Ein Handy auf Raten kann sinnvoll sein, wenn der Gesamtpreis stimmt, die monatlichen Zahlungen zuverlässig ins Budget passen und du das Gerät länger nutzen möchtest. Die Finanzierung verteilt die Ausgabe und hält Geld für andere Ausgaben verfügbar. Ob das Angebot günstig ist, zeigt sich allerdings erst beim Vergleich aller Kosten. Eine angenehm kleine Monatsrate ist dafür noch kein ausreichender Beweis.
Bild: Ein Handy auf Raten kaufen: Kleine Monatsraten wirken verlockend, doch erst der Vergleich der Gesamtkosten zeigt, ob sich die Smartphone-Finanzierung lohnt.
Beim Ratenkauf erhältst du das Smartphone, bevor du den gesamten Kaufpreis bezahlt hast. Anschließend zahlst du die vereinbarten Beträge über mehrere Monate ab. Je nach Angebot kommen eine Anzahlung oder eine größere Schlussrate hinzu.
Ein Handy auf Raten ohne Vertrag bedeutet normalerweise, dass du keinen zusätzlichen Mobilfunktarif abschließen musst. Einen Kaufvertrag und eine verbindliche Zahlungsvereinbarung gehst du trotzdem ein. Deinen bisherigen Tarif kannst du bei einer reinen Gerätefinanzierung grundsätzlich weiterverwenden. Auch Mobilfunkanbieter bieten Smartphones mit separater Ratenzahlung an.
Wer das Geld von dir bekommt, unterscheidet sich je nach Angebot: Du zahlst unmittelbar an den Verkäufer, nutzt einen Zahlungsdienstleister oder schließt einen Kreditvertrag mit einer Partnerbank ab. Schau deshalb vor dem Bestellen nach, wer dein Vertragspartner ist und an wen du dich bei Fragen zur Finanzierung wenden musst.
Die Laufzeit sollte zu deiner geplanten Nutzung passen. Wenn du dein Smartphone gewöhnlich nach zwei Jahren wechselst, ist eine Gerätefinanzierung über drei Jahre zumindest erklärungsbedürftig.
Die Gesamtkosten ergeben sich aus sämtlichen Zahlungen, die du für das Angebot leisten musst:
Gesamtkosten = Anzahlung + Summe aller Raten + mögliche Schlussrate + zusätzliche Kosten
Zinsen oder Gebühren, die bereits in den Raten enthalten sind, darfst du dabei nicht erneut addieren. Vergleiche außerdem immer dieselbe Modellvariante, Speichergröße und denselben Gerätezustand. Versandkosten gehören ebenfalls in den Vergleich.
Ein fiktives Beispiel: Ein Smartphone kostet bei einem Händler 24 Monatsraten zu jeweils 35 Euro. Ohne weitere Kosten ergibt das 840 Euro. Bietet ein anderer seriöser Händler dasselbe Gerät für 780 Euro zum Sofortkauf an, zahlst du beim Ratenangebot insgesamt 60 Euro mehr.
Für diesen Unterschied brauchst du weder einen Finanzberater noch eine Excel-Tabelle mit zwölf Registerkarten. Ein Taschenrechner reicht, auch wenn er gelegentlich die Einkaufslaune verdirbt.
Bei einer echten 0-Prozent-Finanzierung fallen für den vereinbarten Kredit keine Zinsen an. Der Gerätepreis kann trotzdem höher sein als bei einem anderen Händler. Vergleiche deshalb mit dem aktuell erhältlichen Kaufpreis und nicht nur mit der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers.
Prüfe außerdem, ob im Bestellprozess kostenpflichtige Zusatzleistungen hinzukommen. Eine Geräteversicherung oder Restschuldversicherung kann die monatliche Belastung erhöhen. Schau dir an, was sie abdeckt, welche Ausschlüsse gelten und ob du sie überhaupt abschließen möchtest.
Besonders aufmerksam solltest du werden, wenn zusätzlich ein Kreditrahmen samt Zahlungskarte vereinbart wird. Spätere Einkäufe darüber können anderen Zinskonditionen unterliegen als die ursprüngliche Handyfinanzierung. Die Verbraucherzentrale erklärt diese Fallstricke bei der Null-Prozent-Finanzierung ausführlich.
Bei einer Finanzierung mit Zinsen hilft dir der effektive Jahreszins, Kreditangebote zu vergleichen. Für deine Kaufentscheidung brauchst du zusätzlich den Gesamtbetrag in Euro: Eine längere Laufzeit kann die Monatsrate senken und gleichzeitig die Finanzierung verteuern.
