• Alexa Haussteuerung und Datenschutz

    Haussteuerung mit Sprachassistenten - Alexa und der Datenschutz



    Sprachassistenten wie Alexa von Amazon sollen das Leben der Menschen ähnlich stark verändern wie das Internet oder das Smartphone. Die kleinen Geräte sind mit dem Internet verbunden und besitzen ein integriertes Mikrofon. Sie können auf einen Zuruf hin agieren. So ist es möglich, Alexa zu sagen, welche Musik gespielt werden soll. Das Wetter wird angesagt und die wichtigsten Nachrichten vorgelesen. Das alles erfolgt vollautomatisch, denn Alexa ist mit dem Internet verbunden. Wenn die kleine Box im Wohnzimmer aufgestellt wird, hört sie quasi permanent zu. Es könnte ja sein, dass der Nutzer einen Steuerungsbefehl ausspricht, auf den die Box dann sofort reagieren muss. Alexa kann aber noch viel mehr. Das Gerät steuert die Funktion von Heizung und Waschmaschine. Die Assistentin kann Lebensmittel bestellen, wenn der Kühlschrank leer ist. Sie schaltet das Licht ein und fährt die Jalousien herunter. Voraussetzung ist, dass das eigene Zuhause bereits zu einem Smart Home umfunktioniert wurde. Für junge und gesunde Menschen mag es kontraproduktiv sein, wenn sie noch seltener von der Couch aufstehen und nicht einmal mehr ihr Smartphone in die Hand nehmen müssen. Dennoch gehört den Sprachassistenten die Zukunft, denn wenn die Generation, die sich jetzt mit der Technik vertraut macht, älter wird, kann der Alltag erheblich erleichtert werden.



    Sprachassistenten sammeln Informationen


    Obwohl die Entwicklung als Fortschritt gilt und die neue Technik Spaß macht, gibt es doch einen kleinen Beigeschmack. Alexa & Co hören immer zu, und zwar nicht nur auf den Zuruf hin, sondern 24 Stunden am Tag. Da stellt sich die Frage, ob Google auch zuhören kann. Datenschützer haben herausgefunden, dass dies sogar möglich ist. Und Google macht sich die neue Offenheit zunutze. Alles was Alexa tut, kann auf internen Servern gespeichert und zur Auswertung gebracht werden. Dies betrifft nicht nur die Befehle, die von der Sprachassistentin ausgeführt werden sollen. Auch alle Unterhaltungen können aufgezeichnet werden. Es gibt Datenschützer, die aus diesen Gründen von der Nutzung der Sprachassistentin abraten. Dies ist aber gar nicht unbedingt notwendig. Wenn ein paar Hinweise beachtet werden, können die Aufzeichnungen auf ein Minimum reduziert werden. Der unabhängige Online-Versicherungsmakler Friendsurance rät, die Funktionen von Zeit zu Zeit zu deaktivieren. Dies sollte vor allem in Zeiten geschehen, in denen zu Hause vertrauliche Gespräche geführt werden. Der Assistent muss nicht 24 Stunden am Tag eingeschaltet bleiben. Es reicht aus, wenn das Gerät bei Bedarf bereit ist, Informationen entgegenzunehmen und entsprechend umzusetzen. Da sich das Ein- und Ausschalten sehr einfach gestaltet, sollte die Funktion möglichst immer dann genutzt werden, wenn Alexa & Co nicht gebraucht werden.



    Verbindung mit dem Smartphone überprüfen

    Alexa & Co können nicht nur auf Zuruf gesteuert werden. Es ist möglich, dass sie eine Verbindung mit dem Smartphone eingehen. Dies kann für verschiedene Funktionen praktisch sein. Der Nachteil liegt jedoch darin, dass ein Zugriff auf die Kontakte besteht. Im schlimmsten Falle ist es möglich, diese Informationen über das Internet abzugreifen. Wichtig ist weiterhin, dass sensible Bankdaten nicht mit Alexa geteilt werden. Das Online-Banking sollte klassisch am Smartphone oder PC über einen sicheren Server und nicht über Sprachbefehle gesteuert werden.