameras noch Lautstärketasten oder der Einschaltknopf verdeckt werden.
Peltier-Kühler können ihre Kontaktfläche stark herunterkühlen. Bei hoher Luftfeuchtigkeit kann sich dadurch Kondenswasser bilden. Werden Kühler oder Gehäuse sichtbar feucht, sollte das Zubehör sofort ausgeschaltet und entfernt werden. Das Smartphone darf erst wieder benutzt oder geladen werden, wenn alle Flächen trocken sind.
Kühlakkus, Eis und abrupte Temperaturwechsel sind ebenfalls keine geeignete Lösung. Weshalb das Gemüsefach trotz angenehmer Temperatur kein Wellnessbereich für Elektronik ist, erklären wir im Artikel Warum ein warmes Handy nicht in den Kühlschrank gehört.
Handy-Kühler sind weder nutzloser Elektroschrott noch notwendiges Zubehör für jedes Smartphone. Bei längeren Spielen und anderen rechenintensiven Aufgaben kann ein guter Peltier-Kühler die Gehäusetemperatur senken und eine hitzebedingte Leistungsdrosselung hinauszögern. Gegen direkte Sonne, einen defekten Akku oder starke Wärme beim Schnellladen löst er dagegen nicht die eigentliche Ursache.
Der Black Shark FunCooler 5 bietet das ausgewogenste Gesamtpaket aus Leistung, Gewicht, Befestigung und Käuferresonanz. Der REDMAGIC VC Cooler 6 Pro ist interessanter, wenn eine höhere Kühlleistung wichtiger ist als Preis und Gewicht. Bleibt dein Smartphone auch nach einer längeren Spielrunde flüssig, kannst du dir das Geld sparen. Sinken Bildrate und Displayhelligkeit regelmäßig, ist ein kabelgebundener Handy-Kühler mit Powerbank die überzeugendere Lösung als ein schwaches Modell mit eingebautem Akku.
Ein guter Handy-Kühler kann die Wärme an der Rückseite abführen und dadurch eine hitzebedingte Drosselung hinauszögern. Davon profitieren vor allem Mobile-Gamer, die längere Zeit mit hoher Grafikleistung spielen. Für Messenger, Surfen, Musik und gelegentliche Videos ist das Zubehör meistens überflüssig.
Bild: Ein aktiver Handy-Kühler wie der Black Shark FunCooler soll das Smartphone beim Gaming abkühlen und hitzebedingte Leistungseinbrüche reduzieren.
Bringen Handy-Kühler mehr Leistung?
Ein Handy-Kühler macht den Prozessor nicht schneller. Er kann aber dafür sorgen, dass das Smartphone seine vorhandene Leistung länger hält. Unter dauerhafter Belastung erzeugen Prozessor, Grafikchip, Display und Akku Wärme. Steigt die Temperatur zu stark, reduziert das System unter anderem Taktfrequenz, Bildrate, Displayhelligkeit oder Ladeleistung, um die Bauteile zu schützen.
Dieses sogenannte Thermal Throttling zeigt sich beim Spielen häufig erst nach einiger Zeit: Das Game läuft anfangs flüssig, später sinkt die Bildrate oder es entstehen kleine Ruckler. Sitzt der Kühler an der passenden Stelle, transportiert er einen Teil der Wärme von der Gehäuserückseite ab. Wie groß der Nutzen ausfällt, hängt vom Smartphone, der Umgebungstemperatur, dem Spiel und der Position des Kühlers ab.
Einfache Handy-Lüfter bewegen lediglich Luft über dem Gehäuse. Leistungsfähigere Modelle kombinieren einen Lüfter mit einem Peltier-Element, auch TEC genannt. Dabei liegt eine kalte Metallfläche direkt am Smartphone an, während der Lüfter die auf der anderen Seite entstehende Wärme abführt. Für längere Gaming-Sessions ist diese Bauart deutlich interessanter.
Werbeangaben von 30 oder sogar 40 Grad Temperaturunterschied sollte man dennoch nicht mit der Prozessortemperatur verwechseln. Solche Werte können sich auf die Kühlplatte oder auf Messungen unter idealen Bedingungen beziehen. Eine eiskalte Rückseite bedeutet also nicht automatisch, dass der Chip im Inneren plötzlich Winterurlaub macht.
2 empfehlenswerte Handy-Kühler im Vergleich
Für diesen Vergleich wurden Ausstattung, Kühltechnik, Befestigung, Stromversorgung, Verfügbarkeit und aktuelle Kundenbewertungen gegenübergestellt. Eigene Temperaturmessungen liegen nicht vor, deshalb werden Herstellerwerte nicht als Testergebnisse ausgegeben.