Ein Paket aus Smartphone und Mobilfunktarif kann günstiger sein als der getrennte Kauf. Es kann aber auch einen Tarif enthalten, für dessen Leistungen du separat deutlich weniger bezahlen würdest. Rechne deshalb beide Möglichkeiten über denselben Zeitraum durch.
Der folgende fiktive Vergleich zeigt drei Varianten für dasselbe Smartphone und vergleichbare Tarifleistungen. In allen Fällen ist das Gerät nach 24 Monaten vollständig bezahlt; weitere Gebühren fallen in diesem Beispiel nicht an.
Hier wäre das Paket am günstigsten: 11 Euro unter dem Sofortkauf mit separatem Tarif und 71 Euro unter der getrennten Finanzierung. Mit anderen Preisen kann das Ergebnis anders ausfallen.
Achte bei echten Angeboten auf Anschlussgebühren, zeitlich begrenzte Rabatte und Bedingungen für eine Rückvergütung. Ein günstigerer Tarif hilft dir außerdem wenig, wenn das Netz an deinem Wohnort schlecht funktioniert oder das Datenvolumen nicht reicht.
Läuft der Mobilfunkvertrag 24 Monate, die Gerätefinanzierung aber 36 Monate, bleiben nach dem Tarifende noch zwölf Geräteraten offen. Berücksichtige diese Restzahlung beim Vergleich. Ein gekündigter Tarif macht das Smartphone nicht automatisch bezahlt.
Der größte Nachteil ist die feste Zahlungsverpflichtung über die gesamte Laufzeit. Sie besteht auch dann, wenn sich deine finanzielle Situation verändert oder du das Smartphone nicht mehr nutzen möchtest.
Rechne die neue Rate deshalb zu deinen bereits laufenden Verpflichtungen hinzu. Mehrere einzeln überschaubare Beträge können zusammen einen erheblichen Teil des frei verfügbaren Geldes beanspruchen. Bleibt nach Miete, Lebenshaltung und bestehenden Zahlungen kaum Spielraum, macht eine weitere Finanzierung das Budget anfälliger.
Auch ein selbst verursachter Schaden oder ein Verlust beendet die Zahlungspflicht normalerweise nicht. Das Handy kann nach einem Sturz Feierabend machen. Die Ratenzahlung arbeitet zuverlässig weiter. Bei einem Sachmangel bestehen dagegen Gewährleistungsrechte gegenüber dem Verkäufer; stoppe die Raten deshalb nicht einfach eigenmächtig.
Dazu kommt der Wertverlust. Er betrifft auch sofort bezahlte Smartphones, ist also keine zusätzliche Finanzierungsgebühr. Beim Ratenkauf kann aber noch eine beträchtliche Restschuld bestehen, obwohl das Gerät inzwischen deutlich weniger wert ist. Ein früher Wechsel wird dadurch finanziell schwieriger.
Du bist allerdings nicht bei jedem Kredit bis zur letzten planmäßigen Rate festgelegt. Allgemeine Verbraucherdarlehen kannst du grundsätzlich ganz oder teilweise vorzeitig zurückzahlen. Bei verzinsten Krediten kann unter bestimmten Voraussetzungen eine begrenzte Vorfälligkeitsentschädigung entstehen. Lass dir vor einer Ablösung den genauen Betrag nennen; die Verbraucherzentrale erläutert die Rechte bei vorzeitiger Kreditrückzahlung.
Ein negativer Schufa-Eintrag kann einen Ratenkauf erschweren. Ob eine Finanzierung genehmigt wird, hängt jedoch auch von weiteren Kriterien ab, etwa vom Einkommen, bestehenden Verpflichtungen und der Prüfung des jeweiligen Anbieters. Eine Zusage lässt sich daraus nicht im Voraus ableiten.
Ratenkauf ohne Schufa-Abfrage bedeutet außerdem nicht automatisch Ratenkauf ohne Bonitätsprüfung. Ein Unternehmen kann andere Auskunfteien oder eigene Informationen heranziehen. Bei Verbraucherdarlehen müssen Kreditgeber die Kreditwürdigkeit prüfen. Sei deshalb vorsichtig, wenn unabhängig von deiner finanziellen Situation eine sichere Finanzierung versprochen wird oder zunächst Geld für eine Vermittlung verlangt wird.
Geht es um ein Paket aus Mobilfunktarif und Smartphone, findest du in unserem Ratgeber zum Handyvertrag trotz Schufa die Unterschiede zwischen Gerätefinanzierung, Tarif ohne Handy und Prepaid. Ein separater Ratenkauf umgeht die Prüfung nicht automatisch.
