Die Mücke liefert ihren Stich gratis, bezahlt wird anschließend in Juckreiz. Genau hier setzt der bite away pro an: Der winzige Insektenstichheiler wird direkt mit einem Android-Smartphone verbunden und erhitzt seine keramische Kontaktfläche für wenige Sekunden. Salben, Batterien oder ein zusätzliches Ladegerät braucht er nicht.
In unserem Test konnte der konzentrierte Wärmeimpuls den Juckreiz nach behandelten Mückenstichen spürbar lindern. Bedienung und Transport gefielen ebenfalls, allerdings besitzt das Konzept eine klare Grenze: Der bite away pro funktioniert nur mit kompatiblen Android-Handys. Ein iPhone wird auch mit USB-C-Anschluss nicht unterstützt.
Bild: Der bite away pro im Test: Der Handy-Stichheiler wird per Smartphone-App gesteuert und behandelt einen Mückenstich für wenige Sekunden mit gezielter Wärme.
Der bite away pro behandelt nicht den eigentlichen Insektenstich, sondern dessen örtliche Symptome. Die keramische Kontaktfläche gibt einen kurzen Wärmeimpuls an die betroffene Hautstelle ab. Diese lokale Thermotherapie kann die Weiterleitung von Juckreiz und Schmerzen beeinflussen und entzündliche Reaktionen abschwächen.
Welche körperlichen Vorgänge dabei den größten Anteil haben, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt. Aussagen, nach denen die Wärme das Insektengift zerstört oder die Histaminausschüttung einfach abschaltet, greifen zu kurz. Eine offene Kohortenstudie zur konzentrierten Wärme zeigte bei 146 behandelten Personen zwar eine deutliche Abnahme von Juckreiz, Schmerzen und Schwellung. Die Untersuchung besaß jedoch keine unbehandelte Kontrollgruppe und ist kein eigenständiger klinischer Test speziell des Smartphone-Aufsatzes.
Für die Anwendung wird die kostenlose bite away connect-App bei Google Play benötigt:
Zur Auswahl stehen 5 Temperaturstufen zwischen etwa 47 und 51 °C sowie 3, 4 oder 5 Sekunden Behandlungsdauer. Daraus ergeben sich insgesamt 15 Programme. Die bevorzugte Kombination lässt sich als Favorit speichern.
Bei empfindlicher Haut empfiehlt sich zunächst eine niedrige Temperatur mit kurzer Dauer. Reicht eine Anwendung nicht aus, darf derselbe Stich erneut behandelt werden. Zwischen 2 Anwendungen müssen mindestens 2 Minuten liegen.
Der Stichheiler wird nicht über Bluetooth gekoppelt. Daten und Strom laufen direkt über den USB-C-Anschluss, wodurch die Einrichtung angenehm überschaubar bleibt. Aufsatz einstecken, App öffnen und Behandlung auswählen: Mehr Vorbereitung ist nicht nötig.
Die App ist klar aufgebaut und erlaubt eine feinere Abstimmung als klassische Stichheiler mit 2 fest belegten Tasten. Wer Wärme als unangenehm empfindet, beginnt bei 47 °C und 3 Sekunden. Bei stärkerem Juckreiz kann die Behandlung schrittweise erhöht werden.
Der Wärmeimpuls war in unserem Test deutlich zu spüren. Angenehm wie eine Wärmflasche ist das nicht, dafür dauert die Behandlung nur wenige Sekunden. Bei den behandelten Mückenstichen ließ der Juckreiz anschließend merklich nach. Wie stark und wie lange die Linderung ausfällt, kann je nach Haut, Stich und Zeitpunkt der Anwendung unterschiedlich sein.
Eine Erfolgsgarantie für jeden Insektenstich lässt sich aus einem Praxistest nicht ableiten. Der bite away pro ist auch kein Heilgerät, das den Stich verschwinden lässt. Rötung oder Schwellung können weiterhin sichtbar bleiben, obwohl der Juckreiz bereits schwächer geworden ist.
Mit ungefähr 8 Gramm ist der bite away pro erheblich leichter als ein klassischer Stichheiler. Seine Größe erinnert tatsächlich an einen Würfelzucker. Dank Verschlusskappe und Schlaufenöse lässt er sich an einem Schlüsselring befestigen oder in einer kleinen Tasche verstauen.