Merkmal | Black Shark FunCooler 5 | REDMAGIC VC Cooler 6 Pro |
| Kühltechnik | Peltier-Element mit Lüfter | Peltier-Element mit Graphen-Kühlkörper und Lüfter |
| Maximale Leistung | 20 Watt | bis zu 30 Watt |
| Befestigung | magnetisch oder mit abnehmbaren Haltearmen | magnetisch oder mit Clip |
| Stromversorgung | USB-C, kein eigener Akku | USB-C, kein eigener Akku |
| Gewicht | etwa 82,5 Gramm | etwa 110 Gramm |
| Geeignet für | regelmäßiges Mobile Gaming | lange Sessions mit hoher Dauerlast |
| Größter Nachteil | externe Stromquelle und Kabel nötig | schwerer, teurer und höherer Strombedarf |
1. Black Shark FunCooler 5 als ausgewogene Empfehlung
Der Black Shark FunCooler 5 kombiniert ein 20 Watt starkes Kühlsystem mit einem kompakten Gehäuse. Mit ungefähr 80 Gramm belastet er das Smartphone weniger als viele leistungsstärkere Modelle. Die magnetische Befestigung hält direkt an MagSafe-kompatiblen iPhones sowie geeigneten Magnethüllen. Bei anderen Smartphones wird ein passender Magnetring benötigt.
Über die Taste am Gehäuse lässt sich zwischen 3 Leistungsstufen wechseln. Zusätzliche Einstellungen für Lüfter und RGB-Beleuchtung stehen per App zur Verfügung. Eine dicke Schutzhülle sollte während der Nutzung entfernt werden, da sie den Wärmeübergang zwischen Smartphone und Kühlfläche verschlechtert.
Der FunCooler 5 besitzt keinen eigenen Akku und benötigt dauerhaft Strom über USB-C. Unterwegs lässt er sich mit einer Powerbank betreiben. Das zusätzliche Kabel stört beim Spielen etwas, ermöglicht dafür aber eine gleichmäßige Kühlleistung ohne begrenzte Akkulaufzeit. Durch die Verbindung aus geringem Gewicht, 20 Watt Leistung und einfacher Bedienung ist er die ausgewogenste Empfehlung in diesem Vergleich.
2. REDMAGIC VC Cooler 6 Pro für hohe Dauerlast
Der REDMAGIC VC Cooler 6 Pro ist für lange Gaming-Sessions, Livestreams und andere Aufgaben mit hoher Dauerlast ausgelegt. Seine Spitzenleistung liegt bei 30 Watt, wodurch er mehr Kühlreserven als der Black Shark bietet. Mit ungefähr 110 Gramm fällt er allerdings auch deutlich schwerer aus.
Flexibel ist die Befestigung: Der Smartphone-Kühler kann magnetisch angebracht oder mit dem beiliegenden Clip befestigt werden. Dadurch eignet er sich sowohl für MagSafe-kompatible Geräte als auch für viele Android-Smartphones. Vor dem Kauf sollte geprüft werden, ob Kameramodul, Seitentasten oder Gehäuseform dem Clip im Weg stehen.
Die Kühlleistung lässt sich stufenlos per App regulieren. Auch dieses Modell wird über USB-C versorgt und benötigt für den Betrieb ein geeignetes Netzteil oder eine leistungsfähige Powerbank. Bei maximaler Leistung werden Lüfter und zusätzliches Gewicht spürbar, dafür ist der REDMAGIC VC Cooler 6 Pro die interessantere Wahl für Nutzer, deren Smartphone bei längeren Spielsitzungen regelmäßig Leistung verliert.
Handy-Kühler mit Akku oder USB-C
Ein integrierter Akku klingt bei einem mobilen Zubehör zunächst ideal. In der Praxis muss er jedoch zusätzliches Gewicht tragen, Platz beanspruchen und gleichzeitig genug Energie für Peltier-Element und Lüfter liefern. Bei hoher Kühlleistung wäre ein kleiner Akku entsprechend schnell leer.
Viele leistungsstarke Handy-Kühler setzen deshalb auf eine dauerhafte USB-C-Verbindung. Das Kabel stört etwas beim Spielen, erlaubt aber eine gleichmäßige Stromversorgung. Unterwegs übernimmt eine kompakte Powerbank die Rolle des Akkus und kann getrennt vom Kühler verstaut werden.
Die beiden Varianten lassen sich so einordnen:
- Ein Handy-Kühler mit Akku eignet sich eher für kurze Einsätze ohne zusätzliches Kabel. Kühlleistung und Laufzeit fallen häufig geringer aus.
- Ein kabelgebundener Peltier-Kühler ist für längere Gaming-Sessions sinnvoller, benötigt aber ein geeignetes Netzteil oder eine Powerbank.
- Die Stromversorgung direkt über das Smartphone ist nur ratsam, wenn der Hersteller sie ausdrücklich vorsieht. Sonst wird aus dem Kühlversuch schnell ein zusätzlicher Verbraucher am ohnehin warmen Gerät.
