Ein Heizkörper wird nur auf einer Seite warm? Am Fensterrahmen zieht es, aber du findest die Stelle nicht? Die CAT-Handys S62 Pro, S61 und S60 haben eine Wärmebildkamera fest eingebaut und zeigen Temperaturunterschiede direkt auf dem Display. Einen Aufsatz brauchst du dafür nicht.
Die drei Modelle stammen allerdings aus verschiedenen Smartphone-Generationen. Das S62 Pro liefert das detailreichste Wärmebild, das S61 bringt zusätzliche Messwerkzeuge mit und das S60 hat die Technik einst ins Handy gebracht. Für einen Kauf zählt heute auch, wie gut das jeweilige Gerät als Smartphone noch funktioniert.
Bild: Das CAT S62 Pro mit integrierter Wärmebildkamera: Im Vergleich mit S61 und S60 zeigen sich die Unterschiede bei Wärmebildtechnik und Ausstattung.
Die Zahlen beschreiben den Wärmesensor, nicht die normale Fotokamera. Bei 160 × 120 Pixeln erfasst das S62 Pro viermal so viele Wärmepunkte wie die beiden Vorgänger. Das hilft vor allem, wenn du kleinere Temperaturunterschiede an Bauteilen erkennen möchtest.
Im S62 Pro arbeitet ein FLIR-Lepton-3.5-Sensor. Die MyFLIR-Pro-App bietet unter anderem Messpunkte und markierbare Temperaturbereiche. Mit MSX legt sie Konturen der normalen Kamera über das Wärmebild. Dadurch lässt sich etwa besser erkennen, ob die warme Stelle zu einem Rohr, einem Heizkörper oder dem Bauteil daneben gehört. Die eingeblendeten Konturen erhöhen allerdings nicht die Auflösung des Wärmesensors.
Für jemanden, der ausdrücklich ein CAT-Handy mit integrierter Wärmebildkamera sucht, ist das S62 Pro der naheliegende Kandidat. Als Smartphone merkt man ihm sein Alter an: Es kam mit Android 10 auf den Markt und unterstützt 4G, aber kein 5G. Bei einem gebrauchten Gerät solltest du deshalb neben der Kamera auch den installierten Softwarestand prüfen.
Die Wärmebildkamera des S61 löst mit 80 × 60 Pixeln auf. Interessant bleibt das Modell wegen seiner Extras: Ein Laser unterstützt Entfernungsmessungen, dazu kommt ein Sensor für die Luftqualität in Innenräumen. Die Temperaturmessung der Wärmebildkamera reicht laut FLIR bis 400 °C.
Diese Ausstattung kann beim Arbeiten an Gebäuden oder Anlagen nützlich sein. Der Luftsensor ersetzt aber keine fachgerechte Untersuchung auf Schadstoffe, und der Laser macht aus dem Wärmebild keine präzise Fernmessung. Wenn du hauptsächlich Temperaturmuster sehen möchtest, bietet das S62 Pro die höhere Wärmebildauflösung. Das S61 ergibt vor allem dann Sinn, wenn du seine zusätzlichen Werkzeuge gezielt nutzen willst.
Das S60 war das erste Smartphone mit integrierter FLIR-Wärmebildkamera. Sein Sensor bietet 80 × 60 Pixel und einen kleineren Temperaturbereich als die späteren Modelle. Zum Marktstart lief das Handy mit Android 6; geladen wird es über Micro-USB.
Damit ist das S60 heute eher ein Stück Technikgeschichte als eine Empfehlung für dein Haupt-Handy. Ein Platz in der Technikgeschichte ist schließlich noch kein Sicherheitsupdate. Für gelegentliche Wärmebilder kann ein gut erhaltenes Gerät interessant sein, wenn der Preis entsprechend niedrig ist und die benötigten Apps darauf funktionieren.
Eine Wärmebildkamera erfasst die Temperatur von Oberflächen. Du kannst beispielsweise prüfen, ob ein Heizkörper gleichmäßig warm wird, wo sich an einem Fensterrahmen kalte Bereiche zeigen oder ob ein von außen zugängliches Bauteil auffällig heiß ist. Das Bild liefert einen Hinweis darauf, wo du genauer nachsehen solltest. Es nennt dir nicht automatisch die Ursache.
Durch eine Wand kann die Kamera nicht schauen. Allenfalls wird an der Wandoberfläche ein Temperaturmuster sichtbar, das auf etwas dahinter hindeutet. Auch Glas und glänzendes Metall können Wärme reflektieren und Messungen verfälschen. Eine verdächtige Stelle ist deshalb noch kein Beweis für ein undichtes Rohr.
Bei entfernten oder sehr kleinen Objekten kommt eine weitere Grenze hinzu: Für eine verlässliche Temperaturmessung muss das Ziel genügend Bildpunkte ausfüllen. Der Digitalzoom vergrößert vorhandene Pixel, er erfindet keine neuen. Schön wär’s.