Ein Ratenkauf kann eine vernünftige Zahlungsform sein, wenn du ein benötigtes Smartphone zu einem konkurrenzfähigen Gesamtpreis bekommst und die Raten dauerhaft tragen kannst. Das gilt beispielsweise, wenn du vorhandene Rücklagen für unvorhergesehene Ausgaben verfügbar halten möchtest. Dafür sollten die laufenden Einnahmen ausreichen, ohne dass du jeden Monat auf diese Reserve zurückgreifen musst.
Problematisch wird es, wenn die Finanzierung vor allem den Sprung zu einem teureren Modell erleichtert. Nur zehn Euro mehr im Monat ergeben über drei Jahre zusätzliche 360 Euro. Das Wörtchen nur hat in diesem Fall einen erstaunlich hohen Preis.
Lege deshalb zuerst fest, wie viel dir das Smartphone insgesamt wert ist. Wähle anschließend die Zahlungsform. So lässt sich leichter erkennen, ob bessere Kamera, zusätzlicher Speicher oder ein größeres Display den Aufpreis für dich rechtfertigen.
Wenn selbst eine niedrige Rate kaum ins Budget passt, prüfe den Gerätewechsel noch einmal. Bei einem ansonsten brauchbaren Handy kann ein Akkutausch ausreichen. Ein Vorjahresmodell oder ein geprüftes Gebrauchtgerät kann den benötigten Kaufbetrag ebenfalls senken. Worauf du bei Zustand, Gerätesperren und Kaufbeleg achten solltest, erklären wir im Ratgeber zum Kauf eines gebrauchten Handys.
Notiere dir vor der Bestellung den Gesamtpreis, die monatliche Belastung einschließlich Tarif und den Termin der letzten Geräterate. Wenn diese drei Angaben zu deinem Budget und deiner geplanten Nutzung passen, kannst du das Angebot deutlich besser beurteilen als anhand der groß gedruckten Monatsrate.
Bild: Ein Handy auf Raten kaufen: Kleine Monatsraten wirken verlockend, doch erst der Vergleich der Gesamtkosten zeigt, ob sich die Smartphone-Finanzierung lohnt.
Handy auf Raten ohne Vertrag: Wie funktioniert das?
Beim Ratenkauf erhältst du das Smartphone, bevor du den gesamten Kaufpreis bezahlt hast. Anschließend zahlst du die vereinbarten Beträge über mehrere Monate ab. Je nach Angebot kommen eine Anzahlung oder eine größere Schlussrate hinzu.
Ein Handy auf Raten ohne Vertrag bedeutet normalerweise, dass du keinen zusätzlichen Mobilfunktarif abschließen musst. Einen Kaufvertrag und eine verbindliche Zahlungsvereinbarung gehst du trotzdem ein. Deinen bisherigen Tarif kannst du bei einer reinen Gerätefinanzierung grundsätzlich weiterverwenden. Auch Mobilfunkanbieter bieten Smartphones mit separater Ratenzahlung an.
Wer das Geld von dir bekommt, unterscheidet sich je nach Angebot: Du zahlst unmittelbar an den Verkäufer, nutzt einen Zahlungsdienstleister oder schließt einen Kreditvertrag mit einer Partnerbank ab. Schau deshalb vor dem Bestellen nach, wer dein Vertragspartner ist und an wen du dich bei Fragen zur Finanzierung wenden musst.
Die Laufzeit sollte zu deiner geplanten Nutzung passen. Wenn du dein Smartphone gewöhnlich nach zwei Jahren wechselst, ist eine Gerätefinanzierung über drei Jahre zumindest erklärungsbedürftig.
Was kostet ein Handy auf Raten insgesamt?
Die Gesamtkosten ergeben sich aus sämtlichen Zahlungen, die du für das Angebot leisten musst:
Gesamtkosten = Anzahlung + Summe aller Raten + mögliche Schlussrate + zusätzliche Kosten
Zinsen oder Gebühren, die bereits in den Raten enthalten sind, darfst du dabei nicht erneut addieren. Vergleiche außerdem immer dieselbe Modellvariante, Speichergröße und denselben Gerätezustand. Versandkosten gehören ebenfalls in den Vergleich.
Ein fiktives Beispiel: Ein Smartphone kostet bei einem Händler 24 Monatsraten zu jeweils 35 Euro. Ohne weitere Kosten ergibt das 840 Euro. Bietet ein anderer seriöser Händler dasselbe Gerät für 780 Euro zum Sofortkauf an, zahlst du beim Ratenangebot insgesamt 60 Euro mehr.
