Ein Handy kann heute fast alles: filmen, navigieren, bezahlen, übersetzen und nebenbei dafür sorgen, dass man dreimal täglich sein Ladekabel sucht. Aber kann man ein Smartphone auch wie ein Funkgerät nutzen? Genau hier kommt Zello ins Spiel. Die App bringt das klassische Walkie-Talkie-Prinzip auf Android und iPhone: Taste drücken, sprechen, loslassen.
In diesem Artikel zeigen wir, wie Zello funktioniert, wofür sich die Walkie-Talkie-App heute eignet und warum sie für Gruppen, Events, Roadtrips oder kleine Teams praktischer sein kann als eine normale WhatsApp-Sprachnachricht. Gleichzeitig klären wir, warum aus einem Smartphone trotz Zello kein echtes Funkgerät wird, das im tiefsten Funkloch plötzlich Heldentaten vollbringt.
Bild 1: Mit Zello wird das Smartphone zur Walkie-Talkie-App: ideal für schnelle Push-to-Talk-Kommunikation bei Camping, Roadtrips und Freizeitgruppen.
Was ist Zello PTT Walkie Talkie?
Zello PTT Walkie Talkie ist eine App, mit der sich das Smartphone wie ein digitales Walkie-Talkie verwenden lässt. PTT steht für Push-to-Talk. Statt einen Anruf zu starten oder eine Sprachnachricht aufzunehmen, hält man eine Sprechtaste gedrückt und spricht direkt los. Die andere Seite hört die Nachricht nahezu in Echtzeit.
Die App funktioniert über WLAN oder mobile Daten und bietet private Gespräche, öffentliche Kanäle, Sprachverlauf, Push-Benachrichtigungen sowie Unterstützung für bestimmte Bluetooth-Headsets und Hardware-PTT-Tasten.
Zello macht dein Handy aber nicht zu einem echten Funkgerät mit eigener Funkfrequenz. Die App nutzt das Internet. Das Ergebnis fühlt sich zwar nach Walkie-Talkie an, hängt aber weiterhin von Empfang, Datenverbindung und Akku ab.
So funktioniert Push-to-Talk auf dem Smartphone
Das Prinzip ist simpel: Du wählst einen Kontakt oder Kanal aus, drückst die Sprechtaste und sendest deine Durchsage. Sobald du loslässt, kann die andere Seite antworten. Das ist deutlich direkter als eine klassische Sprachnachricht, bei der man erst aufnimmt, abschickt und dann hofft, dass der Empfänger sie nicht erst drei Stunden später beim Zähneputzen hört.
Genau diese Direktheit ist der größte Vorteil von Zello. Die App eignet sich weniger für lange Gespräche und mehr für kurze Ansagen: „Kann jemand kurz zum Eingang kommen?“, „Wir fahren jetzt los“, „Der Lieferant steht hinten am Tor“ oder „Auto Nummer drei hat schon wieder die falsche Ausfahrt genommen“.
Damit ist Zello besonders interessant, wenn mehrere Personen schnell koordiniert werden müssen. Es geht nicht um schöne Chatverläufe, animierte Sticker oder die Frage, wer zuletzt online war. Es geht um schnelle Sprache per Knopfdruck.
Wofür sich Zello heute besonders eignet
Zello ist dann stark, wenn normale Messenger zu träge wirken und ein echter Telefonanruf zu viel Aufwand wäre. Vor allem Gruppen profitieren davon, weil eine Durchsage sofort an mehrere Personen gehen kann.
Besonders sinnvoll ist die Funkgerät-App für Situationen, in denen kurze Abstimmungen wichtiger sind als lange Unterhaltungen:
Bei Veranstaltungen kann Zello zum Beispiel Einlass, Technik, Catering und Helfer verbinden. Auf einer Baustelle oder im Lager lassen sich kurze Ansagen schneller absetzen als per Telefon. Bei Roadtrips kann eine Gruppe mehrere Autos koordinieren, ohne ständig in einem Gruppenchat herumzutippen. Das ist vor allem dann angenehm, wenn eine Hand am Lenkrad und die andere nicht auf der Suche nach dem passenden Emoji sein sollte.
Handy als Walkie-Talkie bei Events und Vereinen
Für kleinere Organisationsteams ist Zello einer der spannendsten Anwendungsfälle. Wer schon einmal bei einem Vereinsfest, Flohmarkt, Konzert, Sportevent oder Dorffest mitgeholfen hat, kennt das Problem: Irgendjemand braucht irgendwo irgendwas, aber niemand weiß, wer gerade zuständig ist.