Einen eigenen Akku besitzt der Aufsatz nicht. Die benötigte Energie kommt direkt vom Smartphone. Dadurch gibt es keine Batterie, die genau dann leer ist, wenn eine Mücke das Abendessen eröffnet. Gleichzeitig muss das Handy für jede Behandlung griffbereit und ausreichend geladen sein.
Bei dicken oder weit über die Unterseite gezogenen Schutzhüllen kann der USB-C-Stecker nicht tief genug in die Buchse gelangen. In diesem Fall muss die Hülle entfernt werden. Etwas umständlich wird die Anwendung außerdem an schwer erreichbaren Körperstellen. Einen Stich am Knöchel zu behandeln, während der Aufsatz unten am Smartphone steckt, entwickelt schnell Züge von einhändigem Handy-Yoga.
Nach IP65 ist der bite away pro gegen Staub und Strahlwasser geschützt. Regen oder Spritzwasser sind damit kein großes Problem. Schwimmen, Baden oder vollständiges Untertauchen gehören dagegen nicht zu seinem Tätigkeitsprofil.
Der bite away pro ist für Android-Handys mit USB-C-Anschluss vorgesehen. Die bite away connect-App muss sich auf dem jeweiligen Gerät über Google Play installieren lassen. Außerdem muss das Smartphone den angeschlossenen Aufsatz korrekt erkennen und mit Strom versorgen.
USB-C allein garantiert deshalb noch keine erfolgreiche Nutzung. Bei Verbindungsproblemen kommen mehrere Ursachen infrage:
Vor dem Kauf empfiehlt es sich, die Kompatibilität direkt über Google Play zu prüfen. Wird die App für das eigene Gerät nicht angeboten, hilft auch der passende Stecker nicht weiter.
Der bite away pro unterstützt keine iPhones. Das gilt ebenfalls für iPhone 15, iPhone 16 und neuere Modelle mit USB-C-Anschluss. Die Form der Buchse stimmt zwar, die notwendige App und Geräteunterstützung fehlen jedoch.
USB-C ist ein Anschlussstandard und kein Freifahrtschein für jedes Zubehör. Ein Schlüssel passt schließlich auch nicht automatisch in jede Tür, nur weil beide aus Metall bestehen.
Für Apple-Nutzer kommt daher nur ein anderer Insektenstichheiler infrage, der ausdrücklich für iOS oder für eine Verwendung ohne Smartphone freigegeben ist.
Die Gebrauchsanweisung des bite away pro nennt neben Mücken auch Wespen, Bienen, Hornissen und Bremsen als mögliche Verursacher behandelbarer Stiche und Bisse. Die Wärme kann örtlichen Juckreiz und Schmerzen lindern.
Bei einem Bienenstich muss zunächst geprüft werden, ob der Stachel noch in der Haut steckt. Ist er sichtbar, wird er vorsichtig entfernt, bevor der Stichheiler angesetzt wird. Der Aufsatz darf nicht auf offenen oder bereits verletzten Hautstellen verwendet werden.
Bei Wespen- und Bienenstichen ist die Abgrenzung zu einer allergischen Reaktion besonders wichtig. Der bite away pro behandelt nur lokale Beschwerden an der Einstichstelle. Er neutralisiert kein Insektengift und schützt nicht vor einer Anaphylaxie.
Chemiefrei bedeutet beim bite away pro, dass kein pharmazeutischer Wirkstoff zum Einsatz kommt. Risikofrei bedeutet es nicht. Die Kontaktfläche erreicht bis zu 51 °C und kann deshalb als unangenehm oder schmerzhaft wahrgenommen werden.
Mögliche Begleiterscheinungen sind:
Nicht angewendet werden darf der Stichheiler unter anderem auf Augen und Augenlidern, Schleimhäuten, offenen Wunden, Blasen, verbrannter oder erfrorener Haut. Auch bei einem eingeschränkten Schmerz- oder Temperaturempfinden ist die Wärmebehandlung ungeeignet.
Salben, Cremes und Lotionen sollten vor der Anwendung nicht frisch auf die betroffene Stelle aufgetragen worden sein. Mögliche Wechselwirkungen zwischen Wärme und den enthaltenen Stoffen lassen sich nicht sicher ausschließen.
Kinder unter 3 Jahren dürfen nicht mit dem bite away pro behandelt werden. Unter 12 Jahren muss ein Erwachsener die Anwendung übernehmen und prüfen, ob das Kind den kurzen Wärmereiz versteht und toleriert. Ab dem vollendeten 12. Lebensjahr ist die eigenständige Nutzung vorgesehen.
