Die Game Awards 2025 liefen in Los Angeles wie man’s erwartet: große Trailer, große Bühnenmomente und dazwischen ein Dauerstrom an Premieren, bei dem man irgendwann nicht mehr sicher ist, ob man gerade eine Preisverleihung schaut oder einen sehr teuren Werbeblock mit Orchesterbegleitung. Während auf der Hauptbühne vor allem die großen Produktionen im Rampenlicht standen, gab es auch die Kategorie, die für Smartphone-Spieler zählt: Best Mobile Game.

Und dort ist die Entscheidung gefallen: Umamusume: Pretty Derby gewinnt Bestes Mobile Game 2025. Nominiert waren außerdem Destiny: Rising, Persona 5: The Phantom X, Sonic Rumble und Wuthering Waves. Ein erstaunlich abwechslungsreiches Feld – vom Shooter über Story-RPG bis zur Open-World-Action – und genau deshalb lohnt sich der Blick auf alle fünf Titel.

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Bild: Umamusume: Pretty Derby gewinnt bei den Game Awards den Titel „Bestes Mobile Game 2025“ – hier alle nominierten Handyspiele im Überblick. / Bildquelle: thegameawards.com

Best Mobile Game 2025 Gewinner und Nominierte im Überblick

Mobile Game
Genre
Wofür es steht
Hardware-Auslastung
Bewertung*
Destiny: RisingSci-fi RPG Shooter im Destiny-UniversumCo-op, Multiplayer, Loot und Ballereieher hoch4,1 ⭐
Persona 5: The Phantom XRPG mit Social-Sim und DungeonsPersona-Style, Story, Tagesabläufe plus Kämpfemittel3,9 ⭐
Sonic RumbleParty Battle Royalebis zu 32 Spieler, schnelle Runden, Chaoseher niedrig4,2 ⭐
Umamusume: Pretty DerbySports Life Sim TrainingTraining, Rennen, 3D-Showniedrig bis mittel4,2 ⭐
Wuthering WavesOpen World Action RPGStory, Erkunden, Action-Kämpfehoch4,5 ⭐

*aktuelle Bewertungen von anderen Spielern im Google Play Store. Die Bewertungen können sich von Zeit zu Zeit noch ändern. (Stand: 12.12.2025)

Die nominierten Mobile Games 2025 im Detail

Umamusume: Pretty Derby

Der Sieger wirkt auf den ersten Blick wie ein kleiner Regelbruch im Line-up: Während andere Kandidaten mit Sci-Fi-Waffen, Metaverse-Dungeons oder Open-World-Größe punkten, gewinnt hier ein Spiel, das sich ganz konsequent um Training und Rennen dreht. Du übernimmst die Rolle des Trainers, planst die Entwicklung deiner Umamusume und arbeitest auf große Läufe hin. Der Spaß kommt nicht aus einem einzigen „Start“-Button, sondern aus dem Weg dorthin: Entscheidungen im Training, Fortschritt, Aufbau, Optimierung – genau diese Art von System, die man „nur kurz“ ausprobieren will und dann plötzlich sehr genaue Meinungen zu Trainingswerten hat.

Wichtig ist dabei die Inszenierung. Umamusume macht aus Rennen keine nüchterne Auswertung, sondern ein Event: mehrere Teilnehmer, Sport-Atmosphäre, spürbares Tempo – und eine Präsentation, die erstaunlich hochwertig wirkt. Es fühlt sich weniger nach „Mobile-Ableger“ an, sondern nach einem Spiel, das bewusst für genau diesen Rhythmus gebaut wurde: regelmäßig spielen, stetig besser werden, immer ein Ziel vor Augen.

Wenn man verstehen will, warum Umamusume als Mobile Game of the Year 2025 funktioniert, ist das die einfachste Erklärung: Es ist ein geschlossenes Konzept, das sein Thema ernst nimmt und sich nicht verzettelt. Und das ist bei Awards oft genau der Unterschied zwischen „cool nominiert“ und „am Ende gewinnt es“.


Destiny: Rising

Destiny: Rising ist der Kandidat für alle, die mit dem Wort „Loot“ ungefähr so warm werden wie andere mit frisch aufgebrühtem Kaffee. Sci-Fi-Setting, Shooter-Gameplay, Missionen und das Versprechen, dass das Destiny-Gefühl auch auf dem Smartphone trägt. Das Spiel zielt auf Action, Builds und Modi ab, die nicht nach zwei Abenden durch sind – sondern nach dem Motto laufen: „Du bist fertig, wenn du es glaubst.“

Der Reiz liegt im Mix aus Kampagne und wiederholbaren Inhalten: Missionen spielen, Ausrüstung verbessern, Skills optimieren, dann wieder rein. Genau dieses Loop-Denken ist auf Mobile längst nicht mehr ungewöhnlich – aber Destiny bringt zusätzlich die Markenwucht mit, die allein schon dafür sorgt, dass viele es zumindest testen wollen.