Mit Zello lassen sich private Kanäle für bestimmte Gruppen erstellen. Ein Team kann etwa einen Kanal für Technik, einen für Einlass und einen für allgemeine Helfer nutzen. So muss nicht jeder alles mitbekommen, aber wichtige Informationen erreichen trotzdem schnell die richtigen Leute.
Ein echtes Funkgerät kann in solchen Fällen natürlich ebenfalls funktionieren. Zello hat aber einen praktischen Vorteil: Die meisten Beteiligten haben ihr Smartphone ohnehin dabei. Man muss keine Geräte ausgeben, keine Akkus sortieren und nach der Veranstaltung keine Walkie-Talkies einsammeln, die dann mysteriös in Jackentaschen verschwinden.
Zello für Baustelle, Lager und kleine Teams
Auch für berufliche Gruppen kann Zello interessant sein, vor allem wenn mehrere Personen verteilt arbeiten. In einem Lager, einer Werkstatt, auf einem großen Firmengelände oder bei Handwerkern auf einer Baustelle sind kurze Sprachbefehle oft effizienter als Textnachrichten.
Zello selbst bewirbt seine Push-to-Talk-Lösung stark für Teams, die schnelle Kommunikation während der Arbeit benötigen. Auf der offiziellen Website wird das Prinzip als direkte Sprachkommunikation per Knopfdruck beschrieben, auch für flexible Kanäle und Teamkommunikation.
Für kleine Betriebe kann das praktisch sein, weil keine spezielle Funktechnik angeschafft werden muss. Wer ohnehin Smartphones nutzt, kann mit Zello schnell testen, ob Push-to-Talk für die eigene Arbeitsweise taugt. Für sehr kritische Einsatzbereiche, in denen Kommunikation jederzeit funktionieren muss, sollte man sich allerdings nicht allein auf eine App verlassen.
Roadtrip, Camping und Outdoor: Praktisch, solange Empfang da ist
Bei Roadtrips mit mehreren Fahrzeugen kann Zello ziemlich nützlich sein. Statt ständig anzurufen oder Nachrichten in eine Gruppe zu tippen, reicht eine kurze Durchsage. Gerade bei Kolonnenfahrten, Ausflügen, Festival-Anreisen oder Campingtrips kann das deutlich entspannter sein.
Auch auf Campingplätzen oder bei größeren Outdoor-Gruppen kann die App helfen, solange eine stabile mobile Datenverbindung vorhanden ist. Genau hier liegt aber der entscheidende Punkt: Zello ist kein Zaubertrick gegen Funklöcher. Ohne Internetverbindung bleibt die App stumm. Da hilft dann auch kein entschlossener Druck auf die Sprechtaste, höchstens für das eigene Gefühl.
Für Wanderungen in abgelegenen Gebieten, Bergtouren oder Situationen ohne Netz bleibt ein richtiges Funkgerät die bessere Wahl. Zello ist stark, wenn Empfang vorhanden ist. Es ersetzt aber keine unabhängige Funkverbindung.
Zello einrichten: So wird dein Smartphone zum Funkgerät
Die Einrichtung ist angenehm unkompliziert. Zello gibt es für Android und iPhone, außerdem bietet der Hersteller auch Versionen für Desktop-Systeme an. Auf der offiziellen Download-Seite werden unter anderem Android, iOS, Desktop, Mac, PC und Windows genannt.
Nach der Installation erstellst du ein Konto, fügst Kontakte hinzu oder trittst einem Kanal bei. Für Gruppen empfiehlt sich ein privater Kanal, damit nur eingeladene Personen mithören und sprechen können. Danach wird die Sprechtaste getestet, die Benachrichtigung geprüft und bei Bedarf ein Bluetooth-Headset verbunden.
Für den Start reichen diese Schritte:
Gerade bei Events oder Roadtrips sollte man die App vorher einmal testen. Nichts ist peinlicher als ein digitales Funkgerät, das erst dann eingerichtet wird, wenn der Lieferant schon am falschen Eingang steht und der Grillmeister langsam Blickkontakt mit dem Nervenzusammenbruch aufnimmt.