Bei Kindern und empfindlicher Haut sollte grundsätzlich mit niedriger Temperatur und 3 Sekunden Behandlungsdauer begonnen werden. Der Sekundenregler ist kein Mutproben-Schieber.
Der Hersteller führt den Stichheiler auch als geeignet für Schwangere und Stillende. Die keramische Kontaktfläche kann zudem für Menschen mit einer Metallkontaktallergie vorteilhaft sein. Das bedeutet jedoch nicht, dass Personen mit einer Allergie gegen Bienen- oder Wespengift bedenkenlos jeden Stich selbst behandeln sollten.
Bei Atemnot, Schwindel, Übelkeit, Kreislaufproblemen, stark zunehmender Schwellung, großflächiger Quaddelbildung oder anderen Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion ist der bite away pro nicht das richtige Mittel. In solchen Fällen muss sofort medizinische Hilfe gerufen werden, bei akuten Beschwerden über die Notrufnummer 112.
Auch bei Stichen im Mund- und Rachenraum, anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden sowie entzündeten Hautstellen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Zeckenbisse gehören ebenfalls nicht zum vorgesehenen Einsatzgebiet. Der Wärmeimpuls kann keine Übertragung von Borreliose oder FSME verhindern.
Der bite away pro kostet je nach Händler und Angebot ungefähr 30 Euro. Für einen nur 8 Gramm leichten USB-C-Aufsatz klingt das zunächst nicht gerade nach einem Schnäppchen. Bezahlt wird allerdings nicht nur das Kunststoffgehäuse, sondern ein Medizinprodukt mit keramischer Kontaktfläche, Temperatursteuerung und Sicherheitssystem.
Ob sich der Preis lohnt, hängt vor allem vom verwendeten Smartphone ab. Android-Nutzer erhalten einen sehr kompakten Stichheiler, der keine eigenen Batterien benötigt und sich genauer einstellen lässt als viele Geräte mit festen Programmen.
Weniger sinnvoll ist der Aufsatz für Menschen, die ihr Handy nicht ständig dabeihaben, eine besonders dicke Schutzhülle verwenden oder den USB-C-Port nicht mit einem Medizinprodukt belasten möchten. Auch für iPhone-Nutzer scheidet er aus.
Je nach Markt wird der bite away pro außerdem zusammen mit einer separaten PowerUnit angeboten. Erst diese Einheit besitzt einen wiederaufladbaren Akku und ermöglicht eine Behandlung ohne Smartphone. Der normale bite away pro selbst ist weder aufladbar noch unabhängig nutzbar.
Klassische Modelle wie bite away two, bite away neo oder bite away flex heat funktionieren mit Batterien beziehungsweise wiederaufladbaren Batterien. Sie sind größer, kommen dafür ohne App und ohne kompatibles Handy aus.
Der bite away pro konnte in unserem Test vor allem mit seiner geringen Größe, der einfachen App-Steuerung und dem spürbaren Wärmeimpuls überzeugen. Bei den behandelten Mückenstichen ließ der Juckreiz nach, ohne dass eine Salbe aufgetragen werden musste. Temperatur und Dauer lassen sich passend zur eigenen Empfindlichkeit wählen.
Seine größte Stärke ist zugleich die größte Einschränkung: Der Stichheiler wird vollständig über ein Android-Smartphone betrieben. Wer ein kompatibles USB-C-Handy besitzt und für Wanderung, Urlaub oder Grillabend möglichst wenig zusätzliches Zubehör mitnehmen möchte, bekommt einen durchdachten Begleiter. Für iPhones oder eine vollständig unabhängige Anwendung ist ein klassischer Stichheiler die bessere Wahl.
In unserem Test konnte der konzentrierte Wärmeimpuls den Juckreiz nach behandelten Mückenstichen spürbar lindern. Bedienung und Transport gefielen ebenfalls, allerdings besitzt das Konzept eine klare Grenze: Der bite away pro funktioniert nur mit kompatiblen Android-Handys. Ein iPhone wird auch mit USB-C-Anschluss nicht unterstützt.
Bild: Der bite away pro im Test: Der Handy-Stichheiler wird per Smartphone-App gesteuert und behandelt einen Mückenstich für wenige Sekunden mit gezielter Wärme.