Für diesen Unterschied brauchst du weder einen Finanzberater noch eine Excel-Tabelle mit zwölf Registerkarten. Ein Taschenrechner reicht, auch wenn er gelegentlich die Einkaufslaune verdirbt.
0-Prozent-Finanzierung: Zinsfrei heißt nicht automatisch günstiger
Bei einer echten 0-Prozent-Finanzierung fallen für den vereinbarten Kredit keine Zinsen an. Der Gerätepreis kann trotzdem höher sein als bei einem anderen Händler. Vergleiche deshalb mit dem aktuell erhältlichen Kaufpreis und nicht nur mit der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers.
Prüfe außerdem, ob im Bestellprozess kostenpflichtige Zusatzleistungen hinzukommen. Eine Geräteversicherung oder Restschuldversicherung kann die monatliche Belastung erhöhen. Schau dir an, was sie abdeckt, welche Ausschlüsse gelten und ob du sie überhaupt abschließen möchtest.
Besonders aufmerksam solltest du werden, wenn zusätzlich ein Kreditrahmen samt Zahlungskarte vereinbart wird. Spätere Einkäufe darüber können anderen Zinskonditionen unterliegen als die ursprüngliche Handyfinanzierung. Die Verbraucherzentrale erklärt diese Fallstricke bei der Null-Prozent-Finanzierung ausführlich.
Bei einer Finanzierung mit Zinsen hilft dir der effektive Jahreszins, Kreditangebote zu vergleichen. Für deine Kaufentscheidung brauchst du zusätzlich den Gesamtbetrag in Euro: Eine längere Laufzeit kann die Monatsrate senken und gleichzeitig die Finanzierung verteuern.
Handy mit Vertrag oder separat kaufen: So vergleichst du die Kosten
Ein Paket aus Smartphone und Mobilfunktarif kann günstiger sein als der getrennte Kauf. Es kann aber auch einen Tarif enthalten, für dessen Leistungen du separat deutlich weniger bezahlen würdest. Rechne deshalb beide Möglichkeiten über denselben Zeitraum durch.
Der folgende fiktive Vergleich zeigt drei Varianten für dasselbe Smartphone und vergleichbare Tarifleistungen. In allen Fällen ist das Gerät nach 24 Monaten vollständig bezahlt; weitere Gebühren fallen in diesem Beispiel nicht an.
Variante | Gesamtkosten über 24 Monate |
| Sofortkauf für 780 Euro plus Tarif für 10 Euro monatlich | 1.020 Euro |
| Gerätefinanzierung für 35 Euro plus Tarif für 10 Euro monatlich | 1.080 Euro |
| Paket aus Handy und Tarif für 40 Euro monatlich plus 49 Euro Zuzahlung | 1.009 Euro |
Hier wäre das Paket am günstigsten: 11 Euro unter dem Sofortkauf mit separatem Tarif und 71 Euro unter der getrennten Finanzierung. Mit anderen Preisen kann das Ergebnis anders ausfallen.
Achte bei echten Angeboten auf Anschlussgebühren, zeitlich begrenzte Rabatte und Bedingungen für eine Rückvergütung. Ein günstigerer Tarif hilft dir außerdem wenig, wenn das Netz an deinem Wohnort schlecht funktioniert oder das Datenvolumen nicht reicht.
Läuft der Mobilfunkvertrag 24 Monate, die Gerätefinanzierung aber 36 Monate, bleiben nach dem Tarifende noch zwölf Geräteraten offen. Berücksichtige diese Restzahlung beim Vergleich. Ein gekündigter Tarif macht das Smartphone nicht automatisch bezahlt.
Welche Nachteile hat ein Handy auf Raten?
Der größte Nachteil ist die feste Zahlungsverpflichtung über die gesamte Laufzeit. Sie besteht auch dann, wenn sich deine finanzielle Situation verändert oder du das Smartphone nicht mehr nutzen möchtest.
Rechne die neue Rate deshalb zu deinen bereits laufenden Verpflichtungen hinzu. Mehrere einzeln überschaubare Beträge können zusammen einen erheblichen Teil des frei verfügbaren Geldes beanspruchen. Bleibt nach Miete, Lebenshaltung und bestehenden Zahlungen kaum Spielraum, macht eine weitere Finanzierung das Budget anfälliger.