Das später erschienene CAT S75 ist kein Handy mit Wärmebildkamera. Es bietet andere Funktionen, besitzt aber keinen integrierten Wärmesensor.
Nach dem Ende des früheren CAT-Handy-Herstellers Bullitt hat Orbic neue Geräte unter der Marke vorgestellt. Dazu gehört das CAT S225, das mit einer Thermalkamera gezeigt wurde. Bei der Präsentation war das Modell noch nicht endgültig spezifiziert. Solange Sensordaten, Softwareunterstützung und ein regulärer Verkauf in Deutschland nicht verlässlich feststehen, wäre ein Vergleich mit einem tatsächlich erhältlichen S62 Pro verfrüht.
Ein Angebot mit dem Zusatz FLIR klingt verlockend. Lass dir vor dem Kauf möglichst das konkrete Gerät zeigen:
Verlasse dich bei einem älteren Gebrauchtgerät nicht allein auf die ursprüngliche Wasserdichtigkeitsangabe. Stürze, Reparaturen und verschlissene Dichtungen können den Zustand verändert haben.
Unter den drei verglichenen CAT-Modellen bietet das S62 Pro die stärkste Wärmebildkamera. Das S61 hat seinen Reiz durch Laser und Luftsensor; beim S60 sollte der niedrige Preis zum hohen Gerätealter passen. Beim S225 lohnt es sich, erst die endgültigen Daten und die Verfügbarkeit abzuwarten.
Möchtest du dein bisheriges Smartphone behalten, ist ein separater Wärmesensor eine andere Möglichkeit. Welche Unterschiede es dabei bei Auflösung, Sichtfeld und Anschluss gibt, zeigen wir in unserem Vergleich der Wärmebildkameras fürs Handy.
Die drei Modelle stammen allerdings aus verschiedenen Smartphone-Generationen. Das S62 Pro liefert das detailreichste Wärmebild, das S61 bringt zusätzliche Messwerkzeuge mit und das S60 hat die Technik einst ins Handy gebracht. Für einen Kauf zählt heute auch, wie gut das jeweilige Gerät als Smartphone noch funktioniert.
Bild: Das CAT S62 Pro mit integrierter Wärmebildkamera: Im Vergleich mit S61 und S60 zeigen sich die Unterschiede bei Wärmebildtechnik und Ausstattung.
CAT S62 Pro, S61 und S60 im direkten Vergleich
Modell | Wärmebildauflösung | Besonderheit |
| CAT S62 Pro | 160 × 120 Pixel | FLIR Lepton 3.5 und umfangreichere Wärmebildfunktionen |
| CAT S61 | 80 × 60 Pixel | Zusätzlich Laser-Entfernungsmessung und Luftqualitätssensor |
| CAT S60 | 80 × 60 Pixel | Erstes CAT-Smartphone mit integrierter Wärmebildkamera |
Die Zahlen beschreiben den Wärmesensor, nicht die normale Fotokamera. Bei 160 × 120 Pixeln erfasst das S62 Pro viermal so viele Wärmepunkte wie die beiden Vorgänger. Das hilft vor allem, wenn du kleinere Temperaturunterschiede an Bauteilen erkennen möchtest.
CAT S62 Pro: Das detailreichste Wärmebild
Im S62 Pro arbeitet ein FLIR-Lepton-3.5-Sensor. Die MyFLIR-Pro-App bietet unter anderem Messpunkte und markierbare Temperaturbereiche. Mit MSX legt sie Konturen der normalen Kamera über das Wärmebild. Dadurch lässt sich etwa besser erkennen, ob die warme Stelle zu einem Rohr, einem Heizkörper oder dem Bauteil daneben gehört. Die eingeblendeten Konturen erhöhen allerdings nicht die Auflösung des Wärmesensors.
Für jemanden, der ausdrücklich ein CAT-Handy mit integrierter Wärmebildkamera sucht, ist das S62 Pro der naheliegende Kandidat. Als Smartphone merkt man ihm sein Alter an: Es kam mit Android 10 auf den Markt und unterstützt 4G, aber kein 5G. Bei einem gebrauchten Gerät solltest du deshalb neben der Kamera auch den installierten Softwarestand prüfen.
CAT S61: Wärmebildkamera mit zusätzlichen Messwerkzeugen
Die Wärmebildkamera des S61 löst mit 80 × 60 Pixeln auf. Interessant bleibt das Modell wegen seiner Extras: Ein Laser unterstützt Entfernungsmessungen, dazu kommt ein Sensor für die Luftqualität in Innenräumen. Die Temperaturmessung der Wärmebildkamera reicht laut FLIR bis 400 °C.