Eigenschaft | bite away pro |
| Anschluss | USB-C |
| Kompatibilität | Android-Smartphones |
| Steuerung | bite away connect-App |
| Temperatur | ca. 47 bis 51 °C |
| Behandlungsdauer | 3, 4 oder 5 Sekunden |
| Stromversorgung | direkt über das Smartphone |
| Gewicht | ca. 8 Gramm |
| Maße | 31 × 23 × 15 Millimeter |
| Schutzart | IP65 gegen Staub und Strahlwasser |
So funktioniert der bite away pro am Android-Handy
Der bite away pro behandelt nicht den eigentlichen Insektenstich, sondern dessen örtliche Symptome. Die keramische Kontaktfläche gibt einen kurzen Wärmeimpuls an die betroffene Hautstelle ab. Diese lokale Thermotherapie kann die Weiterleitung von Juckreiz und Schmerzen beeinflussen und entzündliche Reaktionen abschwächen.
Welche körperlichen Vorgänge dabei den größten Anteil haben, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt. Aussagen, nach denen die Wärme das Insektengift zerstört oder die Histaminausschüttung einfach abschaltet, greifen zu kurz. Eine offene Kohortenstudie zur konzentrierten Wärme zeigte bei 146 behandelten Personen zwar eine deutliche Abnahme von Juckreiz, Schmerzen und Schwellung. Die Untersuchung besaß jedoch keine unbehandelte Kontrollgruppe und ist kein eigenständiger klinischer Test speziell des Smartphone-Aufsatzes.
Für die Anwendung wird die kostenlose bite away connect-App bei Google Play benötigt:
- Verschlusskappe abziehen und den Aufsatz in die USB-C-Buchse des Android-Handys stecken.
- bite away connect öffnen und Temperatur sowie Behandlungsdauer auswählen.
- Behandlung in der App starten.
- Während des 3-sekündigen Countdowns die Kontaktfläche auf dem Stich platzieren.
- Den Aufsatz bis zum abschließenden Signal leicht auf die Haut drücken.
Zur Auswahl stehen 5 Temperaturstufen zwischen etwa 47 und 51 °C sowie 3, 4 oder 5 Sekunden Behandlungsdauer. Daraus ergeben sich insgesamt 15 Programme. Die bevorzugte Kombination lässt sich als Favorit speichern.
Bei empfindlicher Haut empfiehlt sich zunächst eine niedrige Temperatur mit kurzer Dauer. Reicht eine Anwendung nicht aus, darf derselbe Stich erneut behandelt werden. Zwischen 2 Anwendungen müssen mindestens 2 Minuten liegen.
Der bite away pro im Praxistest
App, Bedienung und Wärmeimpuls
Der Stichheiler wird nicht über Bluetooth gekoppelt. Daten und Strom laufen direkt über den USB-C-Anschluss, wodurch die Einrichtung angenehm überschaubar bleibt. Aufsatz einstecken, App öffnen und Behandlung auswählen: Mehr Vorbereitung ist nicht nötig.
Die App ist klar aufgebaut und erlaubt eine feinere Abstimmung als klassische Stichheiler mit 2 fest belegten Tasten. Wer Wärme als unangenehm empfindet, beginnt bei 47 °C und 3 Sekunden. Bei stärkerem Juckreiz kann die Behandlung schrittweise erhöht werden.
Der Wärmeimpuls war in unserem Test deutlich zu spüren. Angenehm wie eine Wärmflasche ist das nicht, dafür dauert die Behandlung nur wenige Sekunden. Bei den behandelten Mückenstichen ließ der Juckreiz anschließend merklich nach. Wie stark und wie lange die Linderung ausfällt, kann je nach Haut, Stich und Zeitpunkt der Anwendung unterschiedlich sein.
Eine Erfolgsgarantie für jeden Insektenstich lässt sich aus einem Praxistest nicht ableiten. Der bite away pro ist auch kein Heilgerät, das den Stich verschwinden lässt. Rötung oder Schwellung können weiterhin sichtbar bleiben, obwohl der Juckreiz bereits schwächer geworden ist.
Klein genug für unterwegs
Mit ungefähr 8 Gramm ist der bite away pro erheblich leichter als ein klassischer Stichheiler. Seine Größe erinnert tatsächlich an einen Würfelzucker. Dank Verschlusskappe und Schlaufenöse lässt er sich an einem Schlüsselring befestigen oder in einer kleinen Tasche verstauen.
Einen eigenen Akku besitzt der Aufsatz nicht. Die benötigte Energie kommt direkt vom Smartphone. Dadurch gibt es keine Batterie, die genau dann leer ist, wenn eine Mücke das Abendessen eröffnet. Gleichzeitig muss das Handy für jede Behandlung griffbereit und ausreichend geladen sein.