Zello oder WhatsApp: Wann Push-to-Talk besser passt
Zello ersetzt keinen normalen Messenger. WhatsApp, Telegram oder Signal sind für klassische Chats, Fotos, Links und längere Sprachnachrichten meist praktischer. Zello spielt seine Stärke aus, wenn Sprache sofort bei einer Gruppe ankommen soll.
Der Unterschied liegt also nicht bei besser oder schlechter, sondern beim Zweck. Ein Messenger ist ein Chat. Zello ist eher ein digitaler Zurufkanal.
Wer also hauptsächlich mit Freunden schreibt, braucht Zello eher nicht. Wer aber eine Gruppe schnell koordinieren möchte, merkt den Unterschied sofort. Eine kurze Durchsage ist oft angenehmer als ein Gruppenchat, in dem drei Leute antworten, zwei nur Daumen schicken und einer fragt, worum es gerade geht.
Warum Zello kein echtes Funkgerät ersetzt
Zello fühlt sich wie ein Walkie-Talkie an, arbeitet aber nicht wie ein klassisches Funkgerät. Echte Funkgeräte kommunizieren über Funkfrequenzen direkt oder über entsprechende Funknetze. Zello benötigt dagegen eine Internetverbindung über WLAN oder mobile Daten.
Das ist im normalen Einsatz kein Problem, solange Empfang vorhanden ist. Bei Veranstaltungen, in Städten, auf Firmengeländen oder während eines Roadtrips mit guter Netzabdeckung kann die App sehr gut funktionieren. In abgelegenen Regionen, Kellern, Funklöchern oder bei überlasteten Netzen sieht es anders aus.
Auch der Akku sollte nicht vergessen werden. Wer Zello über mehrere Stunden aktiv nutzt, sollte das Smartphone vorher laden oder eine Powerbank dabeihaben. Push-to-Talk ist praktisch, aber ein leerer Akku kommuniziert ungefähr so überzeugend wie ein ausgeschaltetes Faxgerät.
Bild 2: Die Zello-App wirkt aufgeräumt und leicht verständlich: Neben der großen Push-to-Talk-Taste bietet sie praktische Audio-Einstellungen, mit denen sich das Smartphone besser an die Nutzung als digitales Funkgerät anpassen lässt.
Für wen lohnt sich die Zello Walkie-Talkie-App?
Zello lohnt sich vor allem für Gruppen, die schnell und unkompliziert per Sprache kommunizieren möchten. Die App ist besonders interessant, wenn mehrere Personen gleichzeitig erreichbar sein sollen und normale Anrufe oder Messenger zu umständlich wirken.
Für Events, Vereinsorganisation, Roadtrips, Campinggruppen, kleine Betriebe, Lager, Werkstätten oder Hobby-Communitys kann Zello eine sehr praktische Funkgerät-Alternative fürs Handy sein. Der Einstieg ist niedrig, die Bedienung schnell verstanden und das Push-to-Talk-Prinzip passt genau zu Situationen, in denen kurze Ansagen reichen.
Wer dagegen ein echtes Funkgerät für Gebiete ohne Empfang sucht, sollte nicht zu viel von einer App erwarten. Zello macht das Smartphone nicht unabhängig vom Mobilfunknetz. Aber dort, wo WLAN oder mobile Daten verfügbar sind, bringt die App das Walkie-Talkie-Gefühl erstaunlich sinnvoll aufs Handy. Für schnelle Zurufe an Gruppen ist das manchmal genau die Art von Technik, die man erst belächelt und dann plötzlich nicht mehr missen möchte.
Zello Walkie Talkie herunterladen
Zello ist für Android und iPhone erhältlich und kann direkt über die offiziellen App-Stores installiert werden. Für Android gibt es die App im Google Play Store, für iPhone und iPad steht Zello im Apple App Store bereit. Nach der Installation lässt sich das Smartphone mit wenigen Schritten als Push-to-Talk-Walkie-Talkie nutzen, solange WLAN oder mobile Daten verfügbar sind.
Download-Links:
In diesem Artikel zeigen wir, wie Zello funktioniert, wofür sich die Walkie-Talkie-App heute eignet und warum sie für Gruppen, Events, Roadtrips oder kleine Teams praktischer sein kann als eine normale WhatsApp-Sprachnachricht. Gleichzeitig klären wir, warum aus einem Smartphone trotz Zello kein echtes Funkgerät wird, das im tiefsten Funkloch plötzlich Heldentaten vollbringt.
