Urteil verbietet die Werbung als Gratis-Apps für Freemium Anwendungen

Viele von euch kennen sicherlich solche Smartphone Apps, diese man völlig Gratis herunterladen kann und ein gewisses Suchtpotential besitzen bzw. vermitteln. Das Problem bei solchen Anwendungen ist allerdings die Masche mit den In-App Käufen, dieses wir in diesem Thread ja bereits umfassend thematisiert hatten. Ist der Download also kostenlos und werden In-App Käufe angeboten, spricht man von sogenannten Freemium-Apps. Handelt es sich nun z.B. um ein kleines RPG-Spiel, so hat man die Möglichkeit für echtes Geld Punkte zu kaufen, mit diesen man neue Ausrüstung, Waffen oder Autos etc. freischalten kann. Pay-2-Win könnte man es auch sehr passend formulieren. Dieser Trend ist in der App-Szene derzeit sehr heiß am laufen und Unternehmen verdienen dadurch Millionen von Euro, auch dadurch, dass unwissende Kinder oder Jugendliche diese virtuelle Währung kaufen ohne das Wissen der Eltern oder Erziehungsberechtigten.

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Freemium-Apps: Es drohen Geldstrafen bis zu 5 Millionen Euro

Da es jedoch nun zunehmend viele Beschwerden gab oder Gerichtsfälle, gibt es nun seitens eines Gerichts in Italien ein sehr interessantes sowie neues Urteil. Freemium-Apps dürfen nämlich in den Medien oder jeweiligen App-Seiten nichtmehr als "Gratis" oder "Kostenlos" beworben werden, dies geht auch aus einem Bericht des bekannten Wall Street Journals hervor. Außerdem muss in den jeweiligen Beschreibungen auch deutlich aufgeführt werden, dass es sich um ein Freemium-Angebot handelt, mit diesen zusätzliche Kosten anfallen können. Die Anbieter haben nun 60 Tage Zeit, um diese Änderungen vorzunehmen bzw. auf das Urteil zu reagieren. Sollten sich App-Entwickler daran nicht halten, drohen in Zukunft saftige Geldstrafen in einer Höhe von bis zu 5 Millionen Euro.