Bei dicken oder weit über die Unterseite gezogenen Schutzhüllen kann der USB-C-Stecker nicht tief genug in die Buchse gelangen. In diesem Fall muss die Hülle entfernt werden. Etwas umständlich wird die Anwendung außerdem an schwer erreichbaren Körperstellen. Einen Stich am Knöchel zu behandeln, während der Aufsatz unten am Smartphone steckt, entwickelt schnell Züge von einhändigem Handy-Yoga.
Nach IP65 ist der bite away pro gegen Staub und Strahlwasser geschützt. Regen oder Spritzwasser sind damit kein großes Problem. Schwimmen, Baden oder vollständiges Untertauchen gehören dagegen nicht zu seinem Tätigkeitsprofil.
Welche Smartphones sind mit bite away pro kompatibel?
Android-Smartphones mit USB-C
Der bite away pro ist für Android-Handys mit USB-C-Anschluss vorgesehen. Die bite away connect-App muss sich auf dem jeweiligen Gerät über Google Play installieren lassen. Außerdem muss das Smartphone den angeschlossenen Aufsatz korrekt erkennen und mit Strom versorgen.
USB-C allein garantiert deshalb noch keine erfolgreiche Nutzung. Bei Verbindungsproblemen kommen mehrere Ursachen infrage:
- eine zu dicke Smartphone-Hülle
- Schmutz in der USB-C-Buchse
- ein nicht vollständig eingesteckter Aufsatz
- fehlende Unterstützung durch das verwendete Android-Gerät
- ein zu niedriger Akkustand des Smartphones
Vor dem Kauf empfiehlt es sich, die Kompatibilität direkt über Google Play zu prüfen. Wird die App für das eigene Gerät nicht angeboten, hilft auch der passende Stecker nicht weiter.
Am iPhone funktioniert der bite away pro nicht
Der bite away pro unterstützt keine iPhones. Das gilt ebenfalls für iPhone 15, iPhone 16 und neuere Modelle mit USB-C-Anschluss. Die Form der Buchse stimmt zwar, die notwendige App und Geräteunterstützung fehlen jedoch.
USB-C ist ein Anschlussstandard und kein Freifahrtschein für jedes Zubehör. Ein Schlüssel passt schließlich auch nicht automatisch in jede Tür, nur weil beide aus Metall bestehen.
Für Apple-Nutzer kommt daher nur ein anderer Insektenstichheiler infrage, der ausdrücklich für iOS oder für eine Verwendung ohne Smartphone freigegeben ist.
Hilft bite away pro auch bei Wespen- und Bienenstichen?
Die Gebrauchsanweisung des bite away pro nennt neben Mücken auch Wespen, Bienen, Hornissen und Bremsen als mögliche Verursacher behandelbarer Stiche und Bisse. Die Wärme kann örtlichen Juckreiz und Schmerzen lindern.
Bei einem Bienenstich muss zunächst geprüft werden, ob der Stachel noch in der Haut steckt. Ist er sichtbar, wird er vorsichtig entfernt, bevor der Stichheiler angesetzt wird. Der Aufsatz darf nicht auf offenen oder bereits verletzten Hautstellen verwendet werden.
Bei Wespen- und Bienenstichen ist die Abgrenzung zu einer allergischen Reaktion besonders wichtig. Der bite away pro behandelt nur lokale Beschwerden an der Einstichstelle. Er neutralisiert kein Insektengift und schützt nicht vor einer Anaphylaxie.
Nebenwirkungen und wichtige Warnhinweise
Chemiefrei bedeutet beim bite away pro, dass kein pharmazeutischer Wirkstoff zum Einsatz kommt. Risikofrei bedeutet es nicht. Die Kontaktfläche erreicht bis zu 51 °C und kann deshalb als unangenehm oder schmerzhaft wahrgenommen werden.
Mögliche Begleiterscheinungen sind:
- kurzzeitige Hautrötung
- vorübergehend unangenehmes Hitzegefühl
- in seltenen Fällen eine Hautreizung
Nicht angewendet werden darf der Stichheiler unter anderem auf Augen und Augenlidern, Schleimhäuten, offenen Wunden, Blasen, verbrannter oder erfrorener Haut. Auch bei einem eingeschränkten Schmerz- oder Temperaturempfinden ist die Wärmebehandlung ungeeignet.