Auch ein selbst verursachter Schaden oder ein Verlust beendet die Zahlungspflicht normalerweise nicht. Das Handy kann nach einem Sturz Feierabend machen. Die Ratenzahlung arbeitet zuverlässig weiter. Bei einem Sachmangel bestehen dagegen Gewährleistungsrechte gegenüber dem Verkäufer; stoppe die Raten deshalb nicht einfach eigenmächtig.
Dazu kommt der Wertverlust. Er betrifft auch sofort bezahlte Smartphones, ist also keine zusätzliche Finanzierungsgebühr. Beim Ratenkauf kann aber noch eine beträchtliche Restschuld bestehen, obwohl das Gerät inzwischen deutlich weniger wert ist. Ein früher Wechsel wird dadurch finanziell schwieriger.
Du bist allerdings nicht bei jedem Kredit bis zur letzten planmäßigen Rate festgelegt. Allgemeine Verbraucherdarlehen kannst du grundsätzlich ganz oder teilweise vorzeitig zurückzahlen. Bei verzinsten Krediten kann unter bestimmten Voraussetzungen eine begrenzte Vorfälligkeitsentschädigung entstehen. Lass dir vor einer Ablösung den genauen Betrag nennen; die Verbraucherzentrale erläutert die Rechte bei vorzeitiger Kreditrückzahlung.
Handy auf Raten trotz Schufa: Worauf musst du achten?
Ein negativer Schufa-Eintrag kann einen Ratenkauf erschweren. Ob eine Finanzierung genehmigt wird, hängt jedoch auch von weiteren Kriterien ab, etwa vom Einkommen, bestehenden Verpflichtungen und der Prüfung des jeweiligen Anbieters. Eine Zusage lässt sich daraus nicht im Voraus ableiten.
Ratenkauf ohne Schufa-Abfrage bedeutet außerdem nicht automatisch Ratenkauf ohne Bonitätsprüfung. Ein Unternehmen kann andere Auskunfteien oder eigene Informationen heranziehen. Bei Verbraucherdarlehen müssen Kreditgeber die Kreditwürdigkeit prüfen. Sei deshalb vorsichtig, wenn unabhängig von deiner finanziellen Situation eine sichere Finanzierung versprochen wird oder zunächst Geld für eine Vermittlung verlangt wird.
Geht es um ein Paket aus Mobilfunktarif und Smartphone, findest du in unserem Ratgeber zum Handyvertrag trotz Schufa die Unterschiede zwischen Gerätefinanzierung, Tarif ohne Handy und Prepaid. Ein separater Ratenkauf umgeht die Prüfung nicht automatisch.
Wann ist ein Handy auf Raten sinnvoll?
Ein Ratenkauf kann eine vernünftige Zahlungsform sein, wenn du ein benötigtes Smartphone zu einem konkurrenzfähigen Gesamtpreis bekommst und die Raten dauerhaft tragen kannst. Das gilt beispielsweise, wenn du vorhandene Rücklagen für unvorhergesehene Ausgaben verfügbar halten möchtest. Dafür sollten die laufenden Einnahmen ausreichen, ohne dass du jeden Monat auf diese Reserve zurückgreifen musst.
Problematisch wird es, wenn die Finanzierung vor allem den Sprung zu einem teureren Modell erleichtert. Nur zehn Euro mehr im Monat ergeben über drei Jahre zusätzliche 360 Euro. Das Wörtchen nur hat in diesem Fall einen erstaunlich hohen Preis.
Lege deshalb zuerst fest, wie viel dir das Smartphone insgesamt wert ist. Wähle anschließend die Zahlungsform. So lässt sich leichter erkennen, ob bessere Kamera, zusätzlicher Speicher oder ein größeres Display den Aufpreis für dich rechtfertigen.
Wenn selbst eine niedrige Rate kaum ins Budget passt, prüfe den Gerätewechsel noch einmal. Bei einem ansonsten brauchbaren Handy kann ein Akkutausch ausreichen. Ein Vorjahresmodell oder ein geprüftes Gebrauchtgerät kann den benötigten Kaufbetrag ebenfalls senken. Worauf du bei Zustand, Gerätesperren und Kaufbeleg achten solltest, erklären wir im Ratgeber zum Kauf eines gebrauchten Handys.
Notiere dir vor der Bestellung den Gesamtpreis, die monatliche Belastung einschließlich Tarif und den Termin der letzten Geräterate. Wenn diese drei Angaben zu deinem Budget und deiner geplanten Nutzung passen, kannst du das Angebot deutlich besser beurteilen als anhand der groß gedruckten Monatsrate.