Wann lohnt sich ein Handy-Kühler?
Ein Smartphone-Kühler lohnt sich vor allem, wenn das Gerät bei längerer hoher Belastung spürbar Leistung verliert. Typische Einsatzbereiche sind:
- grafisch anspruchsvolle Spiele wie Genshin Impact oder Call of Duty Mobile
- Emulatoren, die Prozessor und Grafikchip dauerhaft auslasten
- längere Videoaufnahmen mit hoher Auflösung
- Livestreams, bei denen Kamera, Display und Datenverbindung gleichzeitig arbeiten
- Gaming-Sessions, bei denen Bildrate oder Displayhelligkeit nach einigen Minuten sinken
Bei normaler Nutzung braucht ein Smartphone keinen festgeschnallten Mini-Lüfter. Wird es beim Laden, Navigieren in der Sonne oder durch eine fehlerhafte App heiß, sollte zuerst die Ursache beseitigt werden. Ladegerät trennen, Hülle abnehmen, belastende Anwendung schließen und das Gerät an einen schattigen Ort legen kosten nichts und helfen häufig schon weiter. Weitere Maßnahmen findest du in unserem Ratgeber zum sicheren Abkühlen eines heißen Handys.
Gegen direkte Sonneneinstrahlung ist ein aktiver Kühler ebenfalls nicht die erste Wahl. Schatten verhindert, dass zusätzliche Wärme überhaupt ins Gehäuse gelangt. Wie gut solches Zubehör funktioniert, haben wir in unserem Handy-Sonnenschirm-Test ausprobiert.
Zeigt das Smartphone bereits eine Temperaturwarnung an oder schaltet Funktionen ab, sollte die Nutzung pausieren. Ein Kühler ist kein Freifahrtschein, das Gerät unter extremen Bedingungen weiter zu belasten. Wird es ohne erkennbaren Grund regelmäßig sehr heiß, können ein verschlissener Akku, ein Softwarefehler oder ein technischer Defekt dahinterstecken.
Befestigung, Schutzhülle und Kondenswasser
Magnetische Handy-Kühler halten direkt an MagSafe-kompatiblen iPhones. Bei anderen Smartphones ist je nach Modell ein Magnetring, eine passende Hülle oder ein Clip erforderlich. Der Kühler sollte möglichst dort sitzen, wo sich das Gehäuse unter Last am stärksten erwärmt. Häufig liegt dieser Bereich im oberen Drittel nahe dem Prozessor und nicht genau in der Mitte des Akkus.
Eine dicke Hülle wirkt wie eine Isolierschicht und verschlechtert den Wärmeübergang. Für eine starke Kühlung sollte sie abgenommen werden. Beim Clip ist außerdem darauf zu achten, dass weder Kameras noch Lautstärketasten oder der Einschaltknopf verdeckt werden.
Peltier-Kühler können ihre Kontaktfläche stark herunterkühlen. Bei hoher Luftfeuchtigkeit kann sich dadurch Kondenswasser bilden. Werden Kühler oder Gehäuse sichtbar feucht, sollte das Zubehör sofort ausgeschaltet und entfernt werden. Das Smartphone darf erst wieder benutzt oder geladen werden, wenn alle Flächen trocken sind.
Kühlakkus, Eis und abrupte Temperaturwechsel sind ebenfalls keine geeignete Lösung. Weshalb das Gemüsefach trotz angenehmer Temperatur kein Wellnessbereich für Elektronik ist, erklären wir im Artikel Warum ein warmes Handy nicht in den Kühlschrank gehört.
Handy-Kühler lohnen sich vor allem für Mobile-Gamer
Handy-Kühler sind weder nutzloser Elektroschrott noch notwendiges Zubehör für jedes Smartphone. Bei längeren Spielen und anderen rechenintensiven Aufgaben kann ein guter Peltier-Kühler die Gehäusetemperatur senken und eine hitzebedingte Leistungsdrosselung hinauszögern. Gegen direkte Sonne, einen defekten Akku oder starke Wärme beim Schnellladen löst er dagegen nicht die eigentliche Ursache.
Der Black Shark FunCooler 5 bietet das ausgewogenste Gesamtpaket aus Leistung, Gewicht, Befestigung und Käuferresonanz. Der REDMAGIC VC Cooler 6 Pro ist interessanter, wenn eine höhere Kühlleistung wichtiger ist als Preis und Gewicht. Bleibt dein Smartphone auch nach einer längeren Spielrunde flüssig, kannst du dir das Geld sparen. Sinken Bildrate und Displayhelligkeit regelmäßig, ist ein kabelgebundener Handy-Kühler mit Powerbank die überzeugendere Lösung als ein schwaches Modell mit eingebautem Akku.