Wer mobile Shooter mag, findet hier potenziell einen der „größten“ Kandidaten im Feld. Wer Shooter auf Touch grundsätzlich hasst, wird dagegen sehr schnell herausfinden, dass Prinzipien manchmal doch Grenzen haben. Beides ist okay – wichtig ist nur, dass man es vorher weiß.

Persona 5: The Phantom X

Persona 5: The Phantom X bedient eine andere Sorte Spieler: weniger „ich will jetzt Action“, mehr „ich will Stil, Story und Struktur“. Das Konzept bleibt Persona-typisch: Alltag in Tokyo, soziale Kontakte, Aktivitäten – und dann der Sprung in die andere Welt, wo Dungeons, Kämpfe und Phantom-Thief-Action warten.

Gerade für ein Handyspiel ist diese Zweiteilung praktisch, weil sie Sessions natürlich strukturiert. Du kannst dir einen Abschnitt vornehmen, eine Story-Etappe spielen, einen Dungeon-Teil erledigen und danach weglegen, ohne dass du das Gefühl hast, gerade mitten in einem 90-Minuten-Commitment abgebrochen zu haben. Und trotzdem bleibt es groß genug, um nicht wie ein „kurzes Mobile-RPG“ zu wirken.

Die Nominierung ergibt deshalb Sinn: Persona bringt Identität mit, und das ist auf Mobile Gold wert. Viele Spiele können „RPG“, aber nicht viele können „sofort wiedererkennbar“. Persona kann das.

Sonic Rumble

Sonic Rumble ist das Gegenprogramm zu epischer Story und Langzeitaufbau: Es will schnelle Runden, klare Ziele und Multiplayer-Chaos. Arcade Royale trifft es gut – du bist sofort drin, die Matches sind kurz, und du merkst sehr schnell, ob du Spaß daran hast.

Das Spiel funktioniert vor allem dann gut, wenn man den „Party“-Gedanken annimmt: Es geht nicht darum, jeden Lauf perfekt zu planen, sondern darum, im Chaos zurechtzukommen, schnell zu reagieren und mit dem Tempo klarzukommen. Und ja, das heißt auch: Man verliert manchmal aus Gründen, die man sich später schönreden muss. Das gehört zum Genre wie Ausreden zum Montag.

Als nominierter Titel ist Sonic Rumble deshalb interessant, weil es zeigt: Mobile muss nicht immer groß sein. Manchmal reicht es, sehr gut darin zu sein, dich in kurzen Sessions zu unterhalten – und dich danach trotzdem zu einem zweiten Match zu überreden.

Wuthering Waves

Wuthering Waves steht für die große Mobile-Ambition: Open-World-Action-RPG mit Story-Fokus. Das ist der Typ Spiel, bei dem man nicht nur „eine Runde“ spielt, sondern sich in eine Welt hineinziehen lässt – erkunden, kämpfen, Charaktere entwickeln, weiterkommen.

Der Reiz ist dieses Abenteuergefühl, das man früher eher auf Konsole und PC verortet hätte: Weite Welt, Action-Kämpfe, Fortschritt, Story. Genau deshalb passt der Titel in die Nominierungsliste: Er repräsentiert den Anspruch, dass Mobile nicht nur „klein und schnell“ kann, sondern auch „groß und langfristig“.

Wer Open-World-Spiele mag und gern in Systemen versinkt, bekommt hier den naheliegenden Kandidaten. Wer hingegen nach fünf Minuten schon genervt ist, wenn ein Spiel „erst mal erklärt“, greift vielleicht besser zu Sonic – das nimmt dir nicht mal die Zeit, genervt zu sein.

Bestes Mobile Game 2025 und was sich als nächster Download lohnt

Wenn du nach Genre auswählst, ist die Orientierung ziemlich einfach:

  • Action, Missionen und Shooter-Loop: Destiny: Rising
  • Story, Stil und RPG-Struktur: Persona 5: The Phantom X
  • Schnelle Multiplayer-Matches: Sonic Rumble
  • Open-World-Action mit größerem Abenteuergefühl: Wuthering Waves
  • Progression, Training und Show: Umamusume: Pretty Derby

Der offizielle Sieger ist klar: Umamusume: Pretty Derby ist das beste Mobile Game 2025 bei den Game Awards. Wer einfach testen will, was die Jury überzeugt hat, findet hier den direkten Einstieg.

Wenn du lieber nach persönlichem Geschmack gehst, bieten die Nominierten eine selten angenehme Auswahl: Shooter-Action, Story-RPG, Party-Multiplayer und Open World – alles dabei, ohne dass es nach fünfmal demselben Spiel in anderer Tapete aussieht.

Und falls du nach all dem Award-Glanz heute etwas suchst, das ohne große Installation auskommt: In unserem Ratgeber zu geheime Google Spiele findest du diese kleinen Ablenkungen, die dein Smartphone aus dem Ärmel schüttelt, wenn du eigentlich nur „kurz“ etwas nachsehen wolltest.