Salben, Cremes und Lotionen sollten vor der Anwendung nicht frisch auf die betroffene Stelle aufgetragen worden sein. Mögliche Wechselwirkungen zwischen Wärme und den enthaltenen Stoffen lassen sich nicht sicher ausschließen.
Anwendung bei Kindern, Schwangeren und Allergikern
Kinder unter 3 Jahren dürfen nicht mit dem bite away pro behandelt werden. Unter 12 Jahren muss ein Erwachsener die Anwendung übernehmen und prüfen, ob das Kind den kurzen Wärmereiz versteht und toleriert. Ab dem vollendeten 12. Lebensjahr ist die eigenständige Nutzung vorgesehen.
Bei Kindern und empfindlicher Haut sollte grundsätzlich mit niedriger Temperatur und 3 Sekunden Behandlungsdauer begonnen werden. Der Sekundenregler ist kein Mutproben-Schieber.
Der Hersteller führt den Stichheiler auch als geeignet für Schwangere und Stillende. Die keramische Kontaktfläche kann zudem für Menschen mit einer Metallkontaktallergie vorteilhaft sein. Das bedeutet jedoch nicht, dass Personen mit einer Allergie gegen Bienen- oder Wespengift bedenkenlos jeden Stich selbst behandeln sollten.
Wann medizinische Hilfe nötig ist
Bei Atemnot, Schwindel, Übelkeit, Kreislaufproblemen, stark zunehmender Schwellung, großflächiger Quaddelbildung oder anderen Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion ist der bite away pro nicht das richtige Mittel. In solchen Fällen muss sofort medizinische Hilfe gerufen werden, bei akuten Beschwerden über die Notrufnummer 112.
Auch bei Stichen im Mund- und Rachenraum, anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden sowie entzündeten Hautstellen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Zeckenbisse gehören ebenfalls nicht zum vorgesehenen Einsatzgebiet. Der Wärmeimpuls kann keine Übertragung von Borreliose oder FSME verhindern.
Preis und Alternativen zum bite away pro
Der bite away pro kostet je nach Händler und Angebot ungefähr 30 Euro. Für einen nur 8 Gramm leichten USB-C-Aufsatz klingt das zunächst nicht gerade nach einem Schnäppchen. Bezahlt wird allerdings nicht nur das Kunststoffgehäuse, sondern ein Medizinprodukt mit keramischer Kontaktfläche, Temperatursteuerung und Sicherheitssystem.
Ob sich der Preis lohnt, hängt vor allem vom verwendeten Smartphone ab. Android-Nutzer erhalten einen sehr kompakten Stichheiler, der keine eigenen Batterien benötigt und sich genauer einstellen lässt als viele Geräte mit festen Programmen.
Weniger sinnvoll ist der Aufsatz für Menschen, die ihr Handy nicht ständig dabeihaben, eine besonders dicke Schutzhülle verwenden oder den USB-C-Port nicht mit einem Medizinprodukt belasten möchten. Auch für iPhone-Nutzer scheidet er aus.
Je nach Markt wird der bite away pro außerdem zusammen mit einer separaten PowerUnit angeboten. Erst diese Einheit besitzt einen wiederaufladbaren Akku und ermöglicht eine Behandlung ohne Smartphone. Der normale bite away pro selbst ist weder aufladbar noch unabhängig nutzbar.
Klassische Modelle wie bite away two, bite away neo oder bite away flex heat funktionieren mit Batterien beziehungsweise wiederaufladbaren Batterien. Sie sind größer, kommen dafür ohne App und ohne kompatibles Handy aus.
Für Android-Nutzer ist der bite away pro eine praktische Lösung
Der bite away pro konnte in unserem Test vor allem mit seiner geringen Größe, der einfachen App-Steuerung und dem spürbaren Wärmeimpuls überzeugen. Bei den behandelten Mückenstichen ließ der Juckreiz nach, ohne dass eine Salbe aufgetragen werden musste. Temperatur und Dauer lassen sich passend zur eigenen Empfindlichkeit wählen.
Seine größte Stärke ist zugleich die größte Einschränkung: Der Stichheiler wird vollständig über ein Android-Smartphone betrieben. Wer ein kompatibles USB-C-Handy besitzt und für Wanderung, Urlaub oder Grillabend möglichst wenig zusätzliches Zubehör mitnehmen möchte, bekommt einen durchdachten Begleiter. Für iPhones oder eine vollständig unabhängige Anwendung ist ein klassischer Stichheiler die bessere Wahl.