Bild 1: Mit Zello wird das Smartphone zur Walkie-Talkie-App: ideal für schnelle Push-to-Talk-Kommunikation bei Camping, Roadtrips und Freizeitgruppen.
Was ist Zello PTT Walkie Talkie?
Zello PTT Walkie Talkie ist eine App, mit der sich das Smartphone wie ein digitales Walkie-Talkie verwenden lässt. PTT steht für Push-to-Talk. Statt einen Anruf zu starten oder eine Sprachnachricht aufzunehmen, hält man eine Sprechtaste gedrückt und spricht direkt los. Die andere Seite hört die Nachricht nahezu in Echtzeit.
Die App funktioniert über WLAN oder mobile Daten und bietet private Gespräche, öffentliche Kanäle, Sprachverlauf, Push-Benachrichtigungen sowie Unterstützung für bestimmte Bluetooth-Headsets und Hardware-PTT-Tasten.
Zello macht dein Handy aber nicht zu einem echten Funkgerät mit eigener Funkfrequenz. Die App nutzt das Internet. Das Ergebnis fühlt sich zwar nach Walkie-Talkie an, hängt aber weiterhin von Empfang, Datenverbindung und Akku ab.
So funktioniert Push-to-Talk auf dem Smartphone
Das Prinzip ist simpel: Du wählst einen Kontakt oder Kanal aus, drückst die Sprechtaste und sendest deine Durchsage. Sobald du loslässt, kann die andere Seite antworten. Das ist deutlich direkter als eine klassische Sprachnachricht, bei der man erst aufnimmt, abschickt und dann hofft, dass der Empfänger sie nicht erst drei Stunden später beim Zähneputzen hört.
Genau diese Direktheit ist der größte Vorteil von Zello. Die App eignet sich weniger für lange Gespräche und mehr für kurze Ansagen: „Kann jemand kurz zum Eingang kommen?“, „Wir fahren jetzt los“, „Der Lieferant steht hinten am Tor“ oder „Auto Nummer drei hat schon wieder die falsche Ausfahrt genommen“.
Damit ist Zello besonders interessant, wenn mehrere Personen schnell koordiniert werden müssen. Es geht nicht um schöne Chatverläufe, animierte Sticker oder die Frage, wer zuletzt online war. Es geht um schnelle Sprache per Knopfdruck.
Wofür sich Zello heute besonders eignet
Zello ist dann stark, wenn normale Messenger zu träge wirken und ein echter Telefonanruf zu viel Aufwand wäre. Vor allem Gruppen profitieren davon, weil eine Durchsage sofort an mehrere Personen gehen kann.
Besonders sinnvoll ist die Funkgerät-App für Situationen, in denen kurze Abstimmungen wichtiger sind als lange Unterhaltungen:
- Events, Vereinsfeste, Märkte und kleinere Veranstaltungen
- Baustellen, Lager, Werkstätten und Handwerksbetriebe
- Roadtrips mit mehreren Fahrzeugen
- Campingplätze, Festivals und Outdoor-Gruppen mit Netzabdeckung
- Nachbarschaftsgruppen oder spontane Helferteams
- Hobbygruppen, Funk-Fans und Community-Kanäle
Bei Veranstaltungen kann Zello zum Beispiel Einlass, Technik, Catering und Helfer verbinden. Auf einer Baustelle oder im Lager lassen sich kurze Ansagen schneller absetzen als per Telefon. Bei Roadtrips kann eine Gruppe mehrere Autos koordinieren, ohne ständig in einem Gruppenchat herumzutippen. Das ist vor allem dann angenehm, wenn eine Hand am Lenkrad und die andere nicht auf der Suche nach dem passenden Emoji sein sollte.
Handy als Walkie-Talkie bei Events und Vereinen
Für kleinere Organisationsteams ist Zello einer der spannendsten Anwendungsfälle. Wer schon einmal bei einem Vereinsfest, Flohmarkt, Konzert, Sportevent oder Dorffest mitgeholfen hat, kennt das Problem: Irgendjemand braucht irgendwo irgendwas, aber niemand weiß, wer gerade zuständig ist.
Mit Zello lassen sich private Kanäle für bestimmte Gruppen erstellen. Ein Team kann etwa einen Kanal für Technik, einen für Einlass und einen für allgemeine Helfer nutzen. So muss nicht jeder alles mitbekommen, aber wichtige Informationen erreichen trotzdem schnell die richtigen Leute.