Diese Ausstattung kann beim Arbeiten an Gebäuden oder Anlagen nützlich sein. Der Luftsensor ersetzt aber keine fachgerechte Untersuchung auf Schadstoffe, und der Laser macht aus dem Wärmebild keine präzise Fernmessung. Wenn du hauptsächlich Temperaturmuster sehen möchtest, bietet das S62 Pro die höhere Wärmebildauflösung. Das S61 ergibt vor allem dann Sinn, wenn du seine zusätzlichen Werkzeuge gezielt nutzen willst.
CAT S60: Der Pionier mit deutlich älterer Handytechnik
Das S60 war das erste Smartphone mit integrierter FLIR-Wärmebildkamera. Sein Sensor bietet 80 × 60 Pixel und einen kleineren Temperaturbereich als die späteren Modelle. Zum Marktstart lief das Handy mit Android 6; geladen wird es über Micro-USB.
Damit ist das S60 heute eher ein Stück Technikgeschichte als eine Empfehlung für dein Haupt-Handy. Ein Platz in der Technikgeschichte ist schließlich noch kein Sicherheitsupdate. Für gelegentliche Wärmebilder kann ein gut erhaltenes Gerät interessant sein, wenn der Preis entsprechend niedrig ist und die benötigten Apps darauf funktionieren.
Was eine CAT-Wärmebildkamera sichtbar macht
Eine Wärmebildkamera erfasst die Temperatur von Oberflächen. Du kannst beispielsweise prüfen, ob ein Heizkörper gleichmäßig warm wird, wo sich an einem Fensterrahmen kalte Bereiche zeigen oder ob ein von außen zugängliches Bauteil auffällig heiß ist. Das Bild liefert einen Hinweis darauf, wo du genauer nachsehen solltest. Es nennt dir nicht automatisch die Ursache.
Durch eine Wand kann die Kamera nicht schauen. Allenfalls wird an der Wandoberfläche ein Temperaturmuster sichtbar, das auf etwas dahinter hindeutet. Auch Glas und glänzendes Metall können Wärme reflektieren und Messungen verfälschen. Eine verdächtige Stelle ist deshalb noch kein Beweis für ein undichtes Rohr.
Bei entfernten oder sehr kleinen Objekten kommt eine weitere Grenze hinzu: Für eine verlässliche Temperaturmessung muss das Ziel genügend Bildpunkte ausfüllen. Der Digitalzoom vergrößert vorhandene Pixel, er erfindet keine neuen. Schön wär’s.
Hat das CAT S62 Pro einen Nachfolger mit Wärmebildkamera?
Das später erschienene CAT S75 ist kein Handy mit Wärmebildkamera. Es bietet andere Funktionen, besitzt aber keinen integrierten Wärmesensor.
Nach dem Ende des früheren CAT-Handy-Herstellers Bullitt hat Orbic neue Geräte unter der Marke vorgestellt. Dazu gehört das CAT S225, das mit einer Thermalkamera gezeigt wurde. Bei der Präsentation war das Modell noch nicht endgültig spezifiziert. Solange Sensordaten, Softwareunterstützung und ein regulärer Verkauf in Deutschland nicht verlässlich feststehen, wäre ein Vergleich mit einem tatsächlich erhältlichen S62 Pro verfrüht.
Worauf du bei einem gebrauchten CAT-Handy achten solltest
Ein Angebot mit dem Zusatz FLIR klingt verlockend. Lass dir vor dem Kauf möglichst das konkrete Gerät zeigen:
- Starte die Wärmebild-App und richte sie auf zwei Oberflächen mit deutlich unterschiedlicher Temperatur. Prüfe, ob das Bild erscheint und sich eine Aufnahme speichern lässt.
- Sieh dir Kameraglas, Gehäuse, Ladebuchse und Abdeckungen an. Ein robust gebautes Handy kann Schäden haben; ein schwacher Akku lässt sich von der Schutzklasse ohnehin nicht beeindrucken.
- Kontrolliere die installierte Android-Version und das Datum des letzten Sicherheitspatches. Probiere wichtige Apps aus, falls das CAT dein regelmäßig genutztes Smartphone werden soll.
Verlasse dich bei einem älteren Gebrauchtgerät nicht allein auf die ursprüngliche Wasserdichtigkeitsangabe. Stürze, Reparaturen und verschlissene Dichtungen können den Zustand verändert haben.
CAT-Handy mit Wärmebildkamera oder Kamera-Aufsatz?
Unter den drei verglichenen CAT-Modellen bietet das S62 Pro die stärkste Wärmebildkamera. Das S61 hat seinen Reiz durch Laser und Luftsensor; beim S60 sollte der niedrige Preis zum hohen Gerätealter passen. Beim S225 lohnt es sich, erst die endgültigen Daten und die Verfügbarkeit abzuwarten.
Möchtest du dein bisheriges Smartphone behalten, ist ein separater Wärmesensor eine andere Möglichkeit. Welche Unterschiede es dabei bei Auflösung, Sichtfeld und Anschluss gibt, zeigen wir in unserem Vergleich der Wärmebildkameras fürs Handy.