Ein echtes Funkgerät kann in solchen Fällen natürlich ebenfalls funktionieren. Zello hat aber einen praktischen Vorteil: Die meisten Beteiligten haben ihr Smartphone ohnehin dabei. Man muss keine Geräte ausgeben, keine Akkus sortieren und nach der Veranstaltung keine Walkie-Talkies einsammeln, die dann mysteriös in Jackentaschen verschwinden.
Zello für Baustelle, Lager und kleine Teams
Auch für berufliche Gruppen kann Zello interessant sein, vor allem wenn mehrere Personen verteilt arbeiten. In einem Lager, einer Werkstatt, auf einem großen Firmengelände oder bei Handwerkern auf einer Baustelle sind kurze Sprachbefehle oft effizienter als Textnachrichten.
Zello selbst bewirbt seine Push-to-Talk-Lösung stark für Teams, die schnelle Kommunikation während der Arbeit benötigen. Auf der offiziellen Website wird das Prinzip als direkte Sprachkommunikation per Knopfdruck beschrieben, auch für flexible Kanäle und Teamkommunikation.
Für kleine Betriebe kann das praktisch sein, weil keine spezielle Funktechnik angeschafft werden muss. Wer ohnehin Smartphones nutzt, kann mit Zello schnell testen, ob Push-to-Talk für die eigene Arbeitsweise taugt. Für sehr kritische Einsatzbereiche, in denen Kommunikation jederzeit funktionieren muss, sollte man sich allerdings nicht allein auf eine App verlassen.
Roadtrip, Camping und Outdoor: Praktisch, solange Empfang da ist
Bei Roadtrips mit mehreren Fahrzeugen kann Zello ziemlich nützlich sein. Statt ständig anzurufen oder Nachrichten in eine Gruppe zu tippen, reicht eine kurze Durchsage. Gerade bei Kolonnenfahrten, Ausflügen, Festival-Anreisen oder Campingtrips kann das deutlich entspannter sein.
Auch auf Campingplätzen oder bei größeren Outdoor-Gruppen kann die App helfen, solange eine stabile mobile Datenverbindung vorhanden ist. Genau hier liegt aber der entscheidende Punkt: Zello ist kein Zaubertrick gegen Funklöcher. Ohne Internetverbindung bleibt die App stumm. Da hilft dann auch kein entschlossener Druck auf die Sprechtaste, höchstens für das eigene Gefühl.
Für Wanderungen in abgelegenen Gebieten, Bergtouren oder Situationen ohne Netz bleibt ein richtiges Funkgerät die bessere Wahl. Zello ist stark, wenn Empfang vorhanden ist. Es ersetzt aber keine unabhängige Funkverbindung.
Zello einrichten: So wird dein Smartphone zum Funkgerät
Die Einrichtung ist angenehm unkompliziert. Zello gibt es für Android und iPhone, außerdem bietet der Hersteller auch Versionen für Desktop-Systeme an. Auf der offiziellen Download-Seite werden unter anderem Android, iOS, Desktop, Mac, PC und Windows genannt.
Nach der Installation erstellst du ein Konto, fügst Kontakte hinzu oder trittst einem Kanal bei. Für Gruppen empfiehlt sich ein privater Kanal, damit nur eingeladene Personen mithören und sprechen können. Danach wird die Sprechtaste getestet, die Benachrichtigung geprüft und bei Bedarf ein Bluetooth-Headset verbunden.
Für den Start reichen diese Schritte:
- Zello installieren und Konto einrichten
- Kontakt hinzufügen oder privaten Kanal erstellen
- Teilnehmer einladen
- Sprechtaste drücken und erste Durchsage testen
- Benachrichtigungen und Lautstärke prüfen
- Optional ein Bluetooth-Headset oder eine PTT-Taste nutzen
Gerade bei Events oder Roadtrips sollte man die App vorher einmal testen. Nichts ist peinlicher als ein digitales Funkgerät, das erst dann eingerichtet wird, wenn der Lieferant schon am falschen Eingang steht und der Grillmeister langsam Blickkontakt mit dem Nervenzusammenbruch aufnimmt.
Zello oder WhatsApp: Wann Push-to-Talk besser passt
Zello ersetzt keinen normalen Messenger. WhatsApp, Telegram oder Signal sind für klassische Chats, Fotos, Links und längere Sprachnachrichten meist praktischer. Zello spielt seine Stärke aus, wenn Sprache sofort bei einer Gruppe ankommen soll.
Der Unterschied liegt also nicht bei besser oder schlechter, sondern beim Zweck. Ein Messenger ist ein Chat. Zello ist eher ein digitaler Zurufkanal.
Situation | WhatsApp & Co. | Zello PTT Walkie Talkie |
| Normale private Chats | sehr praktisch | eher unnötig |
| Längere Sprachnachrichten | gut geeignet | nicht der Hauptzweck |
| Schnelle Gruppendurchsagen | möglich, aber träger | sehr passend |
| Event- und Teamkoordination | schnell unübersichtlich | deutlich direkter |
| Nutzung ohne Internet | nicht möglich | ebenfalls nicht möglich |
| Walkie-Talkie-Gefühl | kaum vorhanden | klar vorhanden |
Wer also hauptsächlich mit Freunden schreibt, braucht Zello eher nicht. Wer aber eine Gruppe schnell koordinieren möchte, merkt den Unterschied sofort. Eine kurze Durchsage ist oft angenehmer als ein Gruppenchat, in dem drei Leute antworten, zwei nur Daumen schicken und einer fragt, worum es gerade geht.
Warum Zello kein echtes Funkgerät ersetzt
Zello fühlt sich wie ein Walkie-Talkie an, arbeitet aber nicht wie ein klassisches Funkgerät. Echte Funkgeräte kommunizieren über Funkfrequenzen direkt oder über entsprechende Funknetze. Zello benötigt dagegen eine Internetverbindung über WLAN oder mobile Daten.
Das ist im normalen Einsatz kein Problem, solange Empfang vorhanden ist. Bei Veranstaltungen, in Städten, auf Firmengeländen oder während eines Roadtrips mit guter Netzabdeckung kann die App sehr gut funktionieren. In abgelegenen Regionen, Kellern, Funklöchern oder bei überlasteten Netzen sieht es anders aus.
Auch der Akku sollte nicht vergessen werden. Wer Zello über mehrere Stunden aktiv nutzt, sollte das Smartphone vorher laden oder eine Powerbank dabeihaben. Push-to-Talk ist praktisch, aber ein leerer Akku kommuniziert ungefähr so überzeugend wie ein ausgeschaltetes Faxgerät.
Bild 2: Die Zello-App wirkt aufgeräumt und leicht verständlich: Neben der großen Push-to-Talk-Taste bietet sie praktische Audio-Einstellungen, mit denen sich das Smartphone besser an die Nutzung als digitales Funkgerät anpassen lässt.
Für wen lohnt sich die Zello Walkie-Talkie-App?
Zello lohnt sich vor allem für Gruppen, die schnell und unkompliziert per Sprache kommunizieren möchten. Die App ist besonders interessant, wenn mehrere Personen gleichzeitig erreichbar sein sollen und normale Anrufe oder Messenger zu umständlich wirken.
Für Events, Vereinsorganisation, Roadtrips, Campinggruppen, kleine Betriebe, Lager, Werkstätten oder Hobby-Communitys kann Zello eine sehr praktische Funkgerät-Alternative fürs Handy sein. Der Einstieg ist niedrig, die Bedienung schnell verstanden und das Push-to-Talk-Prinzip passt genau zu Situationen, in denen kurze Ansagen reichen.
Wer dagegen ein echtes Funkgerät für Gebiete ohne Empfang sucht, sollte nicht zu viel von einer App erwarten. Zello macht das Smartphone nicht unabhängig vom Mobilfunknetz. Aber dort, wo WLAN oder mobile Daten verfügbar sind, bringt die App das Walkie-Talkie-Gefühl erstaunlich sinnvoll aufs Handy. Für schnelle Zurufe an Gruppen ist das manchmal genau die Art von Technik, die man erst belächelt und dann plötzlich nicht mehr missen möchte.
Zello Walkie Talkie herunterladen
Zello ist für Android und iPhone erhältlich und kann direkt über die offiziellen App-Stores installiert werden. Für Android gibt es die App im Google Play Store, für iPhone und iPad steht Zello im Apple App Store bereit. Nach der Installation lässt sich das Smartphone mit wenigen Schritten als Push-to-Talk-Walkie-Talkie nutzen, solange WLAN oder mobile Daten verfügbar sind.
Download-Links:
- Zello Walkie Talkie App für Android im Google Play Store
- Zello Walkie Talkie App für iOS im Apple App Store